Kultur

Hippies und Religion

Nürnberger Egidienkirche - Ausstellung zu "Woodstock"
Autor
Was haben Hippies und eine evangelische Kirche gemeinsam? Sehr viel, glaubt jedenfalls Elliott Landy. Der 77-jährige US-Amerikaner war im Jahr 1969 mit der Kamera live dabei, als vom 15. bis 17. August das Open-Air-Musikfestival "Woodstock" stattgefunden hat. Pünktlich zum 50-Jährigen des Ereignisses hat der Fotograf nun eine Ausstellung konzipiert. In der Nürnberger Egidienkirche wird sie vom 16. August bis 30. September zu sehen sein.

Kulturerbe in Unterfranken

Sennfeld Tänzer Trachtenverein
Im Interview mit Sonntagsblatt.de erklärt der aus Sennfeld stammende, emeritierte Theologie-Professor Richard Riess, warum das Erinnern an die Ereignisse in der Geschichte Sennfelds so bedeutsam für die Gegenwart und die Zukunft der unterfränkischen Gemeinde ist.

Theologie und Kunst

Frau malt Bild
Erst ein Vortrag, dann ins Museum: Jeden letzten Dienstag im Monat besprechen Experten und Interessierte in den Münchner Pinakotheken ein Kunstwerk - aus kunsthistorischer und theologischer Perspektive. Das Projekt "Bild und Botschaft" gibt es seit bald 30 Jahren.

Kulturtipp in der Oberpfalz

Bierkrug aus dem Museum der Bayerischen Geschichte
Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht - darum geht es im neuen Museum der Bayerischen Geschichte, das seit Mai 2019 in Regensburg zu finden ist. Die Dauerausstellung stellt anhand von persönlichen Objekten, vielen Medien- und Mitmachstationen die Menschen in den Mittelpunkt und erzählt bayerische Geschichte in neun Generationen von 1800 bis in die Gegenwart.

"Haus des Stiftens"

Wie können gemeinnützige Organisationen ihr Stiftungsvermögen ethisch nachhaltig und mit geringem Risiko anlegen? Mehr als 600 Stiftungen beteiligen sich am "Vermögenspooling" des "Haus der Stiftens". Das Sozialunternehmen hat drei Fonds aufgesetzt, in denen insgesamt rund 80 Millionen Euro verwaltet werden. Philipp Hof ist Geschäftsführer im "Haus des Stiftens" und hat das Vermögenspooling begründet. Im Sonntagsblatt-Interview erklärt er das Modell zur Geldanlage.

Konzertkritik

Stephen Gould und Petra Lang
Autor
Sie hat es wieder getan: Auch beim ersten Aufzug von "Tristan und Isolde" im fünften und letzten Jahr der Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen, schenkt Regisseurin und Katharina Wagner ihrer Isolde nicht den von Uropa Richard Wagner (1813-1883) ins Libretto geschriebenen Liebestod. Und erntet damit - als einzige Mitwirkende - Buh-Rufe. Warum eigentlich?

Konzertkritik

Dresdner Kammerchor im Münster Heilsbronn
Autor
Ein Chor von weltweitem Renomée, eine Organistin mit Lokalkolorit, ein stimmiges Programm "Von Schütz bis Bach", dargeboten im Münster Heilsbronn - die Mischung des Konzerts anlässlich der Ansbacher Bachwoche am Dienstag war super. So gut, dass sie gleich zwei Mal an einem Tag serviert wurde. Die Konzertbesucher erlebten 100 Jahre Leipziger Kirchenmusikgeschichte, die in einer Zeit stattfand, die so weit weg scheint - und doch für anderthalb Stunden greifbar wurde.

Theaterkritik

Geierwally in Feuchtwangen
Autor
Kein alter Heimatschinken, sondern ein modernes Stück über Emanzipation der Frau und einem Mut machenden Bekenntnis zur eigenen Stärke: So könnte man kurz beschreiben, was Regisseur Johannes Kaetzler und seine Darsteller aus Wilhelmine von Hillerns Roman "Geierwally" für die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen gemacht haben.

Oberammergau

"Die Pest" in Oberammergau: Sophie Schuster als Zenz und Cengiz Görür als Vitus.
Seit 1932 gibt es das Oberammergauer "Pest"-Spiel, damals eine Neuerung zur 300-Jahr-Feier des Passionsgelöbnisses 1933. Das Stück erzählt, wie erst die Pest und dann das Passionsspiel in das Gebirgsdorf kamen. Spielleiter Christian Stückl hat es 1999 von antisemitischer Schlacke befreit wieder auf die Passionsbühne gestellt. Seither dient das Spiel vom Passionsgelöbnis dem oberbayerischen Theaterdorf im Jahr vor dem großen Passionsspiel zum Warmlaufen - und zieht Besucher an.

Konzertkritik

Aufführung des "Elias" in der Nürnberger Lorenzkirche anlässlich der Internationalen Orgelwoche Nürnberg
Autor
Der "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) ist zwar mehr als 150 Jahre alt, hat aber keine Relevanz eingebüßt - nicht nur wegen der zeitlosen Musik. Wie bei der Aufführung zur Internationalen Orgelwoche Nürnberg in der Lorenzkirche deutlich wurde, passen auch die Kernthemen des Oratoriums in die Gegenwart.