Armut

Unterstützung von Ein-Eltern-Familien

Mutter Kind Mutter-Kind-Kur
Die bayerische Familien- und Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) will, dass Alleinerziehenden mehr Hilfen zukommen. Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern, Thomas Beyer, bezeichnete die Vorschläge als "gut und bitter nötig", die Staatsregierung sei endlich erwacht. Bisher seien Ein-Eltern-Familien die "Stiefkinder" der Politik in Bayern gewesen. Dagegen erklärten die Oppositionsparteien im Landtag, sie erwarteten von der Sozialministerin auch bayerische Lösungsansätze.

Der unbekannte Stifter

Autor
"Gutes tun und drüber reden" - das war Manfred Roths Sache nicht. Und deswegen ist die Stiftung des 2010 verstorbenen "Norma"-Gründers weithin unbekannt. Wer der Mann war und warum Sportvereine keine Chance auf eine großzügige Spende der Manfred-Roth-Stiftung haben, erklären wir in diesem Text.

Beerdigung

Grab auf dem Würzburger Waldfriedhof
Im Jahr 2017 haben die Kommunen in Deutschland etwas weniger Geld für sogenannte Armutsbegräbnisse ausgegeben als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zahlten sie bundesweit 57,3 Millionen Euro aus. 20.227 Menschen bekamen folglich vom Sozialamt die Kosten für die Beerdigung eines Angehörigen erstattet, weil sie diese selbst nicht bezahlen konnten.

Bildung & Perspektive

Wolfgang und Annette Döbrich
Seit 15 Jahren fördert die Annette und Wolfgang Döbrich-Stiftung junge Leute in Zentralamerika auf dem Weg zu Schulabschluss, Berufsausbildung oder Studium. Aus bescheidenen Anfängen ist das Stiftungsvermögen auf mittlerweile 380.000 Euro angewachsen und unterstützt derzeit 44 Stipendiaten – dank eines breiten Netzwerks sowie der unermüdlichen Arbeit der Stifter und einem Kreis von 150 Stammspendern.

Kommentar

Geld Spende Tisch
Das bayerische Bündnis "Rechte statt Reste" hat sich bei einer UN-Sitzung in Genf Ende September dafür eingesetzt, dass das Existenzminimum in Deutschland neuberechnet wird. Warum das wichtig ist - vor allem für die Einhaltung der Menschrechte, kommentiert Philip Büttner vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda), der als Vertreter der Initiative in die Schweiz gereist war.

Bayerisches Bündnis bei UN in Genf

Philip Büttner
Als Vertreter des bayernweiten Bündnisses "Rechte statt Reste" spricht Philip Büttner vom evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) am Montag 24. September 2018 vor einem UN-Ausschuss in Genf, der die Einhaltung des UN-Sozialpakts in Deutschland überprüft. Der Soziologe plädiert im Namen von Kirchen und Gewerkschaften für höhere Hartz-IV-Sätze und ein transparenteres Berechnungsverfahren.

UN-Sozialpakt in Deutschland

Armut Geldschein Hände
7 Millionen Menschen in Deutschland erhalten Hartz IV, davon 2 Millionen Kinder. Viele dieser Menschen sind arm: Sie können kein vollwertiges Essen kaufen, den Strom nicht bezahlen, haben kein Geld, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Seit Jahren kritisiert die Diakonie Bayern, dass der Regelsatz von Hartz IV zu niedrig ist. Jetzt kämpft sie mit dem bayerischen Bündnis "Rechte statt Reste" bei einer UN-Sitzung in Genf für eine Neuberechnung des Existenzminimus.

Arbeit und gerechter Lohn

Nürnberg
Immer mehr Nürnberger sind armutsgefährdet, stellt der DGB in Mittelfranken fest. Stephan Doll, DGB-Geschäftsführer für die Region Mittelfranken, beklagte am Donnerstag, dass trotz robuster Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit in Nürnberg im Vergleich zum Freistaat Bayern der Anteil der Menschen, die weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen, auf 27,5 Prozent gestiegen sei.