500 Jahre Reformation

Doku "Sing it loud"

»Ein feste Burg«: der Kanaani-Jugendchor aus Arusha, Tansania.
Mehr als 1.500 Chöre kommen jedes Jahr zum Sing-Festival der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias (ELKT) zusammen. Unvorstellbar für kirchenferne Deutsche wie die Filmemacherin Julia Irene Peters, die eher zufällig bei einem Tansania-Besuch von dem Wettstreit hörte – und einen Film über die singenden Lutheraner drehte, der nun im Kino zu sehen ist.

Virtuelle Ausstellung zur Reformation in Bayern

Sich durch das historische Lutherzimmer auf der Veste Coburg klicken, den Hedwigsbecher begutachten oder in Original-Lutherhandschriften blättern: Im Jubiläumsjahr der Reformation präsentiert "bavarikon", das Kulturportal des Freistaats Bayern, seine erste virtuelle Ausstellung. 123 Exponate sind dafür aus ganz Bayern erstmals zusammengeführt worden.

Luther-Pop-Oratorium

Frank Winkels als Luther bei der Uraufführung des gleichnamigen Pop-Oratoriums von Komponist Dieter Falk und Librettist Michael Kunze.
Das Luther-Pop-Oratorium kommt nach München: Am 18. März gastiert das Mammutwerk von Dieter Falk und Michael Kunze in der Olympiahalle. Bei den 2100 Sängerinnen und Sängern steigt deshalb die Nervosität. Damit alle ihre Einsätze treffen, probt der Riesenchor am Samstag, 4. März, im Gasteig. Das Sonntagsblatt hat sich schon vorher bei den Teilnehmenden umgehört.

Fernsehfastnacht

Der Nürnberger Kabarettist Oliver Tissot als Reformator Martin Luther bei der Veitshöchheimer Fernseh-Prunksitzung 2017.
Die 30. Ausgabe Fernseh-Prunksitzung "Fastnacht in Franken" im Bayerischen Rundfunk (BR) hatte so viele Zuschauer wie noch nie. Im Schnitt sahen 4,47 Millionen Menschen bundesweit ab 19 Uhr die Live-Sendung aus Veitshöchheim. Wiederholt wird die Veitshöchheimer Fastnacht am Faschingsdienstag um 12.30 Uhr.

Stiftungen

Martin Luther schlägt seine 95 Thesen an 1517, Ausschnitt aus dem Bild von Ferdinand Pauwels.
Heute gründen Menschen Stiftungen oft aus Dankbarkeit und dem Bedürfnis, "etwas zurückzugeben" oder etwas Bleibendes zu hinterlassen. Vor der Reformation war es vor allem die Sorge ums Seelenheil. Die Erkenntnis Luthers von der unverdienten Gnade war für das Stiftungswesen ein heftiger Schlag ins Kontor. Jedenfalls zunächst.