19.11.2020
Integration

Mittelfränkische Integrationspreise 2020: Auszeichnungen gehen an Projekte für Geflüchtete

Der Verein Arabische Fraueninitiative Erlangen hat den Mittelfränkischen Integrationspreis 2020 erhalten. Zwei weitere Projekte erhielten in diesem Rahmen Auszeichnungen. Wer die Preisträger sind und welche Bedeutung integrative Vereine und Akteure haben.

Der Verein Arabische Fraueninitiative Erlangen hat den Mittelfränkischen Integrationspreis 2020 erhalten.

Die Initiative unterstützt geflüchtete Familien bei gesundheitlichen, familiären, erzieherischen und persönlichen Anliegen, teilte die Regierung von Mittelfranken am Montag mit.

Hilfe zum täglichen Leben und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gehören weiter zum Angebot des 2017 gegründeten Vereins, der sich eine schnelle Integration der Geflüchteten in die Erlanger Gesellschaft zum Ziel gesetzt hat. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Weitere Auszeichnungen

Die Regierung verlieh außerdem zwei zweite Preise mit einem Preisgeld von jeweils 1.500 Euro. Die Kontaktstelle Bürger-Engagement im Landkreis Roth bekommt ihn für das Projekt "Digitale Hausaufgabenbetreuung während der Corona-Pandemie", hieß es in der Mitteilung.

Bei dem Projekt werde wegen der Corona-Einschränkungen in den Schulen eine individuelle Lernförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in kleinen Gruppen angeboten. Auch Dolmetscher sind mit im Einsatz. "Digitales Lernen" kooperiert mit der Uni Würzburg.

Die Bürgerstiftung Nürnberg wurde für das Projekt "Gemeinsam ankommen in unserer Stadt" ausgezeichnet.

Das Projekt von Geflüchteten für Geflüchtete soll den neu "Angekommenen" Perspektiven zu einem eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft eröffnen, hieß es. Frauen mit eigener Fluchterfahrung und mit ausreichenden Deutschkenntnissen unterstützen Familien ehrenamtlich als Lernbegleiterinnen

Große Bedeutung integrativer Vereine in Zeiten von Corona

Regierungspräsident Thomas Bauer wies bei der Preisvergabe darauf hin, wie wichtig integrativen Vereine und Akteure in Corona-Zeiten seien.

Die Bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer betonte: "Die Corona-Pandemie macht uns in besonderer Weise bewusst, wie sehr es auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Menschen, die sich dafür einsetzen, ankommt". 

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Autor
Hermine Seelmann arbeitet als Quartiersmanagerin im Würzburger Stadtteil Heuchelhof. Hier haben zwei Drittel der Menschen einen Migrationshintergrund. Deshalb kooperiert sie intensiv mit Freiwilligen, die nicht aus Deutschland stammen.