19.01.2021
Kunst

Der Künstler Benjamin Zuber wird "Artist in Residence" im Wildbad

Der Künstler Benjamin Zuber ist dieses Jahr der "Artist in Residence" in der evangelischen Tagungsstätte Wildbad Rothenburg. Im Rahmen eines Arbeitsaufenthalts im Tagungshaus wird er ein Kunstwerk für die Parkanlage Wildbads schaffen. Über das Projekt.

Der in Bamberg geborene Künstler Benjamin Zuber wird dieses Jahr der "Artist in Residence" der evangelischen Tagungsstätte Wildbad Rothenburg.

Auf Vorschlag einer Fachjury kommen seit 2017 jährlich Künstler zu mehrmonatigen Arbeitsaufenthalten in das am Tauber-Ufer gelegene Tagungshaus, teilte das Wildbad am Montag mit. In einem künstlerisch freien und ergebnisoffenen Schaffensprozess entwickeln sie ein Kunstwerk, das dauerhaft in der Parkanlage des Wildbads verbleibt. Das Projekt "art residency wildbad" ist auf mindestens zehn Jahre angelegt.

Künstler Benjamin Zuber in Wildbad und Rothenburg 

Zuber (Jahrgang 1982) hat bis 2012 an den Akademien der Bildenden Künste in Nürnberg und Wien sowie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe studiert. Heute lebt und arbeitet er als freier Künstler in Berlin. Gleich zu Jahresbeginn habe sich Zuber zur ersten Inspiration für einige Tage im Wildbad und der Stadt Rothenburg aufgehalten.

Wann er in sein "Atelier auf Zeit", die Gipsmühle des Wildsbads, zurückkehren wird, ist noch offen. Sicher ist, dass die Schaffensphase höchstens bis zum Herbst dieses Jahres dauern wird, teilte das Wildbad mit.

Helmut Braun, Leiter des landeskirchlichen Kunstreferats, ist begeistert

Der Leiter des landeskirchlichen Kunstreferats, Helmut Braun, ist von der Fachjury-Auswahl begeistert. Zubers installative Arbeiten erinnerten an "physikalische Versuchsanordnungen in ihrer Verwendung von alltäglichen Materialkonstellationen und der besonderen Art ihrer experimentellen Komposition".

Der Künstler trete "als Dompteur künstlerischer Übungssysteme auf, die humorvoll und gleichzeitig todernst erscheinen". Zuber hat sich in seinen vorwiegend medienübergreifenden Projekten etwa mit "subtilen Kontextverschiebungen" beschäftigt, hieß es.

Das Projekt "art residency wildbad" 

Zum inzwischen fünften Mal lädt das Wildbad Rothenburg Kunstschaffende zu mehrmonatigen Arbeitsaufenthalten ins Taubertal ein. Dazu schlägt eine Fachjury jährlich neue Künstler oder Gruppen mit professioneller Ausbildung sowie nationaler und internationaler Ausstellungs- und Projekterfahrung vor.

Selbst bewerben kann man sich für die "art residency wildbad" nicht. Bisherige Künstler waren das Duo Böhler & Orendt (2017), Ulrike Mohr aus Berlin (2018), die Brasilianerin Laura Belém (2019) und die Grazer Gruppe "Breathe Earth Collective" (2020).

Bei der "art residency wildbad" stellt die Tagungsstätte Wildbad neben Kost und Logis für die Künstler sowie die Atelierräume jedes Jahr ein Budget von 30.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen weitere Gelder aus dem Kunstfonds der bayerischen evangelischen Landeskirche sowie von Sponsoren. 

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