4.02.2019
Ausstellung im Kirchenspeicher

Speicherfunde in Neupfarrkirche Regensburg als Ausstellungsstücke

Haben Sie auch im Keller Dinge liegen, die noch gut sind und zum Wegschmeißen zu schade? Die Regensburger Neupfarrkirche kennt das auch. Dort liegen Dinge unterm Dach, die bald ein Jahrhundert alt sind. Sicher wertvoll, und sicher zu schade zum wegschmeißen. Im Gegenteil: die Funde eignen sich, um ein Museum zu bestücken. Peter Themessl ist mit einer Kirchenvorsteherin der Kirche unters Dach gestiegen.
Was man beim Frühjahrsputz nicht alles findet? Besonders in einem Kirchturm. Und abgestaubt und glänzend präsentiert sind die ausrangierten Stücke eine Ausstellung wert, findet Autor Peter Themessel

Einhundertzwanzig Treppen müssen Sie bewältigen, bevor Sie durch eine kleine Tür und durch eine sehr dicke Mauer treten können. Aber dort lagern Schätze - wie denkmalgeschützte und sehr schöne, hölzerne Pfeiler, die einmal als Stützen von Emporen dienten.

Über manches Stück rätseln die Mitglieder des Kirchenvorstands Neupfarrkirche selbst. Zum Beispiel über den Zweck einer Metalllampe, die an einer sehr langen und sehr schön gefertigten Kette hängt.

Die Paradestücke sind aber Namensschilder auf Emailleplaketten, die weit über 100 Jahre alt sind. Die waren an den Bänken befestigt, so dass jedes Gemeindeglied einen festen Sitzplatz hatte. Allerdings wußte dann auch jeder, wenn man mal fehlte.

Wer die Ausstellung besichtigen möchte, kann sich beim Pfarramt melden. Besonders nach dem Sonntagsgottesdienst findet sich sicherlich eine Möglichkeit, hoch hinauf ins Gewölbe zu steigen.

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