27.09.2020
Evangelische Kirchen in Bayern

Maxfeld: "Reformations-Gedächtniskirche" - Evangelische Kirche im Dekanat Nürnberg

Eine Kirche ganz nach dem Motto "Ein feste Burg ist unser Gott": Im Nürnberger Norden überrascht die Reformations-Gedächtniskirche mit ihrem imposanten, festungsartigen Bau, der Denkmal und Gotteshaus in einem ist.

Im Jahr 1922 wurde in Maxfeld eine neue Kirchengemeinde gegründet. Zunächst diente die 1924 erbaute Luther-Kapelle der Gemeinde als Ort für Gottesdienste, doch schon bald wurde diese zu klein. Denn die Mitgliederzahl war innerhalb kurzer Zeit auf etwa 15.000 angestiegen, wie auf der Homepage der Gemeinde zu lesen ist. So entstanden Pläne für eine größere Kirche.

Denkmal der Reformation

Ursprünglich sollte die Kirche zum Reformationsjubiläum 1917 eingeweiht werden. Da es aber Uneinigkeiten über das Bauprojekt gab, wurde der Grundstein für die Reformations-Gedächtnis-Kirche erst am 11. Juni 1935 gelegt.

Bis 1938 dauerten die Bauarbeiten nach den Entwürfen des Bamberger Architekten Gottfried Dauner. Am 6. November jenen Jahres wurde die Kirche eingeweiht - nur drei Tage vor der Reichspogromnacht.

Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs

Laut Webseite der Gemeinde spielte vor allem der damalige Gemeindepfarrer Heinrich Schick eine wichtige Rolle auf dem Weg zur eigenen Kirche. Schick war zwischen 1934 und 1960 Pfarramtsführer in Maxfeld und tat sich während des Dritten Reiches als Mitglied der Bekennenden Kirche hervor.

Bis zur Einweihung des gegenüber gelegenen Gemeindehauses dauerte es noch bis 1940. Sowohl das Gemeindehaus als auch die Kirche an sich wurden während des Kriegs stark beschädigt.

Danach wurde das Gotteshaus unter der Federführung des Nürnberger Architekten Fritz Mayer wieder aufgebaut.

"Ein feste Burg ist unser Gott"

Inspiriert durch das Lied "Ein feste Burg ist unser Gott" sticht das Gebäude mit den drei Türmen deutlich von seiner Umgebung hervor. Bereits am Eingang grüßen Luther und Spengler, die beiden wichtigen Reformatoren.

Insgesamt ist die Kirche eher schlicht, doch durchzogen von großer Symbolik. Die im Krieg ausgebrannte Decke ist heute mit einer großen Lutherrose verziert.

Evangelische Reformations-Gedächtniskirche-Maxfeld

Die Reformations-Gedächtniskirche-Maxfeld gehört zum Dekanat Nürnberg und damit auch zum Kirchenkreis Nürnberg.

Evang.-Luth. Pfarramt Maxfeld
Berliner Platz 20
90489 Nürnberg

Telefon 0911-58 6370
E-Mail pfarramt.maxfeld-n@elkb.de

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