4.06.2020
+++ Coronavirus und Kirche +++

Viele Corona-Helfer zu Münchner Fronleichnamsgottesdienst eingeladen +++ Zahl der Arbeitslosen steigt

Aktuelles zum Coronavirus und seinen Auswirkungen auf kirchliche Einrichtungen, Veranstaltungen und unseren Alltag lesen Sie hier im Sonntagsblatt.de-Newsticker.
Dossier Corona Virus Coronavirus

Die Zahl der Arbeitslosen steigt weiter

15.56 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist aufgrund der Corona-Krise im Mai zum zweiten Mal und nun auf über 290.000 gestiegen. Damit lag die Arbeitslosenquote in Bayern im Mai bei 3,8 Prozent und um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, wie das bayerische Sozialministerium am Mittwoch bekanntgab. Nach Ministeriumsangaben seien aber die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt weiterhin gut.

Am bayerischen Arbeitsmarkt seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin deutlich zu spüren, sagte Arbeitsministerin Carolina Trautner zu den am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai. Dennoch gebe es nach wie vor einen Überhang an freien Ausbildungsplätzen im Vergleich zu den Bewerbern. So entfielen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber rund 170 unbesetzte Ausbildungsstellen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bayern warnte vor einem Einbruch des Arbeitsmarktes angesichts der Corona-Krise. Neben der Beschäftigungssicherung müsse nun die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten ins Zentrum rücken, betonte der DGB. Man sehe derzeit eine "steigende Arbeitslosigkeit auf breiter Front, und zwar sowohl in der Grundsicherung als auch in der Arbeitslosenversicherung", heißt es weiter. Die Staatsregierung sei gefordert, sich auf Bundesebene für ein schnelles und starkes Konjunkturprogramm einzusetzen.

Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) rechnet nicht mit einer Trendumkehr am Arbeitsmarkt. Man habe einen Anstieg der Arbeitslosen und weiterhin große Unsicherheiten in den Unternehmen. Die knapp 140.000 Kurzarbeitsanzeigen für rund zwei Millionen Beschäftigte durch die Unternehmen seien historische Höchststände. Die Unternehmen täten aus Sicht des vbw aber alles, um Liquidität für den Bestand ihrer Betriebe und damit der Belegschaft zu sichern. Um einen schnellen Neustart zu ermöglichen, brauche man ein Belastungsmoratorium für die Unternehmen. Dazu gehöre der Verzicht auf die vorgesehene Verschärfung der Befristungsregeln. 

Viele Corona-Helfer zu Münchner Fronleichnamsgottesdienst eingeladen

Donnerstag, 4. Juni, 14.18 Uhr: Der Fronleichnamsgottesdienst am 11. Juni mit dem Münchner Erzbischof Reinhard Marx soll auch eine Danksagung an Helfer in der Corona-Pandemie sein. Da wegen der Hygieneschutzmaßnahmen nur 70 Gäste im Münchner Liebfrauendom teilnehmen können, werde ein repräsentativer Querschnitt der Stadtbevölkerung eingeladen, teilte das Erzbistum am Donnerstag mit.

Ein Fokus liege dabei auf Menschen, die den Kranken und Notleidenden in der Corona-Krise helfen, etwa aus dem Gesundheitswesen und Altenheimen, aus Nachbarschaftshilfe, Obdachlosenarbeit, Suppenküchen oder der Bahnhofsmission. Einige Plätze sollen Gläubigen zur freien Verfügung stehen, der Einlass beginnt um 9.30 Uhr. Die traditionelle Fronleichnamsprozession mit sonst Tausenden Teilnehmern entfalle. Dafür werde Kardinal Marx nach dem Gottesdienst in einer kleinen Sakramentsprozession vor dem Dom die Stadt segnen. Der Gottesdienst um 10 Uhr wird auch im Internet per Stream übertragen.

Institut: Kurzarbeit erreicht Rekordzahlen

Mittwoch, 3. Juni, 08.24 Uhr: Im Mai waren nach Angaben des ifo Instituts in München mit 7,3 Millionen Beschäftigten so viele Personen in Kurzarbeit wie nie zuvor. "In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen", sagte der Arbeitsmarktexperte Sebastian Link am Dienstag in München. In der Corona-Krise hatten die Unternehmen ursprünglich 10,1 Millionen Arbeitnehmer zur Kurzarbeit angemeldet. Laut ifo Institut wurden davon tatsächlich 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt.

Dem Forscher zufolge arbeiteten in den wirtschaftsnahen Dienstleistungen 2,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit, das waren 24,5 Prozent der Beschäftigten. In der Industrie waren es 2,2 Millionen Menschen, oder 31 Prozent aller Beschäftigten, im Handel 1,3 Millionen Menschen oder 29,7 Prozent. Besonders gering war die Zahl auf dem Hoch- und Tiefbau mit 22.000 Arbeitern oder 4,1 Prozent der Beschäftigten, hieß es. Ursprünglich angemeldet waren 163.000 Mitarbeiter.

Für die übrigen Wirtschaftszweige, die durch die Umfrage nicht erfasst wurden, schätzt das ifo die Kurzarbeit auf 1,3 Millionen Menschen oder 11,3 Prozent der Beschäftigten.

Im Gegensatz zur Finanzkrise, als über 80 Prozent der Kurzarbeiter in der Industrie beschäftigt waren, werde Kurzarbeit in der Corona-Krise über fast alle Wirtschaftszweige hinweg eingesetzt, hieß es. Grundlage dieser Zahlen sind die Konjunkturumfragen des ifo, bei denen im Mai erstmals der Anteil der Kurzarbeiter der Firmen abgefragt wurde. 

Bundesländer wollen keine erweiterten Sonntagsöffnungen

Samstag, 30. Mai, 10.07 Uhr: Die Bundesländer planen derzeit keine erweiterten Sonntagsöffnungen von Geschäften zum Ankurbeln der Konjunktur nach der Corona-Krise. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes epd in den zuständigen Ministerien ergab, gibt es nirgendwo konkrete Pläne dazu. Einzig Niedersachsen zeigte sich offen. Grundsätzlich seien Sonntagsöffnungen ein geeignetes Instrument, den stationären Einzelhandel zu stärken, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Dazu werde aber eine breite gesellschaftliche Diskussion gebraucht, ergänzte sie.

Zunächst wurden aber in Niedersachsen wie in vielen anderen Bundesländern auch die am Anfang der Corona-Pandemie geltenden Ausnahmen für Sonntagsöffnungen wieder zurückgenommen, teilweise schon um Ostern. In Bayern habe es keinen einzigen Antrag von Händlern für flexiblere Öffnungszeiten gegeben, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in München. Auch in Berlin wurde von der Möglichkeit, Geschäfte sonntags von 12 bis 18 Uhr zu öffnen, kaum Gebrauch gemacht, wie die dortige Senatsverwaltung mitteilte.

Die Bundesländer haben unterschiedliche Regelungen für verkaufsoffene Sonntage. Wegen des Sonntagsschutzes sind solche verkaufsoffenen Tage begrenzt. Eine Ausweitung wird unter anderem von Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen strikt abgelehnt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte zur Ankurbelung der Konjunktur nach der Corona-Krise erweiterte Ladenöffnungszeiten vorgeschlagen. In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte er, er könne sich "etwas mehr verkaufsoffene Sonntage, etwas mehr Flexibilität bei den Ladenöffnungszeiten" vorstellen. "Das hat noch niemandem geschadet", sagte Altmaier. Es gebe den Menschen "mehr Freiheit".

Corona-Krise: Landeskirche gibt eine Million Euro für Partnerkirchen

Freitag, 29. Mai, 11.42 Uhr: Die bayerische evangelische Landeskirche stellt in mehreren Initiativen insgesamt rund eine Million Euro an Hilfen für ihre Partnerkirchen in der Corona-Krise zur Verfügung. So gingen 100.000 Euro direkt an die weltweit 20 Partnerkirchen: Mit dem Geld könnten vor Ort Lebensmittel, medizinische Ausrüstung oder Hygienemaßnahmen bezahlt werden, teilte die Landeskirche am Freitag in München mit. Daneben habe die Landeskirche weitere 500.000 Euro bereitgestellt, die die Partnerkirchen über das Genfer Hilfsbündnis ACT (Action of Churches Together) in der Corona-Krise abrufen können. Diesem Bündnis gehören den Angaben zufolge 145 Kirchen und Organisationen aus aller Welt an.

