Kirche und Kirchenpolitik

Europas Protestanten

Gottesdienst in Taizé Nacht der Lichter
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Die ökumenische Communauté von Taizé in Burgund hat halb Europa spirituell beeinflusst und wird bis heute Jahr zu Jahr von tausenden jungen Menschen besucht. Gegründet wurde sie von einem reformierten Pfarrer aus der Schweiz. Bis 1969 gehörten der heute ökumenischen Gemeinschaft nur Protestanten an. Der Historiker Thomas Greif beschreibt einen typischen Tagesablauf rund um die drei Tageszeitengottesdienste in der Versöhnungskirche und skizziert die bewegte Geschichte der Communauté.

Regionalbischöfin

Ab März kommenden Jahres wird der evangelische Kirchenkreis Ansbach-Würzburg erstmals von einer Frau geleitet: Die Bad Windsheimer Dekanin Gisela Bornowski tritt dann ihr Amt als Regionalbischöfin an. Gewählt wurde sie am 4. Oktober.

Reliquien

Beschneidung Christi, Friedrich Herlin (ca. 1430-1500), linker Seitenflügel des Zwölfbotenaltars der Jakobskirche in Rothenburg o.T. (Ausschnitt).
Reliquien sind ein ökumenisch heikles Thema: Als einst EKD-Ratspräsident Nikolaus Schneider den deutschen Protestanten empfahl, ökumenisch einträchtig zur Reliquie des "Heiligen Rocks" nach Trier zu pilgern, erinnerte das Sonntagsblatt daran, dass Martin Luther die Sache mit dem "Heiligen Rock" einmal die "große Bescheißerey zu Trier" nannte. In Belgien wurde wenig später heftig über eine ganz andere Reliquie diskutiert - nämlich das "Sanctum Praeputium Domini", die heilige Vorhaut Christi.