Zeitzeugen

80 Jahre Novemberpogrom

Holocaust Zeitzeuge Walter Joelsen
Weil sein Vater jüdische Wurzeln hatte, wurde Walter Joelsen (Jahrgang 1926) als sogenannter "Halbjude" von den Nazis verfolgt. Im Gedenkgottesdienst zu 80 Jahre Novemberpogrom spricht der 92-jährige Zeitzeuge am 18. November in der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau über seine Erfahrungen.

Ein Zeuge deutscher Geschichte

Pfarrer Dr. h.c. Karl Heinz Neukamm nahm auch im Ruhestand am Leben und Wirken der Rummelsberger Diakonie regen Anteil, ohne sich je einzumischen.
Der frühere Präsident des Diakonischen Werkes, Karl Heinz Neukamm, ist tot. Wie die Diakonie Deutschland mitteilte, ist Neukamm in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 89 Jahren gestorben. Er leitete den zweitgrößten deutschen Wohlfahrtsverband von 1984 bis 1994. In seine Amtszeit fiel die Wiedervereinigung der Diakonischen Werke der Bundesrepublik und der DDR.

Musik und Versöhnung

Der israelische Tenor und Wahl-Augsburger Yoéd Sorek bei einem Auftritt mit »Simas Liedern« bei einem Festival in Amsterdam.
Jahr für Jahr werden die Zeitzeugen weniger, die als Überlebende vom Holocaust berichten können – auch von ihrem Leben nach dem Überleben. Ein Zeitzeuge einer Zeitzeugin ist der israelische Tenor Yoéd Sorek. Mit den jiddischen Liedern seiner Großmutter Sima tritt der Wahl-Augsburger auf Bühnen in ganz Europa auf – aber auch vor bayerischen Schulklassen oder Gemeinden.

Verfolgung im Nationalsozialismus

Die Holocaust-Überlebende Batsheva Dagan vor Schülern des Martin-Behaim- sowie des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Nürnberg im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
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45554 ist die Nummer, die Batsheva Dagan auf ihrem linken Oberarm trägt. Tätowiert in Auschwitz. "Ein Anagramm, eigentlich eine Glückszahl, oder?", lächelt die 91-Jährige die Gymnasiasten an, die ihr im Doku-Zentrum auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände lauschen. Sie sollen in den kommenden Wochen lernen, anderen Schülern die Geschichte des "Dritten Reiches" näherzubringen. Und wer könnte dabei eine bessere Lehrerin sein, als eine Holocaust-Überlebende?

Kriegserinnerungen

Plakat »Nie wieder Krieg« von Käthe Kollwitz.
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Mitten im Konfirmationsgottesdienst gibt es Alarm. Der Dekan schickt die Gemeinde nach Hause, erst später können sich alle zum Abendmahl wieder versammeln. Der Krieg ist im April 1945 noch nicht zu Ende, als in Regensburg an diesem Sonntag bis zu 50 junge Menschen konfirmiert werden. Unter ihnen ist Helmut Morenz, der jetzt sein 70. Konfirmationsjubiläum in der Neupfarrkirche feierte.