Für den Lutherischen Weltbund stelle die Landeskirche 80.000 Euro für die Ersthilfe in Flüchtlingslagern in Lateinamerika, Afrika und im Nahen Osten zur Verfügung. Weitere 330.000 Euro seien über eine Spendenaktion des landeskirchlichen Partnerschaftszentrums Mission EineWelt in Neuendettelsau zusammengekommen: Dort habe man im März zu Spenden aufgerufen, um den weltweiten Partnerkirchen unter anderem bei der medizinischen Versorgung, der Aufklärungs- und Präventionsarbeit oder der Lebensmittelversorgung beizustehen. 165.000 Euro an Spenden seien eingegangen, die die Landeskirche mit Mitteln aus ihrem Haushalt verdoppelt hat.

Die Landeskirche weist in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass für die Verwendung der bereitgestellten Gelder strenge Regeln gelten. Schließlich sollten die Mittel nicht dazu dienen, Strukturen zu stützen, die schon vor der Corona-Krise in Schieflage geraten waren. Der zuständige Oberkirchenrat Michael Martin sagte, dass die Corona-Pandemie die enge Verbundenheit mit den Partnerkirchen verstärkt habe. Es werde deutlich, "dass schnelle Hilfe und ordentliche Nachweise auch in Krisenzeiten zusammen gehen können und müssen".

Fussek: Corona-Krise macht Fehler in der Pflege sichtbar

Donnerstag, 28. Mai, 10.39 Uhr: Der bayerische Pflege-Experte Claus Fussek sieht in der Corona-Krise die "einmalige Chance", aus den Fehlern in der Pflege der vergangenen Jahrzehnte Konsequenzen zu ziehen. "Es ist schon irre, dass wir so einen Wahnsinn gebraucht haben, um die Probleme sichtbar zu machen", sagte der Kritiker des deutschen Pflegesystems im Interview mit dem Radiosender Bayern 2 am Donnerstag. Es brauche eine bessere Bezahlung im Pflegebereich sowie mehr und bessere Pflegekräfte.

Natürlich müsse man Gewinne machen, räumte Fussek ein. Doch das Geld müsse auch bei den Pflegekräften, bei den Behinderten und bei den Pflegebedürftigen ankommen. "Ein funktionierendes Gesundheits-Pflege-System ist der Stabilitätsfaktor einer Gesellschaft." Außerdem sei eine Hospizkultur notwendig, mahnte Fussek. "Es ist doch irrsinnig, viele Menschen, die im Sterben sind, noch herumzutransportieren, als dass wir in den Heimen sagen, 'wir sind darauf aufgestellt, Menschen palliativ zu begleiten'."

Fussek kritisierte aber auch die Untätigkeit der Pflegekräfte. Denn diese seien nicht einmal zu fünf Prozent gewerkschaftlich organisiert. "Würden Pflegekräfte untereinander solidarisch sein, zusammen mit den alten Menschen, den pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen, diese Gruppe wäre die mächtigste Berufsgruppe in der Gesellschaft."

Evangelische Erzieherinnen und Erzieher erhalten mehr Gehalt

Mittwoch, 27. Mai, 12.40 Uhr: Erzieherinnen und Erzieher in evangelischen Einrichtungen und in den Sozialdiensten erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2020 höhere Gehälter. Wie die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) am Mittwoch mitteilte, verdient die Leiterin einer Kindertagesstätte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit mindestens 100 Plätzen in der Endstufe 6 zukünftig 4.960 Euro, 266 Euro mehr als zuvor.

Auch die Bezüge einer Erzieherin oder eines Erziehers erhöhen sich in der höchstmöglichen Stufe. Sie steigen von 3.603 auf 3.934 Euro an. Grund hierfür ist, dass sie nun langjährige Mitarbeiter in ihrer jeweiligen Gehaltsgruppe in die höchste "Erfahrungsstufe" aufsteigen können. Die tarifliche Erhöhung zum 1. März für alle Beschäftigten beträgt 3,15 Prozent oder mindestens 90 Euro im Monat.

Oberkirchenrat Nikolaus Blum, der Vertreter der kirchlichen Körperschaften und damit der kirchlichen Arbeitgeberseite in der ARK, erklärte, die Kirche konkurriere auf der Suche nach guten Mitarbeitenden mit Arbeitgebern, die nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes bezahlen. "Mit dem ziehen wir jetzt gleich - oder übertreffen ihn sogar." Der Vertreter der Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst, Klaus Klemm, erklärte, die Coronakrise hätte die Bedeutung der Mitarbeitenden im Erziehungs- und Sozialdienst noch einmal besonders deutlich gemacht. Er freue sich daher, "dass die Bezahlung für die kirchlichen Angestellten ihrer Bedeutung entspricht".

Die Arbeitsrechtliche Kommission beschließt für die Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie die Arbeitsverträge und die Entgelte. Ihre Entscheidungen betreffen nach eigenen Angaben derzeit rund 117.000 Mitarbeitende. Die ARK besteht aus 16 unabhängigen Mitgliedern und ist paritätisch mit Vertretern der Mitarbeitenden und der Träger der Einrichtungen besetzt.

IfW: Nähe zu Ischgl erhöht die Corona-Infektionsrate

Mittwoch, 27. Mai, 12.33 Uhr: Die geografische Nähe zu Ischgl im österreichischen Tirol ist offenbar einer der Hauptrisikofaktoren für Corona-Infektionen in Deutschland. Landkreise, die näher an der "Superspreader-Location" Ischgl liegen, haben systematisch höhere Infektionsraten als weiter entfernte, teilte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) mit. Von anderen Corona-Hotspots wie dem Kreis Heinsberg (NRW) oder Mulhouse an der französischen Grenze gehe kein vergleichbarer Einfluss auf das Infektionsgeschehen in Deutschland aus. Das IfW hatte für seinen Corona-Monitor Daten des Robert-Koch-Instituts aus den 401 Landkreisen ausgewertet.

"Schon ein um zehn Prozent kürzerer Anfahrtsweg nach Ischgl erhöht die Infektionsrate im Durchschnitt um neun Prozent", sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. "Lägen alle deutschen Kreise so weit weg von Ischgl wie der Kreis Vorpommern-Rügen, gäbe es in Deutschland fast 50 Prozent weniger Infektionen mit dem Coronavirus." Daten vom 20. März zeigten auch, dass ein Drittel aller Fälle in Dänemark und ein Sechstel aller Fälle in Schweden auf Ischgl zurückgeführt werden konnten.

Andere Faktoren wie Handelsverbindungen nach China, Altersstruktur, Ausländeranteil oder ein "Home-Office-Index" hätten dagegen nur geringen Einfluss auf die Infektionsrate, so Felbermayr. Größere Bedeutung habe dagegen der Anteil der katholischen Bevölkerung. "Die katholische Kultur scheint die Zahl der Fälle zu erhöhen - wahrscheinlich durch die vielen Karnevalsfeiern Ende Februar." Untersucht wurden nur die Infektionsraten, nicht aber die Sterblichkeitsrate.

Söder: Lockerungen wie in Thüringen seien gefährlich

Dienstag, 26. Mai, 14.33 Uhr: Vor überstürztem Handeln bei der Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gewarnt. Bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts sagte Söder, ein Paradigmenwechsel, wie er in Thüringen angedacht worden sei, "wäre ein Rückschritt und gefährlich gewesen". Denn Corona bleibe da.

Desinfektion, Masken und Abstand seien derzeit das weltweit einzige Schutzkonzept gegen das Corona-Virus, erklärte Söder. Dies aufzugeben, bedeute "wehrlos" zu werden. "Hoppla-Hopp-Orgien verunsichern die Menschen mehr, als die meisten glauben". Vorbehalte hat Söder auch gegen Lockerungen für Urlaubsreisen. "Wir als Bayern sind da ein gebranntes Kind", nachdem viele Skifahrer aus Österreich die Krankheit in das Bundesland gebracht hätten. Reiserleichterungen müssten "eine Grundsatzfrage der Koalition" sein, betonte Söder als CSU-Vorsitzender.

Das Kabinett hat am Dienstag eine neue Strategie für Corona-Tests beschlossen. Priorität hätten Menschen in medizinischen und pflegerischen Berufen und Patienten und Bewohner von Einrichtungen, erklärte Söder. Außerdem sollen Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte getestet werden. Wer Corona-Symptome hat, soll binnen 24 Stunden getestet werden und spätestens nach 48 Stunden ein Ergebnis bekommen. Wer keine Symptome hat, soll innerhalb von einer Woche ein Ergebnis haben. Die Gesundheitsämter sollen 1.000 zusätzliche neue Stellen bekommen.

Angesichts der immer geringer werdenden Infektionszahlen lockert der Freistaat in verschiedenen Bereichen die Beschränkungen erneut. Ab 1. Juli sollen alle Schulkinder und Kindergartenkinder wieder in die Einrichtungen und Schulen zurückgekehrt sein, sagte Söder. Die bayerische Regierung könne sich vorstellen, "nach den Sommerferien in den normalen Regelbetrieb überzugehen". Wenn regional mehr Infektionen gezählt würden, müsse man dann dort aber wieder einschränken.

