24.02.2021
Weltgebetstag der Frauen

Weltgebetstag 2021 stellt Frauen aus Vanuatu in den Mittelpunkt

"Worauf bauen wir?": Am Weltgebetstag, dem 5. März 2021, befassen sich Gläubige in aller Welt mit der Lebenssituation von Frauen des Inselstaates Vanuatu im Südpazifik. Wegen der Corona-Pandemie plant das Deutsche Komitee erstmals einen zentralen Online-Gottesdienst.
Titelbild des Weltgebetstags 2021
Das Titelbild des Weltgebetstags 2021 von Juliette Pita trägt Namen "Cyclon PAM II. 13th of March 2015".

Der Weltgebetstag am 5. März 2021 rückt Frauen aus dem pazifischen Inselstaat Vanuatu in den Fokus. Motto der ökumenischen Gottesdienste und Aktionen in mehr als 150 Ländern lautet "Worauf bauen wir?" (Matthäus 7, 24–27). In der Bibelstelle heißt es, nur ein Haus, das auf festem Grund stehe, würde Stürmen standhalten.

Für Vanuatu hat das Haus auf festem Grund einen besonders aktuellen und bedrückenden Hintergrund: Die 83 Inseln im Pazifischen Ozean sind extrem vom Klimawandel betroffen. Dabei trägt der kleine Inselstaat selbst kaum zum Ausstoß von Treibhausgasen bei.

"Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit", erklären die Frauen von Vanuatu in ihrem für den Weltgebetstag erarbeiteten Gottesdienst. "Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament - wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend."

Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

Matthäus 7, 24–27

Weltgebetstag erstmals mit zentralem Online-Gottesdienst

Der Weltgebetstag werde wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr "wahrscheinlich anders als gewohnt", heißt es auf der Website des Deutschen Komitees. Die Veranstaltungen in Deutschland fänden vor allem digital statt.

Aus diesem Anlass laden die Organisatoren zu einer Premiere: Erstmals soll am Weltgebetstag ein bundesweit zentraler Online-Gottesdienst über YouTube ausgestrahlt werden (und zwar hier). Die 60 Minuten lange Feier wird den Angaben zufolge von einem ökumenischen Team altkatholischer, baptistischer, evangelisch-lutherischer und römisch-katholischer Frauen vorbereitet.

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Gruppe effata [!] aus der Jugendkirche des Bistums Münster, wo auch die Aufzeichnung stattfindet. Der Gottesdienst mit Überraschungsbeiträgen aus aller Welt beginnt um 19 Uhr und wird zeitgleich im Fernsehen auf Bibel TV ausgestrahlt. Ein digitales Liedblatt zum Mitsingen finden Sie hier auf der Webseite des Weltgebetsags.

Auf ihrer Website präsentiert der Verein darüber hinaus Ideen, wie der Weltgebetstag 2021 auch in den Kirchengemeinden coronakonform gefeiert werden kann, darunter ein Stationen-Lauf im Freien, Telefon-Andachten und Spendentütchen. Für mehr Anregungen, hier entlang.

Was ist der Weltgebetstag der Frauen?

Der Weltgebetstag wird immer am ersten Freitag im März gefeiert und macht jedes Jahr auf die Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes aufmerksam. Die Idee zu der inzwischen weltgrößten ökumenischen Basisbewegung von Frauen stammt aus den USA, wo sich Christinnen 1887 erstmals zu einem Weltgebetstag versammelten. Seit rund 70 Jahren wird dieser Tag auch in Deutschland begangen.

Am Freitag um 19 Uhr findet der Online-Gottesdienst statt.

Ausstellung: Rebellinnen - Frauen, die die Welt verändert haben

Sophie Scholl (c)EPV/Kuhlendahl

Sophie Scholl, Argula von Grumbach, Liselotte Nold, Bertha von Suttner, Nina Hagen oder Angela Merkel: Mädchen und Frauen haben in allen Epochen der Zeit die Welt verändert. Manche haben es mit ihren Taten bis in die Geschichtsbücher geschafft, andere sind in Vergessenheit geraten.

Die Leih-Ausstellung "Rebellinnen" des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V. würdigt ihre Errungenschaften in Politik, Wirtschaft, Soziales, Religion, Kultur und Gesellschaft. Sie soll Menschen inspirieren, ihre Ziele zu verfolgen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Mehr Informationen zur Ausstellung erhalten Sie auf der Website ausstellung-leihen.de.

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Hoffnung und Aufbruch stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstags der Frauen am 6. März. Christinnen verschiedener Konfessionen aus Simbabwe stellten die Liturgie unter das Motto "Steh auf, nimm deine Matte und geh!". Trotz Dürre, Hunger, Misswirtschaft und Korruption in dem afrikanischen Land vermittelten die Simbabwerinnen über das Johannes-Evangelium eine Botschaft der Hoffnung.