Judentum

Corona

Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung
Erst verglich sich eine Elfjährige mit Anne Frank, dann eine junge Frau mit Sophie Scholl: "Querdenker" relativieren die Schoah, sagt nun der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Und auch andere Politiker kritisieren die Anti-Corona-Demonstranten scharf.

NS-Vergangenheit

Während der NS-Zeit ist im Zuge von Zwangsenteignungen viel jüdisches Eigentum in den Besitz nicht-jüdischer Haushalte gekommen. Dort lässt es sich teilweise heute noch finden. Die Forscherin Caroline Lange geht den Geschichten dieser Gegenstände wissenschaftlich nach.

Judentum in Deutschland

Dr. Josef Schuster Präsident Zentralrat der Juden
Seit fast sechs Jahren steht der Würzburger Josef Schuster schon als Präsident an der Spitze des Zentralrates der Juden in Deutschland. Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt erläutert er, was ihm seit seinem Amtsantritt gut gelungen ist - und was nicht. Außerdem lobt er die Antisemitismusbeauftragten im Bund und in den Ländern und fordert mehr Zivilcourage ein, gerade auch im Freundeskreis.

Evangelischer Theologe und Kirchenmusiker

Ulrich Siegfried Leupold, den Dichter des Lieds "Er ist erstanden, Halleluja" (EG 116), das im Evangelischen Gesangbuch steht, kennen nur wenige Menschen. Als "Halbjude" floh er aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Kanada. Über die Geschichte seiner Verfolgung schwieg der evangelische Theologe und Kirchenmusiker bis zu seinem Tod.

Yom HaShoah

Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Religiöse Feiertage

Hans Leonhard Schäufelein, Abendmahl, 1515, Ulmer Münster.
Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. Aber wie berechnet sich eigentlich der Ostertermin? Warum finden - wie zuletzt im Jahr 2019 - das jüdische Pessach und Ostern selten, aber immer wieder gleichzeitig statt? Und warum schert die orthodoxe Christenheit genau dann immer aus einem gemeinsamen Ostertermin aus? Ein Streifzug durch die verzwickte österliche Kalendergeschichte.

Gegenstände aus der NS-Zeit

Der NS-Staat nahm den Juden nicht nur die Würde und letztlich Millionen von ihnen das Leben, er bereicherte sich auch an ihnen. Bei "Judenauktionen" kauften die Deutschen jüdischen Hausrat. Die belasteten Objekte sind oft bis heute in Familienbesitz.