Am 8. Juni können Freibäder, Tanzschulen, Fitnessstudios und Reha-Einrichtungen den Betrieb wieder aufnehmen. Ab 15. Juni können in Bayern wieder kulturelle Veranstaltungen mit 50 Teilnehmern in Räumen und mit 100 Personen im Freien stattfinden.

56 weitere Corona-Infizierte in Regensburger Asylunterkünften

Dienstag, 26. Mai, 08.14 Uhr: Nachdem in der vergangenen Woche vier positive Fälle von Covid-19-Erkrankungen in der Flüchtlingsunterkunft "Pionierkaserne" in Regensburg festgestellt wurden, hat das Gesundheitsamt Regensburg nun eine Reihenuntersuchung der Asylbewerber angeordnet. Demnach sind von 127 Personen 56 positiv und 71 negativ getestet worden, teilte die Regierung der Oberpfalz am Montag mit. Von den positiv getesteten Personen wiesen die allermeisten keine Symptome auf, einige wenige hätten leichte Symptome wie Kopfschmerzen.

Die 56 Infizierten seien umgehend unter Quarantäne gestellt und von den Nicht-Infizierten räumlich getrennt worden. Die übrigen Bewohner seien in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Regensburg in verschiedenen Kohorten in der Flüchtlingsunterkunft isoliert worden. Die gesamte Anker-Einrichtung "Pionierkaserne" stehe nun unter Quarantäne, außerdem gelte ein generelles Aufnahme- und Verlegungsverbot.

Zusätzlich seien in der vergangenen Woche 42 positive Testergebnisse in der Gemeinschaftsunterkunft "Dieselstraße" bekanntgeworden sowie ein Fall in der Gemeinschaftsunterkunft "Alte Straubinger Straße". Damit sei der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die Stadt Regensburg überschritten worden.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit bei 72,08 und damit über dem vom RKI festgelegten Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. "Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen - in diesem Fall ist das Infektionsgeschehen auf Asylbewerberunterkünfte in der Pionierkaserne und der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße beschränkt - müssten aber keine allgemeinen Beschränkungen in der Stadt Regensburg eingeführt werden", teilte die Regierung der Oberpfalz mit.

Innerhalb der Einrichtung "Pionierkaserne" gelten verschärfte Hygienemaßnahmen, hieß es. Bereits Ende März seien mögliche Risikopatienten mit Vorerkrankungen über das Infektionsgeschehen aufgeklärt worden. Es sei auch eine separate Unterbringung in einem geschützten Bereich angeboten worden. Diese sei aber von den meisten Risikopatienten abgelehnt worden. Die anderen hätten bereits nach wenigen Tagen die "freiwillige Selbstisolation" aufgegeben und sich für eine reguläre Unterbringung in der Anker-Einrichtung entschieden.

Bedford-Strohm: Corona-Krise wird fundamentale Folgen haben

Montag, 25. Mai 2020, 16 Uhr: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm prophezeit gesellschaftliche Veränderungen durch die Corona-Pandemie. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt er, die Corona-Krise werde fundamentale Folgen für die sozialpsychologischen, sozialkulturellen und sozialspirituellen Tiefenstrukturen unserer Gesellschaft haben. Der bayerische Landesbischof äußert sich in dem Beitrag auch zu Vorwürfen gegen die Kirchen, sie hätten in der Krise versagt. Vergangene Woche hatte die ehemalige Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) den Kirchen vorgeworfen, Schwache und Kranke allein gelassen zu haben. Das hatte Widerspruch hervorgerufen.

Bedford-Strohm wendet sich gegen theologische Deutungen, die Corona-Pandemie sei eine Strafe Gottes. Versuche, Gott zu erklären, führten nicht weiter. Das Staunen über Gottes Unbegreiflichkeit gehöre zum Glauben dazu. Aber durch Jesus Christus, in dem sich Gott offenbart habe, sei deutlich zu sehen, dass Gott kein Rachedämon sei. Er schicke kein Virus, um Menschen zu bestrafen und dazu noch so, dass damit zuallererst die Schwachen und Verletzlichen getroffen würden.

Wer den Glauben ernst nehme, der übe Verantwortung. Die Kirchen und ihre Mitarbeitenden hätten versucht, unter schwierigen Bedingungen ihren Dienst zu tun. Gerade bei der Seelsorge in Altenheimen und Krankenhäusern war das mit unauflöslichen Zielkonflikten verbunden - zwischen dem dringlichen Wunsch nach größtmöglicher, auch körperlicher Nähe einerseits und der Begrenzung des gerade hier potenziell tödlichen Ansteckungsrisikos andererseits, schreibt Bedford-Strohm. In diesen Zielkonflikten Menschen auch etwas schuldig geblieben zu sein, ist eine Last, die wir zu tragen haben und nur in Gottes Hand legen können.

Die erste Erkenntnis aus der Krise sei, dass der Mensch trotz materieller und technologischer Möglichkeiten verletzlich sei. Krankheit und Tod seien vor der Krise oft gedanklich in die Krankenhäuser und Altenheime abgeschoben worden. Plötzlich dächten aber alle über Krankenhauskapazitäten, Sterberaten, Ansteckungsrisiken und Trauergottesdienste nach. Aufgabe der Kirche nach der Krise könne es sein, die Grenzen menschlicher Möglichkeiten zu sehen und die Frage nach Gott und damit nach dem Sinn menschlichen Seins neu zu stellen.

Die Krise könne außerdem ein Anlass sein zum Nachdenken, wie die Menschen ihren Lebensstil den Grenzen des Planeten anpassen könnten.

Corona-Demos in Bayern verliefen weitgehend geordnet und friedlich

Sonntag, 24. Mai 2020, 18 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat eine positive Bilanz zu den Demonstrationen am Wochenende gezogen. Von Freitag bis Sonntag habe es rund 100 Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen gegeben, die weitgehend geordnet und friedlich verlaufen seien, wie das Innenministerium in München mitteilte. Die Mehrheit der Demonstranten sei erkennbar bemüht gewesen, die für den Infektionsschutz notwendigen Mindestabstände und Hygienevorschriften einzuhalten.

Einige größere Versammlungen wie etwa die für Samstag auf der Münchner Theresienwiese angemeldete Demonstration fanden wegen eines Unwetters erst gar nicht statt. Laut Polizeiangaben stammten die Teilnehmer überwiegend aus dem friedlichen, bürgerlichen Lager. Bei mehreren Versammlungen sei eine klare Distanzierung zu radikalen Personen aus dem linken und rechten Spektrum, zu Reichsbürgern oder Verschwörungstheoretikern zu beobachten gewesen. Einige wenige Uneinsichtige hätten allerdings die Hygienevorschriften missachtetet, das Abstandsgebot ignoriert oder ein aggressives beziehungsweise uneinsichtiges Verhalten an den Tag gelegt, heißt es weiter.

Das regnerische Wetter sorgte auch dafür, dass weitere Corona-Demos etwa in Augsburg und Nürnberg nur von relativ wenigen Teilnehmern besucht wurden. In Augsburg wurden rund 500 statt der angemeldeten 1.000 Teilnehmer gezählt, wie ein Polizeisprecher dem epd auf Anfrage mitteilte. Bei mehreren Protestaktionen gegen die durch die Corona-Pandemie verhängten Grundrechtseinschränkungen in Nürnberg waren laut einer Polizeimitteilung annähernd 500 Teilnehmer anwesend.

Corona: Mehrheit spricht sich für Vermögensabgabe aus

Freitag, 22. Mai 2020, 09.50 Uhr: Die Deutschen haben laut einer Umfrage eine klare Vorstellung davon, wer für die Kosten der Corona-Pandemie aufkommen soll. 51 Prozent halten eine Vermögensabgabe für Reiche für sehr sinnvoll, weitere 30 Prozent halten sie für teilweise sinnvoll, teilte die Universität Freiburg am Dienstag mit. Dagegen sprechen sich nur knapp drei Prozent für generelle Steuererhöhungen aus.

Für die Umfrage haben Forscher der Universitäten München, Freiburg, Stuttgart vom 7. bis zum 17. Mai 2020 über 7.800 Personen in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Einstellungen in der Corona-Pandemie online befragt.

Insgesamt gibt es laut den Wissenschaftlern ein hohes Vertrauen in die Gesundheitsmaßnahmen des Bundes und der Länder. Über 60 Prozent der Befragten halten diese für geeignet, um die gesundheitlichen Folgen in den Griff zu bekommen, heißt es in der Mitteilung. Deutlich skeptischer sind die Deutschen bei der Rettung der Wirtschaft: Nur knapp 35 Prozent sind davon überzeugt, dass die derzeitigen Maßnahmen reichen, die wirtschaftlichen Folgen zu stabilisieren.

