21.01.2021
Gottesdienste Corona-Regeln

Neue Hygiene-Auflagen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt für Gottesdienste in Bayern

Gottesdienste in bayerischen Kirchen finden aktuell unter strengen Hygiene-Auflagen statt. Sonntagsblatt.de hält Sie stets auf dem Laufenden, welcher Rahmen möglich ist.
Ein Sitzplatz in Corona-Zeiten in der Reformations-Gedächtnis-Kirche Maxfeld

Trotz der Corona-Pandemie sind in Bayern Gottesdienste möglich. Allerdings nur mit strengen Hygiene-Regeln. Am 13. Januar veröffentlichte die bayerische Landeskirche (ELKB) zuletzt umfassende aktualisierte Empfehlungen, am 20. Januar verordnete die bayerische Landesregierung zudem eine FFP2-Maskenpflicht für Gottesdienste sowie neue Bestimmungen für die Gesamtbesucheranzahl.

Grundlage für alle Veranstaltungen im kirchlichen Bereich ist weiterhin ein Infektionsschutzkonzept, das schriftlich vorliegen und von einem Leitungsgremium, wie Kirchenvorstand oder Dekanatsausschuss, bestätigt sein muss.

Die aktualisierten Empfehlungen der Landeskirche im Überblick:

Corona-Regeln für Gottesdienste

  • Die Teilnahme an einem Gottesdienst gilt als "triftiger Grund", das Haus zu verlassen.
  • Maskenpflicht: Auch Gottesdienstbesucher müssen künftig in bayerischen Kirchen FFP2-Masken tragen. Dies gilt auch am Platz und im Freien. Sogenannte Faceshields, Kunstoff-Visiere, ersetzen in Bayern keine Mund-Nase-Bedeckung. 
  • Gesang: Gemeindegesang ist untersagt. Lediglich ein Liturg oder eine Liturgin darf ebenso wie ein kleines Ensemble oder Instrumentalensembles singen, sofern ein Abstand zueinander von zwei Metern eingehalten wird. Auch wenn umfangreich Platz vorhanden ist, dürfen nicht mehr als zehn Personen Teil eines Ensembles sein.
  • Mindestabstand: Es gilt immer und überall ein Mindestabstand von 1,5 Metern, Sitzplätze sollen dementsprechend markiert sein. Angehörige des eigenen Hausstands und  Angehörige eines weiteren Hausstands können nebeneinander sitzen, sofern es sich nicht um mehr als 5 Personen handelt.
  • Besucherzahl: Die erlaubte Gesamtbesucherzahl ergibt sich aus der mit Mindestabstand möglichen Anzahl der Sitzplätze. Zudem gilt laut Bayerischer Staatskanzlei künftig für Gottesdienste, die mehr als zehn Teilnehmer erwarten lassen, eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, "sofern keine generellen Absprachen getroffen wurden".
  • Gottesdienstdauer: Es wird empfohlen, für Gottesdienste maximal eine Stunde zu veranschlagen.
  • Liturgisches Sprechen und Predigen: Bei einem Mindestabstand von zwei Metern ist das Sprechen vor der Gemeinde ohne Mund-Nase-Bedeckung möglich.
  • Abendmahl: Abendmahl ist nur in Form der Wandelkommunion erlaubt, der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. 
  • Kollekte: Die Kollekte wird nur am Ausgang eingesammelt oder digital erhoben. Eine digitale Plattform wurde geschaffen, über die landeskirchliche Kollekten digital eingelegt werden können.
  • Gottesdienste im Freien: Es gelten die selben Regeln wie für Gottesdienste in Innenräumen.
  • Ausgangssperre: Die bayernweit gültige nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr gilt auch für Kirchgänger. Tagsüber gilt das Verlassen des Hauses für einen Gottesdienst als "triftiger Grund".

Weitere Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln finden Sie auf der Homepage der Landeskirche

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