Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Kunst und Religion

Egon Schiele, Selbstbildnis mit gesenktem Kopf (1912)
Der Expressionist Egon Schiele war ein Bürgerschreck. Der vor 100 Jahren verstorbene österreichische Maler provozierte mit verstörenden, extrem verrenkten, teilweise pornografisch anmutenden Darstellungen des menschlichen Körpers. Aber auch Spuren der christlichen Ikonografie finden sich in Schieles Werk.

Evangelische Morgenfeier

Licht und Schatten
Wenn es wirklich so ist, dass wir als Menschen mit unseren Gefühlen und Gedanken Zeitenwandler sind, die sowohl in der Gegenwart leben, mit Zukunftsvisionen im Herzen anfangen Neues zu gestalten, dann muss auch die Vergangenheit, aus der wir kommen, bedacht werden. Wo Verluste in Sprache gegossen werden, da kann das heilende Kräfte entwickeln. Die Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk aus Marktbreit.

Ausstellung

Ausstellung in Ansbach über die Kunst zu leben und zu sterben
Autor
Die Frage nach dem Tod ist untrennbar mit der Frage nach dem Leben verbunden, sagen Pfarrer Dieter Kuhn und Kurator Christian Schoen. Die beiden haben "ars moriendi" gemacht – eine Ausstellung über "die Kunst zu leben und zu sterben". Das zweijährliche Kunstprojekt "ANspruch. Kirche, Kunst und Gesellschaft im Dialog" findet in diesem Jahr hauptsächlich in zwei Kirchen und auf einem Friedhof statt.

80 Jahre nach der Reichspogromnacht

Holocaust Mahnmal Berlin Gedenkstätte Kreuz
"Keine deutsche Identität ohne Auschwitz?" - In Hinblick auf das 80. Gedenken an die Reichspogromnacht trafen sich zu diesem Thema der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Heinrich Bedford-Strohm, der katholische Kardinal Reinhard Marx und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden. Der sagte, die Wortmeldungen, es müsse auch mal gut sein mit der Erinnerung an die NS-Gräueltaten, würden zwar nicht mehr, aber lauter. Weshalb das stete Erinnern wichtig ist.

NS-Raubkunst

Judentum Menora Siebenarmiger Leuchter
Es war ein Sensationsfund: In einem Depot des Museums für Franken in Würzburg wurden vor mehr als zwei Jahren sieben Kisten mit jüdischen Ritualgegenständen gefunden. Schnell wurde klar: Es handelt sich dabei um geraubte Kultgegenstände, die NS-Schergen in der Pogromnacht im Jahr 1938 an sich genommen hatten.

Weg aus der Abhängigkeit

Karin Bauer berät in der Würzburger Suchtberatungsstelle
Autor
Zwei Jahre lang machte Kurt H. eine Suchttherapie. Danach wollte er nicht wieder irgendwo alleine hocken. Vor einem halben Jahr bezog er ein Zimmer in der Betreuten Wohngemeinschaft des Blauen Kreuzes in Würzburg. Andreas S., den er schon von der Therapie kannte, zog mit ihm ein. Claudia C. lernten die beiden bald als nette WG-Kollegin kennen. Gegenseitig unterstützt sich das Trio darin, suchtfrei zu leben.

Seniorenarbeit mit Tieren

Ältere Menschen haben häufig kein Haustier mehr. Sie können in der Wohnung oder im Altenheim keines halten oder sie wollen keinen Hund oder keine Katze mehr, weil sie fürchten, es würde sie überleben. Aber Freude an Tieren haben sie trotzdem noch. Und so war es naheliegend, einen Alpakazüchter, der mit Senioren arbeiten möchte mit den Menschen zusammenzubringen.

Engagiert in Würzburg

 Kunsthistorikerin Christiane Kummer
Die Kunsthistorikerin Christiane Kummer war seit 2000 ehrenamtlich für die evangelische Kirche im Einsatz, seit 2006 als Vertrauensfrau der Würzburger Deutschhausgemeinde, Mitglied des Dekanatsausschusses und der Dekanatssynode. Bald wurde sie Präsidiumsmitglied dieser Gremien. Zu den bevorstehenden Kirchenvorstandswahlen lässt sie sich nicht mehr aufstellen. Ein Bilanz-Interview.