Dabei zeigte sich auch, dass sich die gefühlte und die tatsächliche Belastung sehr unterscheiden. So geben den Angaben zufolge Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg an, sich eher weniger stark belastet zu fühlen - obwohl beide Länder am stärksten von hohen Ansteckungszahlen und Todesfällen betroffen sind. Befragte aus den Regionen Chemnitz, Sachsen-Anhalt oder Dresden fühlten sich hingegen besonders stark belastet, auch wenn es dort beispielsweise deutlich weniger Corona-Fälle als im Süden gibt. Am entspanntesten sind den Angaben zufolge die Norddeutschen.

Bisher keine höhere Sterberate durch Corona in Deutschland

Freitag, 22. Mai, 08.48 Uhr: Trotz Corona hat sich nach Einschätzung des ifo-instituts (München) die Sterberate in Deutschland kaum erhöht. Die Forscher der ifo-Niederlassung Dresden errechneten auf Grundlage der Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Sterbewahrscheinlichkeiten unter Beachtung zufallsbedingter Schwankungen, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbefallzahlen nach oben lägen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lasse, sagte Anna Kremer von der Dresdner ifo-Niederlassung. Auch in den besonders gefährdeten höheren Altersgruppen sei bislang keine höhere Sterblichkeit festzustellen. Allerdings dürften sich bei den Zahlen die von Bund und Ländern erlassenen Beschränkungen des öffentlichen Lebens noch nicht vollständig niederschlagen, da die Corona-bedingten Sterbefälle die Infektionen nur mit rund zweiwöchiger Verzögerung widerspiegelten.

Bundeskongress der Jugendarbeit um ein Jahr verschoben

12.10 Uhr: Der in Nürnberg geplante Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit wird vom September 2020 auf den September 2021 verschoben. Das hat am Dienstag der Bayerische Jugendring (BJR) als Mitveranstalter mitgeteilt. Die behördlichen Anordnungen wegen des Corona-Virus machten den Schritt notwendig, hieß es. Das Kongressteam wolle jetzt über ein digitales Angebot für die bundesweite Fachtagung beraten. Der Bundeskongress wird vom Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und TU Dortmund, dem Bayerischen Jugendring (BJR) und der Stadt Nürnberg vorbereitet.

Rund 1.500 Fachkräfte, Ehrenamtliche und Multiplikatoren aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik aus Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern waren zu dem Programm mit rund 160 Veranstaltungen erwartet worden. Die ersten beiden Fachkongresse dieser Art hatten 2002 und 2016 auf dem Campus-Gelände der Technischen Universität Dortmund stattgefunden.

Man konzentriere sich jetzt auf die Planungen für den Termin vom 20. bis 22. September 2021, sagte der Vorsitzende des BJR, Matthias Fack, laut einer Mitteilung. Zum Programm sollen Vorträge, Workshops, Projektvorstellungen und Forschungsberichte sowie eine Meile der Jugendarbeit in der Nürnberger Innenstadt gehören.

Aufnahmestopp in Pflege- und Behinderten-Wohnheimen aufgehoben

10.36 Uhr: Seit Anfang April durften die bayerischen Pflege- und Behinderten-Wohnheime keine neuen Bewohner aufnehmen, um besonders Gefährdete vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Von kommenden Montag an wird dieser Aufnahmestopp aufgehoben, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag mitteilte. Allerdings gebe es Auflagen: Die Heime müssen eigene Konzepte vorlegen, um Bewohner und Personal zu schützen.

Wenn zum Beispiel eine Seniorin aus einem Krankenhaus in ein Pflegeheim verlegt werden soll, könnte die Klinik das erleichtern, indem diese Seniorin zuvor isoliert und negativ auf Covid-19 getestet wurde. Das gelte auch, wenn Menschen von Zuhause in eine Pflegeheim kommen sollten oder wenn sie dorthin zurückverlegt werden, teilte die Staatskanzlei mit. Ferner habe sich das Kabinett dafür ausgesprochen, die vorhandenen Testkapazitäten bei Personal und Bewohnern besser auszuschöpfen.

Notbetreuung für Kinder wird ausgeweitet

Mittwoch, 20. Mai, 08.24 Uhr: Die Notbetreuung für Kinder wird ab dem 25. Mai weiter ausgeweitet. Dann dürfen laut Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) alle Vorschulkinder sowie auch deren Geschwister wieder in den Kindergarten, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag mit. Auch Waldkindergärten dürften dann wieder öffnen, weil hier der Kita-Betrieb an der frischen Luft stattfinde und das Ansteckungsrisiko daher tendenziell geringer sei.

Kinder mit Krankheitssymptomen dürften auf keinen Fall die Kita betreten, hieß es. Auch die Großtagespflege werde wieder geöffnet. Dort werden laut Staatskanzlei maximal zehn Kinder gleichzeitig von zwei oder drei Tagespflegepersonen betreut.

Soweit die Entwicklung des Infektionsgeschehens dies zulasse, sollen ab 15. Juni die Kinder, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden und die Krippenkinder, die am Übergang in den Kindergarten stehen, wieder aufgenommen werden. Zudem sollten ab dann parallel zum Schulbetrieb auch die Schüler der 2. und 3. Klassen wieder in den Horten betreut werden. 

Jugendarbeit will Pläne für "vorsichtige" Öffnung

10.09 Uhr: Einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Jugendarbeit fordert die katholische Jugend (BDKJ) in der Stadt Nürnberg. Während es für die Bundesliga oder die Gastronomie Konzepte gebe, blieben Jugendzentren "einfach mal zu", sagte Daniel Röhrer vom Nürnberger BDKJ-Vorstand am Montag dem epd. "Kinder und Jugendliche fühlen sich nicht gehört". Die Jugendarbeit spiele für junge Menschen aber eine wichtige Rolle, um soziale Kontakte zu halten.

Der BDKJ Nürnberg unterstreicht in einem Brief die Bedeutung der außerschulischen Jugendarbeit. Sie sei "ebenso unverzichtbar in unserer Gesellschaft wie die schulische Bildung oder ausgewählte Wirtschaftszweige". Durch das stark begrenzte soziale Umfeld der eigenen vier Wände würden soziale Spannungen und Konflikte entstehen, die vor allem durch die Jugendarbeit aufgefangen werden müssten. Röhrer betonte, man wolle vernünftig und vorsichtig sein. Die Ehrenamtlichen hätten bisher auch schon bewiesen, dass sie kreative Lösungen hätten. Aber nur digital gehe Jugendarbeit auf Dauer nicht.

Ilona Schuhmacher, Referentin für Grundsatzfragen und Jugendpolitik bei der Evangelischen Jugend Bayern (EJB), sagte dem epd, ihr Verband sei in der Frage defensiv, "weil wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind". Aber Ende Mai sollte auch ihrer Ansicht nach die offene Jugendarbeit wieder loslegen können.

Die EJB ist damit auf der Linie des Bayerischen Jugendrings (BJR). Ihr Vorsitzender Matthias Fack hatte in einer Mitteilung eine "Öffnung der Jugendarbeit mit Sorgfalt und Achtsamkeit" gefordert. Er betonte aber auch, dass die Angebote der Jugendarbeit "unverzichtbar und somit systemrelevant sind". Sie müssten noch in diesem Monat, spätestens zu den Pfingstferien, wieder öffnen dürfen.

Corona-Impfstoff soll ab September getestet werden

Dienstag, 19. Mai, 08.45 Uhr: Noch in diesem Jahr soll nach Angaben der Universität Marburg ein potenzieller Impfstoff gegen das neue Coronavirus in ersten klinischen Versuchen am Menschen getestet werden. "Der Bauplan für den Impfstoff ist fertig. Jetzt muss der Impfstoff für die klinischen Tests noch produziert werden", sagte der Marburger Virologe Stephan Becker am Montag. Becker ist Koordinator des Bereichs Neu auftretende Infektionskrankheiten im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung

Derzeit werde der Impfstoff für die erste klinische Phase von der Firma IDT Biologika in Dessau hergestellt, teilte die Universität Marburg weiter mit. Die Produktion werde voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein, so dass die klinischen Tests im September starten könnten. Dennoch werde in diesem Jahr noch kein Impfstoff zur Verfügung stehen. Die Entwicklung eines Impfstoffs sei ein langwieriger, mühsamer Prozess, erklärte Becker.

Der Impfstoff, der nun für die erste klinische Phase verwendet wird, sei unter der Leitung des Virologen Gerd Sutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt worden. Die klinische Prüfung werde von der Virologin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf geleitet. Addo sei bereits maßgeblich an der Entwicklung des Ebola- und des Mers-Impfstoffs beteiligt gewesen.

