2.10.2020
Umweltschutz

7 Tipps für den Umweltschutz: Was Sie tun können

Umweltschutz und Klimawandel, diese zwei Begriffe sind in aller Munde. Doch was kann der Einzelne konkret unternehmen, um auch auf lange Sicht einen Unterschied zu bewirken? Wir haben sieben Tipps für Sie aufgelistet.

Natursteinpflaster statt Asphalt

Wer zum Beispiel seine asphaltierte Auffahrt durch Pflastersteine ersetzt, leistet einen wertvollen Beitrag für das Mikroklima. Denn die Verdunstung von Regenwasser erhöht sich und verringert somit die Erwärmung in der unmittelbaren Umgebung. Außerdem kann durch den Abstand zwischen den einzelnen Steinen Regenwasser versickern, was nicht nur zur verbesserten Bewässerung für beispielsweise Rasen oder Bäume am Straßenrand beiträgt, sondern gleichzeitig auch die Überschwemmungsgefahr senkt. So kann der natürliche Wasserkreislauf für Pflanzen und Tiere erhalten werden.

Stadtacker bepflanzen

Gemüse anpflanzen mitten in der Stadt? Das geht und ist auch noch super fürs Klima. Stadtäcker gibt es bereits in mehreren Städten. Entweder in Einzelparzellen oder gemeinschaftlich können hier Pflanzen angebaut werden. Das lenkt Aufmerksamkeit auf ökologisches Gärtnern, da sich jeder, der möchte, beteiligen kann.

Die Gärten sind dabei nicht nur schön anzuschauen, sondern tragen auch aktiv zum Umweltschutz bei, denn der Anbau klimafreundlicher Lebensmittel bringt einen geschlossenen Lebensmittelkreislauf mit sich. Außerdem sind die Pflanzen oft bienenfreundlich. 

Selbstklimmer an der Hauswand

Pflanzen an den Fassaden wirken sich positiv auf die Feinstaubbelastung aus, sie nehmen Wasser auf, tragen durch Verdunstung zur Abkühlung überhitzter Städte bei und bieten zusätzlich Lebensraum für Insekten.

Besonders die sogenannten Selbstklimmer eignen sich dabei für die grüne Fassadengestaltung, denn diese Kategorie Pflanze benötigt keine Rankhilfen, um die Wände empor zu klettern. Beliebte selbst klimmende Kletterpflanzen sind dabei die Kletterhortensie oder Wilder Wein. Sie sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch ansprechend.

Es muss jedoch beachtet werden, dass sich nicht jedes Gemäuer für die Bepflanzung eignet: Da die Pflanzen Haftwurzeln besitzen, die in Spalten eindringen können, sollten nur massive und intakte Wände bepflanzt werden. Außerdem müssen Mieter derartige Veränderungen mit ihren Vermietern absprechen. Fassadenbegrünungen sind also eine effiziente Möglichkeit um das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.

Bäume in der Stadt

Gerade in den heißen Sommermonaten leiden die Bäume in den Städten an Wassermangel. Wenn sich jeder verantwortlich für den Baum vor seinem Haus fühlt und ihn regelmäßig gießt, kann das Absterben von Bäumen verhindert werden. Für Berlin zum Beispiel gibt es eine App, die dabei helfen soll.

In der App "Gieß den Kiez" wird das Stadtgebiet von Berlin als Karte angezeigt. Bäume werden mit Punkten markiert. Je gelber der Punkt, desto dringender benötigt der Baum Wasser. Außerdem werden Wasserpumpen sowie ihre Funktionstüchtigkeit in der Nähe abgebildet.

Aber auch in anderen Städten gibt es Initiativen. Sogenannte Baumgießgruppen treffen sich regelmäßig, um für bestimmte Bäume in ihrem Gebiet zu sorgen. Und für alle die nicht so oft Zeit haben: Es gibt Baum Bewässerungsbeutel, die, wenn sie angebracht sind kontinuierlich Wasser direkt an die Wurzeln des Baumes abgeben und weniger oft aufgefüllt werden müssen.

Balkonpflanzen

Wenn der Balkon begrünt wird, sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Bepflanzung Artenvielfalt ermöglicht. Insektenfreundliche Pflanzen für den Balkon sind zum Beispiel Wildblumen, Märzenbecher, Erika und Kapuzinerkresse. Als Faustregel gilt dabei, gefüllte Blüten zu vermeiden.

Ebenso entscheidend ist die Erde. Hier sollte darauf geachtet werden, dass diese torffrei ist. Mit dem Abbau von Torf werden mit den Hochmooren ökologisch wertvolle Lebensräume zerstört. Außerdem zersetzt sich Torf während des Abbaus langsam und setzt dabei große Mengen Kohlenstoffdioxid frei. Damit hat Torfabbau einen direkten Einfluss auf die Klimaerwärmung.

Umweltschutzvereine

Es gibt viele verschiedenen Organisationen und Vereine, die sich mit Umweltschutz beschäftigen. In München zum Beispiel "Green City e.V.".

Anliegen des Vereins sind urbane Begrünung und nachhaltige Stadtplanung. Der Verein bietet auf seiner Website einen guten Überblick über die vielfältigen Projekte. Einbringen kann man sich bei den verschiedensten Aktionen vom Bepflanzen von Gemeinschaftsgärten bis zum Erstellen von Zukunftsbildern für ein Stadtviertel. Es gibt auch einige Events wie beispielsweise das Streetlife Festival in München, an denen man teilnehmen kann. 

 

Plant for the planet wurde 2007 gegründet und pflanzt inzwischen weltweit Bäume. Wer die Initiative unterstützen möchte, kann sich vielfältig einbringen. Besonders Kinder und Jugendlich sind als Botschafter gefordert, es gibt aber auch eine App und Schokolade. Für den Verkauf von drei Tafeln die Gute Bio Schokolade, wird ein Baum in Mexiko gepflanzt. Allein durch den Verkauf der Schokoladen konnten so bereits mehr als 4,5 Millionen Bäume gepflanzt werden. Das Ziel ist es 1000 Milliarden Bäume mithilfe aller Projekte zu pflanzen.

Nistkästen

Und nicht nur Insekten kann man einen Lebensraum ermöglichen. Auch der Lebensraum von Vögeln in der Stadt kann mit einfachen Mitteln verbessert werden. Ein Beispiel dafür sind Mauersegler.

Diese Vögel sind Höhlenbrüter. Bei der Sanierung eingebaute oder separat angebrachte Nistkästen verbessern die Situation der Vögel erheblich. Wer insektenfreundliche Pflanzen im Garten anpflanzt, hilft nicht nur den Insekten, sondern auch den Vögeln, denen diese wiederum als Nahrung dienen.

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