7.05.2019
Politik trifft Kirche

Landesbischof Bedford-Strohm und Ministerpräsident Söder über Digitalisierung, Obdachlosigkeit und Europa

Einmal im Jahr treffen sich die Spitzen der bayerischen evangelischen Landeskirche und des bayerischen Kabinetts. 2019 fand der Austausch im Landeskirchenamt in München statt – mit einem runden Tisch und anschließendem Essen. Dabei haben Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über ganz unterschiedliche Themen gesprochen.
Einmal im Jahr treffen sich die Spitzenvertreter der bayerischen Regierung und der bayerischen evangelischen Landeskirche. 2019 war das Kabinett im Landeskirchenamt zu Gast. Worum es in den Gesprächen ging - ein Audio-Beitrag von Elke Zimmermann (efa).

Die zunehmende Digitalisierung birgt nach Einschätzung des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm auch Gefahren für die Demokratie. Hassbotschaften würden im Netz häufig weitergegeben und dadurch von den Algorithmen hochgespült, sagte der Bischof bei einer Pressekonferenz vor dem Treffen von evangelischer Kirchenleitung und Staatsregierung.

Bedford-Strohm: Lösung für gut integrierte Flüchtlinge finden

Ein weiteres Anliegen ist dem Bischof die Situation von gut integrierten Flüchtlingen oder geflüchteten Muslimen, die zum Christentum übergetreten sind, und dennoch auf den Abschiebelisten stehen. Es könne nicht sein, dass die Situation dieser Menschen jeweils als Einzelfall behandelt werde, weshalb übergreifende Lösungen nötig seien, forderte der Bischof, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hob die Bedeutung der Kirche für den Zusammenhalt der Gesellschaft hervor. Denn das christliche Wertesystem, das die Kirche vertrete, habe eine zentrale Bedeutung für das Gemeinwesen, etwa in den Bereichen Erziehung und Bildung. Die fundamentalen Werte der Gesellschaft gründeten auf ursprünglich christlichen Werte wie der Würde des Menschen und dem daraus abgeleiteten Menschenrechten. Deshalb sei es wichtig, dass die Kirche trotz zurückgehender Mitgliedszahlen auch in Zukunft diese gesellschaftliche Funktion wahrnehmen könne.

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