Regionalbischöfin: Keine Sonntagsöffnungen wegen Corona

11.04 Uhr: Die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat sich gegen Pläne für eine Sonntagsöffnung von Läden und Geschäften im Zuge der Corona-Krise gewandt. Die Einschränkungen während der Pandemie wie Homeoffice und Kurzarbeit hätten vielen Menschen ihren gewohnten Rhythmus genommen, betonte die evangelische Theologin in einer Pressemitteilung. Dieser Rhythmus sollte durch Sonntagsöffnungen nicht noch weiter verwischt werden.

Denn die Menschen bräuchten gerade in Krisenzeiten einen klaren Rhythmus für ihr Leben, wie ihn der arbeitsfreie Sonntag biete. Das gelte auch für die Mitarbeitenden im Handel und ihre Familien. Der Handelsverband Bayern hatte ein Aussetzung des Verkaufsverbots an Sonntagen gefordert, um den Konsum wieder anzukurbeln.

An die Konsumenten appellierte die Regionalbischöfin, den örtlichen Handel zu unterstützen: "Wir sollten nicht den überregionalen Online-Handel von Großkonzernen nutzen und uns danach wundern, dass kleine Geschäfte vor Ort aufgegeben haben." Wenn Online-Bestellungen nötig seien, dann vorzugsweise bei kleinen Unternehmen oder bei Geschäften im eigenen Ort oder der eigenen Region, empfiehlt Greiner. Das erhalte die Vielfalt und vermeide Transporte. 

Justizminister warnt vor Corona-Betrügereien

Montag, 18. Mai, 09.59 Uhr: Der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hat vor Betrügereien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gewarnt. Kriminelle entwickelten in der realen und der digitalen Welt neue Betrugsmaschen, teilte er am Sonntag in München mit.

Als Beispiel nennt er Erpresserschreiben, in denen gedroht werde, Familienmitglieder mit dem Corona-Virus anzustecken. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) ermittle inzwischen in etwa zwei Dutzend solcher Fälle.

Es gebe auch Corona-Fake-Shops, die gesuchte Artikel wie Schutzausrüstung, Tests oder gar nicht existente wie Impfstoff anbieten, um dann nicht oder zumindest nicht in der versprochenen Qualität zu liefern. Eine Variante dazu sei Phishing, bei dem eine vermeintliche Bestellung dazu genutzt werde, an Kontoinformationen zu kommen oder Schadsoftware zu installieren.

Es gebe zudem Corona-Varianten des falschen Polizisten oder Enkeltrickbetrügers, warnte Eisenreich. Dabei geben sich Kriminelle an der Haustür als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und dringen dann unter dem Vorwand, Corona-Tests oder Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen, in die Wohnung ein. Manche verkaufen dabei wirkungslose Artikel, andere lassen sich Geld geben für die angebliche medizinische Behandlung eines Angehörigen.

Der Minister forderte die Bürger auf, im Alltag und im Internet konsequent wachsam zu sein. "Wer die Sorgen der Bevölkerung in der Corona-Krise ausnutzt, um Straftaten zu begehen, wird nachdrücklich verfolgt", warnte er. Das gelte auch für Betrüger, die Corona-Soforthilfe beim Staat beantragt haben, obwohl sie gar nicht unternehmerisch tätig seien.

SPD-Sozialpolitikerin befürchtet Kita-Schließungen durch Corona

Sonntag, 17. Mai, 14.47 Uhr: Die SPD-Politikerin Doris Rauscher befürchtet dramatische Kita-Schließungen durch die Corona-Krise. Rund ein Viertel der privaten Kitas und Einrichtungen in freier Trägerschaft könnten wegen Geldproblemen gezwungen sein, aufzugeben, betonte die sozial- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion am Freitag in einer Pressemitteilung. Wenn der durch die Pandemie ausgelöste Lockdown ende, könnte es Tausende Kita-Plätze nicht mehr geben. Deshalb fordert Rauscher eine tatsächlich kostentragende Unterstützung" der Kitas und der Eltern durch den Freistaat.

Anti-Corona-Demo in München unter strengen Auflagen - Innenminister Herrmann kündigt "starke Polizeipräsenz" an

Samstag, 16. Mai, 09.26 Uhr: Zur geplanten Demonstration auf der Münchner Theresienwiese gegen die Corona-Beschränkungen sind nur 1.000 Teilnehmer zugelassen. Der Anmelder habe eigentlich 10.000 Demonstranten einladen wollen, aus Infektionsschutzgründen seien diese aber nicht genehmigt worden, teilte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) München mit. Die Demo zum Thema "Grundrechte" sei nach einer Gefahrenprognose des Polizeipräsidiums München und des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt mit strikten Auflagen zugelassen worden.

KVR München und Innenministerium kündigten eine harte Gangart an, sollten sich die Demonstrationsteilnehmer nicht an die Auflagen halten. "Verstöße gegen Abstandsregeln und andere Auflagen werden strikt geahndet", teilte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle mit. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte am Freitag eine "starke Polizeipräsenz" an. Für das Wochenende seien in ganz Bayern bisher rund 70 Versammlungen angemeldet. Allein am Samstag sollen rund 900 Kräfte der Bereitschaftspolizei zusätzlich zu den Einsatzkräften der Landespolizei eingesetzt werden, um die Infektionsschutzmaßnahmen zu überwachen.

"Wir müssen das Recht auf Versammlungsfreiheit und den Schutz vor Corona-Infektionen bestmöglich in Einklang bringen", betonte Herrmann. Für die Demo in München heißt das: So würden unter anderem die Zugänge zur Versammlung kontrolliert, um die Teilnehmerzahl steuern zu können, wie das KVR mitteilte. Außerdem dürfe die Veranstaltung im Vorfeld nicht beworben werden. Beginn sei um 15 Uhr, die Dauer sei auf zwei Stunden begrenzt. Teilnehmer, Passanten und Pressevertreter müssten einen Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander einhalten. Sollten die Infektionsschutzmaßnahmen nicht eingehalten werden, drohten Bußgelder und die Auflösung der Versammlung.

KVR und Innenministerium kündigten aber auch an, dass die Polizei mit Sensibilität und Einzelfallentscheidungen vorgehen werde. "Die Abwägung zwischen dem Versammlungsrecht und möglicherweise gegenläufigen Interessen der Öffentlichkeit oder von Sicherheitsbelangen ist eine Entscheidung, die in jedem Einzelfall sorgsam getroffen werden muss", so das KVR. Die Versammlungsfreiheit sei ein hohes Rechtsgut mit Verfassungsrang. "In der Einzelfallabwägung von Meinungsfreiheit und Gesundheitsschutz wenden wir strenge Maßstäbe an."

Eingreifen werde die Polizei dann, "wenn es erforderlich ist, beispielsweise, um unvertretbare Infektionsgefahren zu unterbinden", teilte das Innenministerium mit. Dafür gebe es ein stufenweises Vorgehen - das Ansprechen des betroffenen Demonstranten, Feststellung der Personalien, Platzverweise oder als letztes Mittel die Auflösung der Versammlung. Allerdings werde kein Demonstrant daran gehindert, seine Meinung kundzutun - sofern er sich an die Regel halte. Hetzerische Provokationen und aufwiegelnde Propaganda von Verschwörungstheoretikern und Extremisten seien aber höchst unverantwortlich.

Am vergangenen Wochenende waren Demos mit Tausenden Teilnehmern gegen die Corona-Beschränkungen aus dem Ruder gelaufen. Nicht alle Teilnehmer hielten sich an die Hygiene- und Abstandsregeln, außerdem wurden Polizisten angegriffen.

Regensburger Museum öffnet & bayerische Landesausstellung beginnt

Donnerstag, 14. Mai, 17.15 Uhr: Das Haus der Bayerischen Geschichte meldet sich nach der Corona-bedingten Schließung zurück. Am 19. Mai werde das Museum in Regensburg seinen Betrieb wieder aufnehmen, teilt das Haus mit. Auch ein neuer Eröffnungstermin für die Bayerische Landesausstellung "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" in Aichach und Friedberg steht: Sie werde am 9. Juni offiziell präsentiert und stehe ab 10. Juni für das Publikum offen.

Für Staatsminister Bernd Sibler (CSU) seien die Eröffnungen ein wichtiger Meilenstein für das kulturelle Leben in Bayern: "Kunst und Kultur brauchen Publikum - und das Publikum sehnt sich nach Kunst und Kultur. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen können uns Kunst und Kultur ein fester Anker sein", sagte er laut Mitteilung.

