Das evangelische Dekanat Gräfenberg ist eines der kleinsten Dekanate der bayerischen evangelischen Landeskirche. Es gehört zum Kirchenkreis Nürnberg und hat rund 13.000 Evangelische in zwölf Kirchengemeinden. Pfarrer Reiner Redlingshöfer ist seit 2020 evangelischer Dekan in Gräfenberg. Er ist Nachfolger von Dekanin Berthild Sachs

Die Ortschaft Gräfenberg gehört zum südlichsten Bereich der Fränkischen Schweiz. Die Stadt befindet sich nördlich von Nürnberg im Landkreis Forchheim auf der fränkischen Alb und ist mehrheitlich evangelisch. In der Umgebung sind einzig die Orte Lilling und Sollenberg noch überwiegend katholisch.

Evangelische Dreieinigkeitskirche in Gräfenberg

Die evangelische Dreieinigkeitskirche stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert. Die Grundmauern stammen aus dem Jahr 1248. Die heute als Andachtsraum für die Verstorbenen der Weltkriege genutzte "Läutekammer" im Turmbereich stammt aus dieser Zeit. Sie trägt romanische Züge.

Der gotische Chorraum wurde um 1462 errichtet. Der Altar stammt aus dem Jahr 1701, zuvor stand hier ein Flügelaltar, der nun die Seitenwände im Chorraum schmückt. Die Christusfigur am Altar schnitzte der Nürnberger Bildhauer Jakob Daniel Burgschmiet um 1840.

Mit Einzug der Reformation in Nürnberg, wurden Ortschaften wie Gräfenberg, die durch Nürnberger Landpfleger verwaltet wurden, evangelisch. Die Dreieinigkeitskirche ist seit 1528 lutherisch. Ihren Namen bekam die Kirche jedoch erst um 1725, als die Kirche barockisiert wurde. Seit 2004 beherbergt die Dreieinigkeitskirche eine neue Metzler-Orgel, mit der sonntags das Loblied zu Gottes Ehre erklingt.

Kulturlandschaft Fränkische Schweiz

Die Region ist geprägt von einer vielseitigen Kulturlandschaft: In der Fränkischen Schweiz gibt es die größte Brauereidichte der Welt. Und auch der Slogan „Land der Höhlen und Burgen“ ist nicht übertrieben. In der Region gibt es eine ganze Reihe von Burgen, Schlössern und Ruinen – darunter die Burg Egloffstein hoch über dem Trubachtal, das Wasserschloss Kunreuth oder das Schloss Hundshaupten. Oder die Ruinen in Wolfsberg, Schellenberg oder Thuisbrunn.

Zwölf Kirchengemeinden im Dekanat Gräfenberg

Von den evangelischen Kirchen zwischen Bieberach und Kirchrüsselbach ist vermutlich die Kirche St. Helena zu Großengsee die Bekannteste: Ein steinerner Bau, Erinnerung an die uralte Wallfahrt, die bis in die Reformationszeit stattfand.

Hier sind die Links zu den zwölf evangelischen Kirchengemeinden:

sankt-helena-evangelisch.de

neunkirchen-am-brand-evangelisch.de

affalterthal-bieberbach-evangelisch.de

igensdorf-evangelisch.de

hiltpoltstein-evangelisch.de

kirchrüsselbach-evangelisch.de

kunreuth-evangelisch.de

thuisbrunn.com/de/Kirchengemeinde

egloffstein-evangelisch.de

Tourismus-Attraktion: Osterbrunnen

Für Reisende besonders sehenswert ist der uralte Brauch der Osterbrunnen: Einmal im Jahr schmücken die Ortschaften ihre Dorfbrunnen mit Grünzeug und dekorieren sie mit Ostereiern, Hasen oder sonstigen Schmuckstücken. In Bieberach steht dem Guiness-Buch der Rekorde zufolge sogar der größte Osterbrunnen der Welt: Er bringt es auf zehntausend Eier.

Einrichtungen des Dekanates Gräfenberg

Das Dekanat Gräfenberg hat verschiedene Einrichtungen, dazu gehören:

Das Dekanat Gräfenberg hat zudem eine Partnerschaft mit der lutherischen Gemeinde in Mtwara, Tansania.

Dekanat Gräfenberg

Dekanat Gräfenberg
Kirchplatz 3

91322 Gräfenberg

Dekanat Gräfenberg