Synagoge

Nach dem Anschlag von Halle

2019 Kirchentag Hesselberg Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm2
Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Freitagabend bei der Lichterkette auf dem Münchner Jakobsplatz rund um die Synagoge Ohel Jakob zum Einsatz gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus aufgerufen.

Antisemitismus

Die Kippa ist eine Kopfbedeckung für männliche Juden.
Nach dem Synagogen-Anschlag in Halle fordert die frühere Zentralratspräsidentin Knobloch Polizeischutz für alle jüdischen Einrichtungen in Deutschland. Die bayerischen Behörden haben am Tag danach schnell reagiert, sagt Innenminister Herrmann. Stimmen aus Religion und Politik im Überblick.

Nationalsozialismus

Holocaust-Überlebender Ernst Grube, zu Hause in Regensburg.
Ernst Grube ist einer der Letzten, die aus eigener Erfahrung von der Vernichtung der europäischen Juden erzählen können. Als Holocaust-Überlebender besucht er Schulen, Kirchen und Demonstrationen und wird nicht müde, aktive Erinnerungsarbeit zu leisten. Mit Sorge blicke er heute auf die politische Entwicklung in Deutschland, sagt der 86-Jährige im Interview.

Gebet der Solidarität

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim Gebet in der Münchner Hautpsynagoge
Mit einem gemeinsamen Gebet in der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seine Verbundenheit mit der jüdischen Bevölkerung gezeigt. Antisemitismus und Rechtsextremismus seien kein Kavaliersdelikt, sagte er - und kritisierte besonders eine Partei.

Lernort in Oberfranken

Rajaa Nadler
Autor
Ein Lernort ist sie schon lange, die Synagoge in Ermreuth bei Gräfenberg. Mit der neu gestalteten Dauerausstellung im dazugehörigen Museum, die am 28. Juli zum 25. Jubiläum der Wiederweihe eröffnet wird, soll dieser Ort aber für Schüler und interessierte erwachsene Besucher aufgewertet werden. Und Leiterin Rajaa Nadler setzt dabei nicht nur auf neue Exponate, sondern auch auf moderne Technik.

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Archäologie

Jerusalem - Blick über die Grabeskirche auf den Tempelberg und den Felsendom.
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In einer Stadt wie Jerusalem, könnte man annehmen, haben Archäologen bereits jeden Stein umgedreht. Weit gefehlt! Immer wieder stoßen sie auf Spuren, die zeigen, wie die Stadt zu Jesu Zeiten aussah. Auch das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft forscht im Untergrund.