Im Museum in Regensburg ist mit der Wiedereröffnung die Fotoausstellung "Zeit lang - Erkundungen im unbekannten Bayern" von Sebastian Beck und Hans Kratzer, Redakteuren der Süddeutschen Zeitung, zu sehen. Mit den 33 außergewöhnlichen Bildern zeigten die Journalisten Bayern abseits der großen Touristenströme und brächen mit vielen gängigen Klischees. Die Schau sei kostenlos im Foyer zu sehen und laufe bis 30. August. Zum einjährigen Geburtstag des Museums am 4. Juni steige als besondere Attraktion der Fluchtballon von Naila auf.

Regionalbischöfin: Keine Sonntagsöffnungen wegen Corona

Donnerstag, 14. Mai, 15.40 Uhr: Die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat sich gegen Pläne für eine Sonntagsöffnung von Läden und Geschäften im Zuge der Corona-Krise gewandt. Die Einschränkungen während der Pandemie wie Homeoffice und Kurzarbeit hätten vielen Menschen ihren gewohnten Rhythmus genommen, betonte die evangelische Theologin in einer Pressemitteilung.

Dieser Rhythmus sollte durch Sonntagsöffnungen nicht noch weiter verwischt werden. Denn die Menschen bräuchten gerade in Krisenzeiten einen klaren Rhythmus für ihr Leben, wie ihn der arbeitsfreie Sonntag biete. Das gelte auch für die Mitarbeitenden im Handel und ihre Familien. Der Handelsverband Bayern hatte ein Aussetzung des Verkaufsverbots an Sonntagen gefordert, um den Konsum wieder anzukurbeln.

An die Konsumenten appellierte die Regionalbischöfin, den örtlichen Handel zu unterstützen: "Wir sollten nicht den überregionalen Online-Handel von Großkonzernen nutzen und uns danach wundern, dass kleine Geschäfte vor Ort aufgegeben haben". Wenn Online-Bestellungen nötig seien, dann vorzugsweise bei kleinen Unternehmen oder bei Geschäften im eigenen Ort oder der eigenen Region, empfiehlt Greiner. Das erhalte die Vielfalt und vermeide Transporte.

Bayern gibt 200 Millionen für einen Rettungsschirm Kultur

Donnerstag, 14. Mai, 11.40 Uhr: Nach vielen Hilferufen von Künstlern und Spielstätten hat der Freistaat Bayern seinen Rettungsschirm für Kunst und Kultur von 90 Millionen auf 200 Millionen Euro erweitert. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz die Hilfepakete vor. 140 Millionen sind für Soforthilfen für Künstlerinnen und Künstler vorgesehen. 50 Millionen an Hilfen für 700 kleine und mittlere Theater und Kinos. Man dürfe die Inspirationen aus der Kunst für Bayern nicht vertrocknen lassen, sagte der Ministerpräsident. Zehn Millionen Euro erhalten Musikschulen und die Laienmusikvereine.

Für die Zeit nach Pfingsten machte Söder den Menschen Hoffnungen auf erste Theateraufführungen und Konzerte, die eventuell nach einem Probetrieb stattfinden könnten. "Wenn die Bundesliga wieder spielt und die Gastronomie geöffnet ist, wird es auch für die Kultur Wege geben", sagte er und verwies auf die Konzepte, die für Gottesdienste gefunden worden seien, mit denen gute Erfahrungen gemacht worden seien.

Wann die Zeit für einen Neustart des Kulturbetriebs gekommen sei, werde die Kultusministerkonferenz der Bundesländer abstimmen, sagte der bayerische Kunstminister Bernd Sibler (CSU).  In den größeren Theatern könne das im Herbst der Fall sein. Die Hygienekonzepte würden die Intendanten gerade erarbeiten. Auf eine bundesweite Abstimmung setzt für den Neubeginn in den Kinos auch Filmministerin Judith Gerlach (CSU). Das sei auch im Interesse der Kinos für den Neustart großer Filme.

Neue Website will Paaren in Corona-Beziehungskrisen helfen

Donnerstag, 14. Mai, 10.40 Uhr: Damit Liebe und Partnerschaft in Zeiten von Corona nicht auf der Strecke bleiben, gibt es ein neues Online-Angebot. Die Website "www.damit-die-liebe-bleibt.de" beschäftige sich mit den Themen "partnerschaftlicher Umgang, Liebe und Kommunikation" als Grundlage für eine gelingende Beziehung, sagt Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU). Der neue Online-Auftritt wurde vom Institut für Kommunikationstherapie konzipiert. Eine App werde in Kürze folgen.

"Gemeinsam als Paar die Krise zu meistern ist nicht nur in Zeiten von Corona eine große Herausforderung", sagte Trautner. Die neue Seite wolle Paaren helfen, konstruktiv an ihrer Beziehung zu arbeiten. So gebe es unter anderem einen Beziehungsfragebogen, Videos zu präventiven Maßnahmen sowie eine interaktive DVD-Reihe über gelungene Kommunikation.

Ganz aktuell sei ein Corona-Survival-Guide eingefügt worden, damit Paare die herausfordernde Zeit in der Corona-Krise besser bewältigen können, sagte Trautner. "Wir werden dieses Angebot bald mit der Paaradies-App, die Paare mit Anregungen und Übungen bei der Paarkommunikation unterstützen wird, erweitern." Am 15. Mai ist der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Familie.

Ex-Ethikrat Nagel für Reform der Krankenhausfinanzierung nach Corona

Donnerstag, 14. Mai, 09.00 Uhr: Der langjährige Ethikrat Eckhard Nagel fordert als Konsequenz aus der Corona-Krise eine grundlegende Reform der deutschen Krankenhausfinanzierung. Das heutige Fallpauschalen-System sei sicher kein Zukunftsmodell und solle ersetzt werden durch ein differenziertes Finanzierungssystem, sagte der Bayreuther Medizinprofessor der "Augsburger Allgemeinen". Er sprach sich für mehr generelle Grundfinanzierungen aus, nicht nur wie geplant für Pflegekräfte, sondern auch für Ärzte.

Nagel plädierte zudem für "neue Anreizsysteme für eine bessere Versorgung, die zum Beispiel den Erfolg einer Behandlung in die Vergütung mit einbeziehen". In verschiedenen Ländern zeige sich, dass dies nicht zu Fehlanreizen, sondern zu einer Verbesserung der Versorgung führen könne, erklärte er.

Die generell gute Gesundheitsversorgung in Deutschland sei ein wichtiges Fundament gewesen, um mit der Pandemie umgehen zu können, sagte der frühere Ethikrat. Die positiven Erfahrungen änderten aber nichts an den großen Problemen der deutschen Klinken: "Wo Pflegemangel geherrscht hat, wird er auch weiterbestehen, wo Fachkräfte- und Ärztemangel herrscht, wird er weiterhin zu beklagen sein", warnte der Medizinmanagement-Professor.

Bayerisches Bündnis übergibt Unterschriften für Corona-Zuschlag

Mittwoch, 13. Mai, 14.05 Uhr: Ein Bündnis aus kirchlichen und gewerkschaftlichen Initiativen in Bayern hat mehr als 27.000 Unterschriften für einen Corona-Zuschlag für arme Menschen gesammelt. Für alle Menschen, die auf Hartz IV oder die Grundsicherung im Alter angewiesen sind, fordert die bayerische Initiative "Rechte statt Reste" monatlich 100 Euro "Corona-Zuschlag" zur Grundsicherung, wie der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mitteilt.

Die Petition "Geschlossene Tafeln - wir fordern 100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise!" auf der Plattform Change.org sei inzwischen von 27.681 Bürgern unterzeichnet worden. Die Initiative hat die Unterschriften am Mittwoch an den Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) übergeben. In Ihrem Brief an den Minister schreibt sie, sie könne "nicht nachvollziehen, dass diejenigen Menschen, deren Existenzminimum durch die Krise seit nunmehr zwei Monaten unmittelbar gefährdet ist, immer noch kaum Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der Bundesregierung erfahren".

Seit Beginn der Corona-Pandemie habe die Politik zwar Milliardenhilfen für Betroffene auf den Weg gebracht, heißt es weiter. Doch die Menschen, die schon vor der Krise am Existenzminimum lebten, seien dabei bislang kaum berücksichtigt. Dabei litten gerade arme Haushalte unter den gestiegenen Lebensmittelpreisen, den explodierenden Ausgaben für Hygieneartikel, dem Fehlen des kostenlosen Schul- und Kitaessens oder dem Notbetrieb der Lebensmitteltafeln. Der Bundestag berät am Donnerstag im Rahmen der Verhandlungen über das Sozialschutzpaket II auch über einen Corona-Zuschlag.

