Weltweit

Berichte, Reportagen und Informationen aus dem Ausland.

Jüdische Geschichte in Deutschland

Dani Mire aus der Hafenstadt Haifa ist Reiseleiter in Israel. Regelmäßig führt er auch Gruppen der Sonntagsblatt-Leserreisen in seiner Muttersprache Deutsch durch das Heilige Land. Doch erst als ihn eine Initiative aus Aalen kontaktiert und zur Stolpersteinlegung für seine engsten Angehörigen nach Baden-Württemberg einlädt, taucht der 67-Jährige tiefer in seine deutsch-israelische Vergangenheit ein.

Zeitgeschichte

Astronaut Buzz Aldrin beim Mondspaziergang.
Autor
Am 20. Juli 1969 erfüllte sich ein Menschheitstraum. Erstmals betraten Menschen den über 380.000 Kilometer entfernten Mond. Für die Macher des Apollo-Programms war es eine technische Meisterleistung, für die Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins ein zutiefst bewegendes Ereignis. Für einen hatte die Reise zum Mond eine besondere religiöse Dimension.

Interview zum Start der ION 2019

Moritz Puschke, künstlerischer Leiter des Musikfests ION (Internationale Orgelwoche Nürnberg).
Alte "Spuren" aufnehmen und selbst neue legen will Moritz Puschke, 2019 erstmals Leiter der Internationalen Orgelwoche Nürnberg vom 28. Juni bis 13. Juli. Als "Musikfest ION" firmiert diese künftig – und mit dem Untertitel "Das internationale Festival für Geistliche Musik in Nürnberg". "Spuren", programmatisches Motto der ersten ION unter Puschkes Ägide, führen in Nürnberg auf mehreren Ebenen von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Der "Fondaco dei Tedeschi"

Fondaco dei Tedeschi in Venedig
Im Herzen Venedigs, gleich neben der Rialtobrücke, befand sich über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der deutschen Händler: der "Fondaco dei Tedeschi". Über den Fondaco gelangten die Gedanken der Reformation nach Venedig und Italien. Heimlich wurden hier evangelische Gottesdienste gefeiert. Nach langem Dornröschenschlaf ist der prachtvolle Komplex heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Reformationsgeschichte

Venedig: »Der Canale dei Maranni, wo die Inquisitoren des Staates die Verurteilten ertränken ließen«: Aquatinta von Giovanni Maria de Pian (1759/64-1800) nach einer Vorlage von Francesco Galimberti (1755-1803).
Gibt es eine Brücke zwischen dem evangelischen Mittelfranken und Venedig? Aktenkundig vielleicht erstmals in der Person des abenteuerlustigen Theologen Johann Georg Renner (1617-1659), den es in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs mit einem General in die Lagunenstadt verschlug. Dort predigte er heimlich in verbotenen evangelischen Gottesdiensten. Bis er aufflog und es zum Skandal kam.

Europas Protestanten

Thomaskirche Straßburg
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Die Elsass-Metropole Straßburg ist die einzige protestantisch geprägte Großstadt Frankreichs. Bis 1685 war die kleine Stadtrepublik ganz und gar lutherisch - nach der Annexion der Stadt durch König Ludwig XIV. durften die Evangelischen im Elsass ihrer Konfession treu bleiben. Nur das Münster wurde rekatholisiert - alle anderen Innenstadtkirchen sind wenigstens zur Hälfte evangelisch. Der Historiker Thomas Greif beschreibt das großartige kulturelle Erbe der Straßburger Protestanten.

Evangelisch in Charkiw

Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw
Seit vielen Jahren unterstützt die evangelische Kirche in Nürnberg die evangelisch-lutherische Gemeinde im ukrainischen Charkiw. Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw ist seit etwa einem halben Jahr bischöflicher Visitator der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU). Aber in der Kirche rumort es, wie er bei einem Besuch in Nürnberg im Gespräch erläuterte.

Schwedische Glücksexpertin verrät:

Maike van den Boom glücklich arbeiten Skandinavien
Leben Sie auch bei der Arbeit oder suchen Sie ständig nach der Work-Life-Balance? Die Wahl-Schwedin Maike van den Boom hat für ihr aktuelles Buch "Acht Stunden mehr Glück. W​arum ​Menschen in ​Skandinavien​ glücklicher arbeiten ​und​ was wir von ihnen lernen können" 300 Menschen in 30 skandinavischen Unternehmen interviewt. Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt gibt sie Einblicke in ihre Erkenntnisse – und Anregungen für ein glücklicheres Leben bei der Arbeit.

Kommentar

Kathedrale Notre-Dame, Paris
Autor
War der Brand von Notre-Dame ein Zeichen für den Verfall des europäischen Christentums? Frankreich ist stolz auf seine "Laïcité", die strikte Trennung von Staat und Kirche. Was bedeutet es dann, wenn der Präsident der französischen Republik sagt: "Wir bauen Notre-Dame wieder auf?" Doch die Wahrheit des christlichen Glaubens steht oder fällt nicht mit einem brennenden Gebäude.

Kommentar

Jerusalem - Blick über die Grabeskirche auf den Tempelberg und den Felsendom.
Viele Europäer blicken oft mit Kopfschütteln nach Israel: Schon wieder hat der Rechtsaußen Netanjahu die Wahlen gewonnen, immer noch geht beim Friedensprozess mit Palästina nichts voran. Wer soll das verstehen? Ein YouTube-Projekt des israelischen Konfliktforschers Corey Gil-Shuster konfrontiert Israelis und Palästinenser mit den ratlosen Fragen des Westens - die Antworten helfen gegen festgefahrene Meinungen.

Zum Ende der Maidan-Proteste vor 5 Jahren

Kiew Ukraine Maidan
Das Ende der "Euromaidan"-Bürgerproteste auf dem ukrainischen Platz der Unabhängigkeit jährt sich zum fünften Mal. In seinem Buch "Die Sprache der Plätze" hat sich der Tübinger Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer mit den Bürgerbewegungen auf dem Maidan in Kiew sowie dem Tahrir in Kairo und dem Taksim in Istanbul auseinandergesetzt. Er ist überzeugt, dass Plätze wie diese unter bestimmten Umständen wieder zum politischen Leben erwachen können.

Frieden

Flaggen
Thomas Zeitler ist Pfarrer des Lorenzer Laden (LoLa), einem evangelischen Weltladen in der Nürnberger Altstadt. In Aktionen und Projekten setzt er sich dort mit einem Team aus Ehrenamtlichen für weltweite Gerechtigkeit und eine solidarische Gemeinschaft ein. Ob eine Weltflagge, die alle Menschen hinter sich vereint, dabei helfen könnte? Ein Interview.