Protestanten

Europas Protestanten

Thomaskirche Straßburg
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Die Elsass-Metropole Straßburg ist die einzige protestantisch geprägte Großstadt Frankreichs. Bis 1685 war die kleine Stadtrepublik ganz und gar lutherisch - nach der Annexion der Stadt durch König Ludwig XIV. durften die Evangelischen im Elsass ihrer Konfession treu bleiben. Nur das Münster wurde rekatholisiert - alle anderen Innenstadtkirchen sind wenigstens zur Hälfte evangelisch. Der Historiker Thomas Greif beschreibt das großartige kulturelle Erbe der Straßburger Protestanten.

Evangelisch in Charkiw

Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw
Seit vielen Jahren unterstützt die evangelische Kirche in Nürnberg die evangelisch-lutherische Gemeinde im ukrainischen Charkiw. Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw ist seit etwa einem halben Jahr bischöflicher Visitator der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU). Aber in der Kirche rumort es, wie er bei einem Besuch in Nürnberg im Gespräch erläuterte.

Kommentar

Kathedrale Notre-Dame, Paris
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War der Brand von Notre-Dame ein Zeichen für den Verfall des europäischen Christentums? Frankreich ist stolz auf seine "Laïcité", die strikte Trennung von Staat und Kirche. Was bedeutet es dann, wenn der Präsident der französischen Republik sagt: "Wir bauen Notre-Dame wieder auf?" Doch die Wahrheit des christlichen Glaubens steht oder fällt nicht mit einem brennenden Gebäude.

Hintergrund & Einordnung

Direktorium Ökumene
Ob und wann ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag gefeiert werden kann, regelt für die Katholiken in Deutschland eine Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz von 1994. Nur im Erzbistum München und Freising gibt es seit 2017 ein eigenes "Direktorium" zu dieser Frage. An ihm scheiden sich im Putzbrunner Ökumene-Fall die Geister. Aber worum geht es eigentlich und was steht drin?

Reformationstag 2018

Martin Luther
Mit zahlreichen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen haben Protestanten in Bayern den Reformationstag gefeiert und an die Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen im Jahr 1517 erinnert. Der Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm warb in seiner Predigt für eine "Welle der Zuversicht".

Cengiz Görür spielt Judas

Christian Stückl
Keine Provokation, sondern nur logisch: So begründet Passionsspiele-Regisseur und Volkstheater-Intendant Christian Stückl seine Entscheidung, die Rolle des Judas - also des Verräters Jesu - bei den nächsten Spielen 2020 mit dem 18-jährigen Muslim Cengiz Görür zu besetzen. Der Islam werde dennoch keinen Einzug in das katholische Laienspiel in Oberammergau finden.

Pilgerreise nach Jerusalem

Unterwegs im Südosten der Türkei Richtung Syrien: David Britsch (Schatten) wollte nach Jerusalem pilgern.
David Britsch (55) pilgerte im November 2016 von Schwerin aus los. Als gläubiger Christ wollte er zu Fuß nach Jerusalem laufen. Doch in der Türkei wurde er festgenommen und saß über neun Monate in Abschiebehaft. Das Gebet gab ihm in dieser Zeit Kraft. Zuerst war sein Schicksal der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Im Dezember kam er frei und ist jetzt wieder zurück in Deutschland. Im Interview mit Markus Kowalski spricht David Britsch ausführlich über diese Zeit und wie er sich vom deutschen Staat alleingelassen fühlte.

Liebesgeschichte

Passfotos Kurt Landauer (1947) und Maria Baumann (1942).
Der jüngst aufgetauchte schriftliche Nachlass Kurt Landauers wirft ein neues Licht auf die Gründe, die den jüdischen Bayern-Präsidenten nach dem Krieg zu einer Heimkehr nach München bewogen. Es war die Liebe – zum FC Bayern, zu München, aber vor allem zu Maria Baumann, der langjährigen Hausangestellten der Familie Landauer, die die Geliebte Landauers war und schließlich seine Ehefrau wurde.

Kritik am Reformationsjubiläum

Thies Gundlach, Cheftheologe der EKD, und der Münchner Theologieprofessor Jörg Lauster, der die inhaltliche Ausrichtung des Reformationsjubiläums kritisiert.
Thies Gundlach, Cheftheologe der EKD, beklagte eine "grummelige Meckerstimmung" und "Ignoranz" von renommierten Theologieprofessoren an der Ausgestaltung des Reformationsjubiläums. Bei einem Redaktionsgespräch im Evangelischen Presseverband traf er sich mit dem Münchner Theologieprofessor Jörg Lauster.

ZEITZEICHEN

»Mensch, wo bist du?« - Plakat mit dem Motto des Kirchentags in Bremen 2009 und dem Graffito »Danke! - da nich für«.
Stell dir vor, es ist Reformationsjubiläum, aber keiner geht hin: "Mensch, wo bist du?" war zwar das Motto des Kirchentags in Bremen 2009, es würde allerdings auch 2017 passen: Mitteldeutsche Kirchentage ohne Besucher, millionenteure, aber leere Reformationsausstellungen, eine Überfülle an Angeboten, die sich gegenseitig "kannibalisieren". Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, dass die Gottesanbeterin zum "Insekt des Jahres 2017" gekürt wurde?