Bayern will Demonstrationen nur an geeigneten Orten

Mittwoch, 13. Mai, 10.02 Uhr: Nach Übergriffen und zahlreichen Verstößen sollen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Bayern künftig nur dort stattfinden, wo auch genügend Platz für die notwendigen Abstände ist. Außerdem solle die Polizei stärker darauf achten, dass die Hygienevorgaben eingehalten werden, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier".

Die Polizei werde gegenüber Versammlungsteilnehmern auch weiterhin "die notwendige Sensibilität" zeigen, sagte der Innenminister. Wenn aber jemand meine, "aggressiv und rücksichtslos auftreten zu müssen, werden wir klare Kante zeigen. Daher werden wir die Polizeipräsenz bei Demonstrationen deutlich erhöhen, wo es notwendig ist", kündigte Herrmann an.

Mundschutz auch in Biergärten und Restaurants - außer am Tisch

Dienstag, 12. Mai, 15.15 Uhr: In bayerischen Biergärten und Gaststätten wird nach der Wiedereröffnung ein Abstandsgebot von 1,50 Metern gelten. Wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung mitteilte, müssten das Abstandsgebot sowohl Gäste als auch Mitarbeiter einhalten. Familien und Menschen aus einem Haushalt könnten aber an einem Tisch sitzen. Es werde eine Mundschutzpflicht gelten - außer am Tisch. Auch Mitarbeiter müssten einen Mundschutz tragen.

Unter der Voraussetzung eines weiterhin günstigen Verlaufs des Pandemiegeschehens erfolgt laut Staatskanzlei eine stufenweise Öffnung der Gastronomie: Ab dem 18. Mai können Biergärten und Restaurants im Außenbereich bis 20 Uhr öffnen. Ab dem 25. Mai dürfen wieder Speisegaststätten im Innenbereich bis 22 Uhr öffnen.

Bayerisches Kabinett plant neues Konzept für Demonstrationen

Dienstag, 12. Mai, 15.01 Uhr: Nach den ausufernden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen am Wochenende will die bayerische Staatsregierung ein neues Konzept für Versammlungen in Zeiten von Corona erarbeiten. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) werde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden ein Konzept entwickeln wie Versammlungen möglich sind ohne Dritte zu gefährden.

Es bestehe kein Zweifel an dem hohen Wert des Versammlungsrechts, das von konstitutiver Bedeutung für die demokratische Gesellschaft sei, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Aufgrund der Corona-Pandemie sei es jedoch erforderlich, dass die Vorgaben des Infektionsschutzes beachtet werden, "nur so kann der Spagat zwischen Meinungsfreiheit und Schutz der Gesundheit" gelingen.

In mehreren Städten Bayerns hatten Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. In München und Nürnberg waren deutlich mehr Menschen gekommen, Abstands- und andere Regeln zum Schutz vor Corona waren nicht eingehalten worden.

Bedford-Strohm "entsetzt" über Regelverstöße bei Demonstrationen

Dienstag, 12. Mai, 10.31 Uhr: Der EKD-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm hat sich empört über Proteste gegen Corona-Maßnahmen geäußert, bei denen Abstandsregeln nicht eingehalten wurden. "Ich bin entsetzt über die Bilder von den Corona-Demonstrationen und die Rücksichtslosigkeit, die darauf sichtbar wird", schrieb Bedford-Strohm auf Facebook.

Ein ganzes Land habe über viele Wochen mit großer, aus Einsicht kommender Disziplin die Kontaktbeschränkungen mitgetragen, erklärte der Ratsvorsitzende. Dadurch seien Bilder von überfüllten Krankenstationen und vielen Toten wie in Bergamo oder New York in Deutschland verhindert worden. "Und nun ignorieren viele der Demonstranten von gestern alle diese Regeln und gefährden damit nicht nur sich, sondern vor allem viele andere."

"Man kann über alle Maßnahmen kontrovers diskutieren", sagte der Theologe, der auch bayerischer Landesbischof ist. Aber sich unter Gefährdung anderer Menschen einfach über die Regeln, die gewählte Regierungen nach gründlicher Abwägung beschlossen haben, bewusst hinwegzusetzen, sei nicht in Ordnung. "Und dass Rechtsextreme und alle möglichen Verschwörungstheoretiker das jetzt für ihre Zwecke nutzen, ist umso schlimmer."

Am Wochenende hatten in mehreren deutschen Städten Tausende gegen die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie demonstriert. Manche Teilnehmer vertraten dabei krude Theorien, die die Gesundheitsgefahr durch das neuartige Virus infrage stellen und unterstellen, dass das Virus für Einschränkungen gegen die Interessen der Bürger missbraucht werde.

Internationaler Museumstag am Sonntag findet digital statt

Montag, 11. Mai, 13.35 Uhr: Die Museen in Bayern dürfen seit Montag unter Auflagen wieder öffnen. Aber der Internationale Museumstag am 17. Mai kann noch nicht wie gewohnt mit Veranstaltungen vor Ort stattfinden. Die Landesstelle für nichtstaatliche Museen teilt mit, dass der Tag ins Internet verlegt worden sei.

Stattdessen werde man unter #MuseenEntdecken in den sozialen Medien wie Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube oder den eigenen Webseiten verschiedene Formate anbieten: Live-Führungen, 360-Grad-Rundgänge, interaktive Ausstellungen, Quiz-Spiele, Podcasts oder Video-Beiträge seien geplant.

Auf das Motto "Museen für Vielfalt und Inklusion" nimmt beispielsweise die KZ-Gedenkstätte Dachau Bezug, die auf ihrer Facebook-Seite Live-Rundgänge bieten werde. Das Porzellanikon, das staatliche Museum für Porzellan in Hohenberg an der Eger/Selb, wiederum bietet auf YouTube ab 14 Uhr live einen Blick ins Depot sowie Expertengespräche mit den Kuratoren. Die "kunst galerie fürth" lädt Kinder ab acht Jahren zu einem digitalen Live-Workshop ein. Alle geposteten Beiträge sind aufgelistet auf der Homepage.

Knabenchöre fordern Zeitplan für Öffnungen

Montag, 11. Mai, 13.15 Uhr: Fünf berühmte deutsche Knabenchöre sehen sich mit Blick auf die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Es brauche "dringend klare Rahmenbedingungen und einen Zeitplan für die Wiederaufnahme des Probe- und Konzertbetriebs", erklärten die Ensembles. Es sind die Augsburger Domsingknaben, der Tölzer Knabenchor, die Regensburger Domspatzen, der Windsbacher Knabenchor und der Dresdner Kreuzchor.

Sollten die finanziellen Einbußen infolge der Corona-Einschränkungen noch länger anhalten, seien diese "existenzbedrohend für den Fortbestand der Chöre", hieß es in dem Appell. Die Chöre überbrückten die Krise bislang mit viel Kreativität, "die aber online an ihre Grenzen kommt", hieß es weiter. Proben seien seit Mitte März nicht mehr möglich, virtuelle Alternativen kein adäquater Ersatz.

Zwar werde der Schulbetrieb langsam wieder aufgenommen, jedoch fehle weiter eine politische Aussage oder Entscheidung darüber, wann mit Proben in Kleingruppen oder in Ensemblestärke wieder begonnen werden könne. Diese lange Pause bedeute, dass die Knabenchöre "nahezu vollständig wieder aufgebaut werden müssen", schreiben die Chöre. Zudem sei es in der aktuellen Situation kaum möglich, musikalischen Nachwuchs zu finden.

Regionalbischöfin Greiner entsetzt über Corona-Appell von rechtskonservativen Bischöfen

Sonntag, 10. Mai, 14.03 Uhr: Die evangelische Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat einen Appell rechtskonservativer Bischöfe gegen die Corona-Maßnahmen scharf kritisiert. In ihrer Predigt am Sonntag in der Michaeliskirche Hof äußerte sie ihre Entsetzung darüber, dass mehrere ranghohe Kardinäle, darunter der ehemalige Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation Kardinal Gerhard Ludwig Müller, einen Internet-Appell mit Verschwörungstheorien etwa zu den Einschränkungen der Religionsausübung infolge der Pandemie unterstützt hätten. Dies sei kein Aufruf der katholischen Kirche, sondern von "fehlgeleiteten und fehlleitenden Menschen", so Greiner.

In dem Appell seien Halbwahrheiten ohne Liebe kombiniert mit merkwürdigen Verschwörungsszenarien. "Da sprechen Menschen, denen es primär um die Macht und Freiheit der Kirche geht und die dabei von der Macht der Liebe Jesu weit entfernt sind". Eine Kirche, die auf die Durchsetzung ihrer Freiheit poche, aber den Schutz der Schwachen nicht im Blick habe, sei keine Kirche Jesu Christi.

