Grab

Steine zum Sprechen bringen

Jüdischer Friedhof in Baiersdorf
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Etwa 1.300 Grabsteine sind auf dem jüdischen Friedhof in Baiersdorf zu finden, der älteste wahrscheinlich von 1561, der jüngste aus dem Jahr 1938. Wenn Susanne Talabardon durch die Reihen geht, dann fühlt sie sich "wie in einer großen Gruppe an Menschen, die alle miteinander reden", erklärt die Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg. Zusammen mit ihren Studierenden versucht sie, nicht nur die Gräber zu erfassen, sondern auch deren Geschichten.

"Kleine Sensation"

Jüdischer Grabstein Nürnberg St. Sebald 2019
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Ein in einer Wand im Eingangsbereich verborgener jüdischer Grabstein aus dem Jahr 1334 ist bei Renovierungsarbeiten am Sebalder Pfarrhof in Nürnberg freigelegt worden. Zusammen mit der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN) werde nun überlegt, wie dieses älteste Zeugnis jüdischen Lebens in der Nürnberger Altstadt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Beerdigung

Grab auf dem Würzburger Waldfriedhof
Im Jahr 2017 haben die Kommunen in Deutschland etwas weniger Geld für sogenannte Armutsbegräbnisse ausgegeben als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zahlten sie bundesweit 57,3 Millionen Euro aus. 20.227 Menschen bekamen folglich vom Sozialamt die Kosten für die Beerdigung eines Angehörigen erstattet, weil sie diese selbst nicht bezahlen konnten.

Oase der Ruhe und letzte Ruhestätte

Bethalle auf dem evangelischen Friedhof in Regensburg.
In einer Oase der Ruhe Kaffee trinken und Kuchen essen und dabei den Blick über die Gräber schweifen lassen. Was es in Berlin schon gibt und in München geplant ist, soll bald auch in Regensburg Wirklichkeit werden. In einer historischen Bethalle auf dem Evangelischen Zentralfriedhof will das Kirchengemeindeamt ein Friedhofscafé errichten.