18.03.2021
Freiwilligendienst

KompassKultur: Politische Bildung im Bundesfreiwilligendienst

Im März durften die beiden Freiwilligen des Evangelischen Presseverbands Bayern, Meike und Magdalena, das Seminar zur politischen Bildung im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes besuchen. Um welche Themen es ging und was Meike dabei erfahren hat, lesen Sie hier.

Schon einen Monat nach unserem letzten Seminar durften wir erneut eine Woche lang an Bildungstagen teilnehmen. Das Seminar zur politischen Bildung wird aber, anders als die restlichen Seminare, nicht vom Träger, sondern von Bildungszentren des Bundes ausgerichtet.

So waren einige, die normalerweise Teil unserer Seminargruppe sind, nicht dabei, da sie ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten, bei dem es dieses zusätzliche Seminar nicht gibt.

Deshalb waren unter den Teilnehmenden größtenteils unbekannte Gesichter dabei. Aber es war schön, auch mit neuen Leuten zu reden und von anderen Einsatzstellen zu erfahren - auch wenn es wieder ein Kennenlernen war, das sich rein online abspielte.

Zu Beginn stellten wir uns deshalb erst einmal einander vor und lernten verschiedene Tools kennen, mit denen wir im Laufe der Woche arbeiteten. So spielten wir zum Abschluss des ersten Tages eine Methode durch, die zu meinem Liebling der Woche wurde: Einen Online-Escape-Room, durch den wir uns zu dritt durchkämpften. Dabei mussten wir Fragen rund um das Thema Politik beantworten, um aus dem Raum zu befreien.

Zivilcourage

Der ganze nächste Tag war dann dem Thema Zivilcourage gewidmet. Dabei überlegten wir uns anhand von Beispielsituationen, ob und wie wir eingreifen würden und könnten. Anhand eines Videos von einem sozialen Experiment konnten wir sehen, wie verschiedene Menschen in der selben Situation handelten. Außerdem sprachen wir einige Grundsätze für das Handeln in brenzligen Situationen durch. Beispielsweise zu versuchen, die Geschädigten aus der Situation herauszuholen und einen Ortswechsel durchzuführen, nicht zu provozieren und immer auf die eigene Sicherheit zu achten.

Der Tag war sehr informativ und auch hilfreich für uns alle. Insgesamt waren wir uns alle einig, dass es absolut sinnvoll ist, sich mit diesem Thema speziell zu beschäftigen und sich auch die Dringlichkeit des eigenen Eingreifens situationsabhängig bewusst zu werden.

Es war auch besonders schön, dass sich nach und nach auch im Verlauf der Woche fast alle noch einmal zu dem Thema zu Wort meldeten und Tipps und Erfahrungen teilten, von denen die anderen Teilnehmenden profitieren konnten.

Eigene Themen

An den nächsten zwei Tagen durften wir außerdem eigene Themen wählen. Wir konnten uns in Gruppen zusammenschließen und gemeinsam eine Rede zu einem für uns wichtigen Thema schreiben und im Anschluss daran den anderen vortragen. Spannend war dabei auch, wie unterschiedlich die gewählten Themen waren und wie unterschiedlich die verschiedenen Gruppen an die Aufgabe herangingen.

In neuen Gruppen wählten wir dann ein weiteres Gebiet, das uns am Herzen liegt. Dazu bereiteten wir eine informative Präsentation vor. In kurzer Zeit entstanden dabei bei beiden Aufgaben beeindruckende Ergebnisse zum Beispiel zu den Themen, Leistungsdruck, Trumps Präsidentschaft, Feminismus sowie Gender und Sexualität.

Der Abschluss

Zum Ende unserer gemeinsamen Woche durften wir schließlich erneut einen Escape-Room lösen. Diesmal konnten wir uns durch die Beantwortung von Fragen rund um Sucht und Drogenkonsum im Stil von "Wer wird Millionär?" mit dem Lösen von Zahlenrätseln und Sortieren von Karten befreien.

Insgesamt war es eine wirklich informative Woche, in der wir viele Themen aufgegriffen haben und dabei auch Teilbereiche beleuchten konnten, die sonst oft untergehen. Alle Freiwilligen waren politisch sehr interessiert und motiviert, miteinander zu arbeiten, was zu dieser gelungenen Woche beitrug.

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