Im ersten Gottesdienst nach den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen erklärte Greiner, sie stehe dazu, unter den Sicherheitsmaßnahmen Gottesdienst zu feiern, die der Staat und evangelische und katholische Kirche gemeinsam festgesetzt hätten. Singen mit Mundschutz sei gewöhnungsbedürftig. "Doch diese Einschränkungen machen uns nicht wirklich unfrei".

Am Sonntag war die katholische Deutsche Bischofskonferenz auf Distanz zu dem Appell gegangen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, erklärte, die Bewertung der Corona-Pandemie durch die Bischofskonferenz unterscheide sich grundlegend von dem Aufruf.

Kliniken in Bayern auf dem Weg zum normalen Betrieb

Samstag, 9. Mai, 14.56 Uhr: Die Krankenhäuser in Bayern können sich allmählich wieder auf einen gewohnten Betrieb einstellen. Am Samstag trat im Freistaat eine neue Allgemeinverfügung in Kraft, nach der bis auf wenige Ausnahmen reine Privatkliniken und psychosomatische Einrichtungen ohne Einschränkungen in ihren Normalbetrieb zurückkehren, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Krankenhäuser, die für die Versorgung von gesetzlich Versicherten zugelassen sind, müssten zunächst 30 Prozent ihrer Intensivkapazitäten mit Beatmungsmöglichkeit und ein Viertel ihrer Normalkapazitäten für die Versorgung von Patienten mit dem Corona-Virus zur Verfügung halten, hieß es. Vorsorgeeinrichtungen und Rehakliniken sollen 30 Prozent der Kapazitäten reservieren.

Man müsse aber weiter vorsichtig agieren, erklärte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Jeder Schritt müsse im Hinblick auf die Belastung der Kliniken und die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abgewogen werden.

Herrgottskirche mit Riemenschneider-Altar öffnet wieder

Freitag , 8. Mai, 10.40 Uhr: Die Herrgottskirche mit ihrem Riemenschneider-Altar in Creglingen kann nach mehrwöchiger coronabedingter Sperrung am 12. Mai wieder öffnen. Das kleine Gotteshaus am Creglinger Friedhof werde zu den gewohnten Öffnungszeiten von dienstags bis sonntags zugänglich sein, kündigte die Stadtverwaltung Creglingen am Freitag an.

Besonders der von Tilman Riemenschneider (um 1460-1531) geschaffene Marienaltar zieht jährlich mehrere Zehntausend Besucher in die Kirche. Das über neun Meter hohe Kunstwerk mit seinen detailreich aus Lindenholz geschnitzten Figuren zeigt als Hauptmotiv die zum Himmel auffahrende Maria. Auch alle zwölf biblischen Apostel sind in dem Kunstwerk abgebildet.

Statistik: März-Tourismus dramatisch eingebrochen

Donnerstag, 7. Mai, 14.15 Uhr: Der Tourismus in Bayern ist im März wegen der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Wie das bayerische Landesamt für Statistik in Fürth nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, meldeten die knapp 11.000 geöffneten Beherbergungsbetriebe im Freistaat nur eine Million Gäste. Das sei ein Rückgang um 61,5 Prozent im Vergleich zu März 2019. Die Zahl der Übernachtungen sei um 53,4 Prozent auf rund 3,2 Millionen eingebrochen.

Von den Rückgängen seien alle Betriebsarten betroffen: Die höchsten Einbußen hätten im Vergleich zum März 2019 die Jugendherbergen, Campingplätze und Hotels verzeichnet. Bei allen dreien habe es rund 65 Prozent weniger Gästeankünfte gegeben sowie rund 60 Prozent weniger Übernachtungen. Vorsorge- und Rehaeinrichtungen sind offenbar noch glimpflich davongekommen: Hier gab es 33,5 Prozent weniger Gästeankünfte und 22,9 Prozent weniger Übernachtungen.

Flüchtlingsrat befürchtet steigende Ansteckungsgefahr für Geflüchtete

Donnerstag, 7. Mai, 09.53 Uhr: Die Auflockerung der Corona-Beschränkungen in Bayern führt nach Ansicht des bayerischen Flüchtlingsrats zu steigenden Infektionszahlen in den ANKER-Zentren und Gemeinschaftsunterkünften (GUs). Wer in Mehrbettzimmern untergebracht sei und sich mit anderen Bewohnern Küchen, Toiletten und Waschräume teilt, könne weder Mindestabstände einhalten noch physische Kontakte reduzieren, teilte der Flüchtlingsrat am Mittwoch mit.

Entsprechend steige die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Flüchtlinge in Unterkünften weiterhin an. Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert deshalb den Freistaat dazu auf, auf die Unterbringung in Mehrbettzimmern zu verzichten und stattdessen Einzelzimmer zu gewährleisten. Dazu sollten auch Jugendherbergen und Hotels angemietet werden.

Weiter fordert der Flüchtlingsrat, dass Flüchtlinge unbürokratisch aus den Unterkünften ausziehen dürfen sollten, um die Belegung weiter zu entzerren. Es sei "erschreckend, dass die bayerische Staatsregierung an ihrer strikten Lagerunterbringung von Flüchtlingen festhält, obwohl die Flüchtlingsunterkünfte gefährliche Infektionsherde darstellen", kritisiert der Flüchtluingsrat.

"Wer präventiven Infektionsschutz betreiben will, könne dies nur durch ein massives Reduzieren der Belegung der Unterkünfte erreichen", sagt Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats. Die bayerische Staatsregierung unterlasse dies jedoch und nehme "billigend die Durchseuchung der Unterkünfte in Kauf", heißt es weiter.

Ökonomen: Unterricht für alle Altersgruppen während Corona-Krise

Mittwoch, 6. Mai, 11.33 Uhr: Rund 100 Ökonomen aus dem Bereich der Bildungsforschung haben vor den negativen Folgen der Schul- und Kita-Schließungen für die Kompetenzentwicklung von Kindern und Jugendlichen gewarnt. In einem sechsseitigen Papier fordern sie von der Politik "umfassende Maßnahmen, um frühkindliche und schulische Bildung in Deutschland sofort in angepasstem Format für alle Altersgruppen anzubieten", teilten sie am Dienstag mit. Das Papier wurde von Wirtschaftsforschern der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), dem DIW Berlin, der FU Berlin, vom ifo Institut München und von der Universität Würzburg unterzeichnet. 

Die Ökonomen rechnen langfristig mit "beträchtlichen ökonomischen Kosten", sollten die Schul- und Kita-Schließungen nicht adäquat kompensiert werden. So würden Beschäftigte "Gehaltseinbußen von bis zu 10 Prozent pro verlorenem Schuljahr erleiden, und das über das gesamte Berufsleben hinweg", sagte Simon Wiederhold laut Mitteilung. Die Politik müsse sicherstellen, dass sich Bildungsungleichheiten in der Corona-Pandemie nicht weiter vergrößerten, sagte Alexander M. Danzer, Professor für Volkswirtschaftslehre und Mikroökonomie an der Katholischen Universität Eichstätt. Fehlende Endgeräte - ein Problem bei einkommensschwachen Kindern - dürften den Zugang zu digitalen Bildungsformen nicht verhindern.

Sollte Distanzlernen in einzelnen Haushalten nicht möglich sein, müssten die Kinder in eine Notbeschulung aufgenommen werden, schlugen die Wissenschaftler vor. Auch in Kitas sei es angezeigt, altersgerechtes Fördermaterial zum Vorlesen, Malen und Spielen zur Verfügung zu stellen und über Videoanrufe oder Telefonate regelmäßig Kontakt zwischen Fachkräften sowie Kindern und Eltern herzustellen.

In einem zweiten Schritt müsste der Besuch von Kitas und Schulen zumindest zeitweise wieder ermöglicht werden, erläuterten die Forscher. Kleingruppen, die sich tage- oder wochenweise abwechseln, seien dafür geeignet. Schließlich sollten in einem dritten Schritt die Bildungs- und Lehrpläne von Kitas und Schulen für das kommende Jahr angepasst werden. Außerdem forderten die Initiatoren des Aufrufs Strategien und Konzepte klar zu kommunizieren, um Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen nicht länger zu verunsichern. 

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Kommentare

Von Gunther Leupold am Sonntag, März 15, 2020 - 08:41

Ich bin geradezu entsetzt, dass die ELKB nicht die gebotenen Konsequenzen aus der Corona-Gefährdungslage zieht und alle Gottesdienste für diesen Sonntag (15.03.2020) bis auf weiteres sofort absagt.
Die Verantwortlichen für die katholischen Glaubensgeschwister im Erzbistum München geben ein überzeugendes Beispiel ab, wie man adäquat und konsequent auf eine derartige Bedrohungslage reagiert.
Gunther Leupold
Prädikant

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