16.04.2019
Glauben und Schrauben

Jugendliche schrauben an Bulli für moderne Gemeinde

Unter missionarische Arbeit für junge Leute kann man sich wirklich so Einiges vorstellen. Jugendliche sollen von Jesus hören, außerhalb der Kirchenmauern. Aber was das jetzt mit einem alten VW Bus zu tun, das versucht Micha Götz zu klären. Er ist nach Naila gefahren um sich das Projekt "Jesus Bus" zu ergründen zusammen mit dem Pfarrer Dominik Rittweg.
In Naila steht in einem Hinterhof ein alter Bulli aus den 80er Jahren. Daran schrauben und schleifen schon seit Januar Jugendliche herum. Wie genau der Wagen hinterher aussehen wird, ist noch nicht ganz raus - aber es soll ein Fahrzeug werden, in dem sich auch mal eine Band anstöpseln oder ein Predigtslam stattfinden kann.

Noch befindet sich der "Jesus Bus" in einem schlechten Zustand. Unter der Aufsicht von André, einem Kfz-Meister schrauben die Jugendlichen nun schon seit Januar am VW-Bulli aus den 80er Jahren. Viele von den Jungs haben schon Einiges mitgemacht in ihrem Leben, manche waren als Kind im Heim.

Pfarrer Dominik Rittweg nimmt sie unter seine Fittiche. Vor der Arbeit sprechen sie offen über das Leben, den Glauben und "irgendwelchen Scheiß, der ihnen schon im Leben passiert ist." Dann geht's an die Werkzeuge. Bald wird geschliffen und poliert und hoffentlich im Sommer steht dann ein frisch aufbereitetes, fast-wie-neu-Bulli vor der Tür. Die Um- und Einbauten sind ambitioniert, so Rittweg. "Wir wollen in die Dörfer fahren" und der Bulli soll so eingerichtet sein, "dass sich auch mal eine Band einstöpseln kann". Poetry- oder Predigtslams sollen dann auch rund um den Bulli stattfinden.

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