18.10.2018
"Kirche in Bayern"

Evangelische Fusion in Garmisch und Partenkirchen

Vor mehr als 80 Jahren wurde aus den ursprünglich getrennten Orten Garmisch und Partenkirchen die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. Die evangelischen Kirchengemeinden jedoch waren noch bis vor kurzem eigenständig. Durch Initiative der Gemeinden ist ein großer Stein ins Rollen gekommen. Und es gelang, was sich vor ein paar Jahren kaum einer vorstellen konnte.
Nach 80 Jahren, die Garmisch und Partenkirchen eine politische Gemeinde ist, schließen sich jetzt auch die evangelischen Kirchengemeinden zusammen. Ausgegangen ist die Initiative von Gemeindegliedern und den Kirchenvorständen.

Garmisch und Partenkirchen liegen historisch ganz nah beisammen. Politisch zusammengeführt wurden die beiden Orte aber im NS-Regime zu den Olympischen Winterspielen 1936. Das nagt heute noch an manchem Bürger. Allerdings sind die Orte mittlerweile zusammengewachsen und die Gemeindemitglieder nahmen die politische Trennung schon längst nicht mehr so genau, besuchten den Gottesdienst oder Veranstaltungen der Kirche dort, wo es ihnen besser gefiel.

Grund genug für die Kirchenvorsteher der beiden Gemeinden, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ohne Kompromisse war das natürlich nicht möglich und es war auch kein schneller und einfacher Weg zur Zusammenführung. Seit 2017 sind die größten Steine aus dem Weg geschafft und Garmisch-Partenkirchen ist eine evangelische Gemeinde.

TV-Tipp: "Kirche in Bayern"

Kirche in Bayern - Das ökumenische Fernsehmagazin

Das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ läuft immer sonntags auf den bayerischen TV-Regionalsendern – unter anderem um 15.30 Uhr auf münchen.tv und um 18.30 Uhr bei Franken Fernsehen. Weitere Sender und Sendezeiten finden Sie unter www.kircheinbayern.de/ausstrahlung.

Redaktion: Evangelisches Fernsehen (efs)
Evangelischer Presseverband für Bayern e.V. (EPV)
 

 

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Martin Brons und Annette Lichtenfeld
Autor
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efs