Friedhof

Steine zum Sprechen bringen

Jüdischer Friedhof in Baiersdorf
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Etwa 1.300 Grabsteine sind auf dem jüdischen Friedhof in Baiersdorf zu finden, der älteste wahrscheinlich von 1561, der jüngste aus dem Jahr 1938. Wenn Susanne Talabardon durch die Reihen geht, dann fühlt sie sich "wie in einer großen Gruppe an Menschen, die alle miteinander reden", erklärt die Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg. Zusammen mit ihren Studierenden versucht sie, nicht nur die Gräber zu erfassen, sondern auch deren Geschichten.

Beerdigung

Grab auf dem Würzburger Waldfriedhof
Im Jahr 2017 haben die Kommunen in Deutschland etwas weniger Geld für sogenannte Armutsbegräbnisse ausgegeben als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zahlten sie bundesweit 57,3 Millionen Euro aus. 20.227 Menschen bekamen folglich vom Sozialamt die Kosten für die Beerdigung eines Angehörigen erstattet, weil sie diese selbst nicht bezahlen konnten.

Renovierung Denkmalpflege

Julia Reeckmann vom Nürnberger Hochbauamt
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Sie hat eine eigene Flurnummer, wird als Begräbnisstätte von ausschließlich einer Familie genutzt und beherbergt das letzte Werk Adam Krafts: die Holzschuherkapelle im Nürnberger Johannisfriedhof. Seit zwei Jahren wird sie saniert. Eigentlich hätte die Wiedereröffnung im Oktober 2018 sein sollen. Doch die Grablegungsgruppe Krafts ist noch in schlechtem Zustand. Nach über 500 Jahren wandern die Sandsteinfiguren jetzt zum Überwintern zum Restaurator. Wenn sie im Frühjahr 2019 wieder zurückkommen, wird hier ein anderes Lüftchen wehen.

Friedhofskultur

Antonia Landois
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Mit der Geschichte und der topographischen Entwicklung der Nürnberger Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus beschäftigt sich im 500. Jubiläumsjahr eine Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg. Kuratorin Antonia Landois und Stadtheimatpflegerin Claudia Maué zeigen die Ergebnisse ihrer Forschungen aus amtlichen wie privaten Beständen.