Kirchenkreis München und Oberbayern

Gewaltfrei handeln

Friedensdiakonin Maria Biedrawa
"Gewaltfrei handeln" ist ein tolles Schlagwort. Aber wie geht das, erst recht mitten in einem kriegerischen Konflikt? Maria Biedrawa reist jedes Jahr nach Afrika, um Friedensprozesse mitzugestalten. Überall trifft sie auf Menschen, die Frieden stiften möchten - und dafür oft angefeindet und verfolgt werden. Gegen aufkommende Mutlosigkeit zitiert sie Mahatma Ghandi: "Frieden ist nicht das Ziel, sondern der Weg."

Frieden & Gerechtigkeit

Peace
FriKo contra SiKo: Wenn am 15. Februar Staatschefs wie Angela Merkel und Emmanuel Macron zur Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof antreten, lädt die Friedensbewegung zu ihrer Gegenkonferenz. Unter ihrem seit 2003 gültigen Motto "Frieden und Gerechtigkeit gestalten - nein zum Krieg" sprechen in diesem Jahr prominente Redner wie der frühere Datenschutzbeauftragte Peter Schaar und die bayerische Grünen-Gründerin Ruth Pauli.

"Rettet die Bienen!"

Wiesenhummel in Apfelblüte
Volksbegehren ja oder nein? Durch die bayerischen Bauernschaft geht in dieser Frage ein tiefer Riss. Während der Bauernverband harsche Kritik an Details des Volksbegehrens "Rettet die Bienen!" übt und auch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sich dagegen ausspricht, befürworten vor allem viele Kleinbetriebe die Kampagne. Eine von ihnen ist Gertraud Angerpointner, Biobäuerin auf der Fürmannalm im Berchtesgadener Land und Vorsitzende der "Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft".

Hintergrund & Einordnung

Direktorium Ökumene
Ob und wann ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag gefeiert werden kann, regelt für die Katholiken in Deutschland eine Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz von 1994. Nur im Erzbistum München und Freising gibt es seit 2017 ein eigenes "Direktorium" zu dieser Frage. An ihm scheiden sich im Putzbrunner Ökumene-Fall die Geister. Aber worum geht es eigentlich und was steht drin?

Von Klimawandel bis Eventtourismus

Inzell Chiemgauer Alpen Berge Winter Schnee
Bei den Alpen denken die meisten Menschen an Weite, Einsamkeit und Ruhe. Tatsächlich sind die bewohnbaren Flächen jenseits der Steilhänge einer der am dichtesten besiedelten Räume Europas. Platzmangel, Tourismus und Klimaveränderungen stellen die Gemeinden zwischen München und Bozen vor große Herausforderungen. Die Allianz in den Alpen (AidA) dient ihnen dabei als unterstützendes Netzwerk. Projektkoordinatorin Gabriele Greußing erklärt im Interview, was die Alpenregion beschäftigt und wie jeder von uns zu ihrem Schutz beitragen kann.

Kirche & Umwelt

Nistkasten an der Gethsemanekirche München
Seit zehn Jahren kräht über bayerischen Kirchtürmen der Grüne Gockel: 130 evangelische Gemeinden und Einrichtungen haben in dieser Zeit das kirchliche Umweltmanagementsystem EMAS absolviert, das vom Putzmittel bis zum CO2-Ausstoß der Heizanlage alles auf den Prüfstand stellt. Über ein Drittel der Gockel-Gemeinden kommen aus dem Kirchenkreis München und Oberbayern. Die Gethsemanekirche in München ist eine von ihnen.

Hintergrund & Fakten

Biene sammelt Nektar
Vom 31. Januar bis 13. Februar 2019 will das Volksbegehren Artenvielfalt 950.000 Wählerstimmen sammeln, um das bayerische Umweltgesetz in mehreren Punkten zu ändern. Worum geht es den Initiatoren von "Rettet die Bienen!"? Wo kann man sich in die Unterschriftenlisten eintragen? Alle Fakten rund ums Volksbegehren.

Volksbegehren & Kirche

Umweltpfarrer Wolfgang Schürger
Grüner Gockel, integriertes Klimaschutzkonzept, Zwei-Jahres-Thema, Friedhofs-Ratgeber: Die Umweltarbeit der evangelischen Landeskirche beackert viele Felder. Das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" ist inhaltlich identisch mit dem Kirchen-Schwerpunkt "Gottes Vielfalt" - deshalb wirbt Umweltpfarrer für Unterschriften beim Volksbegehren.

Begleitung auf Glaubensweg

Hanns-Hinrich Sierck vor dem Spirituellen Zentrum St. Martin
Seit 15 Jahren bietet das Spirituelle Zentrum St. Martin Meditationskurse, Übungsstunden und Seminare für Menschen, die nach einem Ruhepol im hektischen Alltag und nach geistlicher Begleitung suchen. Die Angebote reichen vom altchristlichen Herzensgebet und Schweigemeditationen bis hin zu Zen-Seminaren. Offenheit ist ein Markenzeichen von St. Martin: Zu den Gästen gehören Kirchgänger genauso wie Menschen, die mit Kirche schon lange nichts mehr zu tun haben.

Fusion mit neuem Namen

Pfarrer Felix Breitling und Pfarrerin Verena Übler vor Sophie-Scholl-Pfarramt
Sophie Scholls Name ist untrennbar verbunden mit der NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Doch in ihren Tagebüchern schildert die von den Nazis ermordete Studentin auch die christlichen Motive für ihren Widerstand. Diese ernste Auseinandersetzung mit dem Glauben und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen hat die evangelischen Gemeinden von Offenbarung und Rogate im Münchner Osten bewogen, sich nach ihrer Fusion in "Sophie-Scholl-Gemeinde" umzubenennen.

Bis 15. Februar bewerben

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Wer hat den schönsten Gemeindebrief im ganzen Land? Die evangelische Landeskirche in Bayern lobt für ansprechende Gemeindebriefe, moderne Internetauftritte und gelungene Social-Media-Aktivitäten Preise in Höhe von insgesamt rund 6.000 Euro aus.