Kirche und Kirchenpolitik

Religion und Politik

Markus Söder bei der Landessynode 2014 in Regensburg.
Für Finanzminister Söder ist seine Mitgliedschaft im evangelischen Kirchenparlament eine "große Ehre". "Ich bin gerne evangelisch." Diesen Satz hört man von Finanzminister Markus Söder (CSU) häufig. Der Nürnberger ist derzeit der einzige Protestant im katholisch geprägten bayerischen Kabinett - und seit dem Abschied von Günther Beckstein aus dem Landtag und der Synode auch Bayerns Vorzeige-Protestant in der Politik.

Landessynode

Renovierung der Dekanatskirche St. Peter und Paul in Münchberg
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Geld ist nicht alles, kann aber eine Menge ermöglichen - auch in der Kirche. Zwar zeichnen sich mittelfristig große Herausforderungen ab; einstweilen sehen die kirchlichen Finanzplaner jedoch mit Gelassenheit auf den Haushalt, über den die Landessynode beschließen muss. Denn die bayerische Kirche entwickelt jetzt die Instrumente, die greifen sollen, wenn die derzeitig günstige Kirchensteuerentwicklung sich umkehren wird.

Ein Kleinod mit Geschichte

Blick vom Turm der Regensburger Dreieinigkeitskirche
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Im Schatten der renovierten Regensburger Dreieinigkeitskirche aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs liegen zahlreiche Grabmäler, die bis heute nach wie vor fast unentdeckt sind. Doch nun ist der bedeutsame Friedhof für die einst protestantischen Gesandten zu Reichstagszeiten vom Zerfall bedroht. Eine umfangreiche Sanierung soll ihn davor schützen.

Bayerns lutherische Stimme

Jacqueline Barraud-Volk
Es ist nicht so, als hätte Jacqueline Barraud-Volk nicht genug zu tun. Die evangelische Pfarrerin teilt sich im unterfränkischen Marktbreit mit ihrem Mann eine Pfarrstelle, unterrichtet am katholischen Gymnasium der Benediktiner, hat zwei Töchter. Außerdem ist sie die erste Vizepräsidentin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands - und hat sich für ihre sechsjährige Amtszeit einiges vorgenommen.

Berufsbilder

Urlaubspfarrerin Ingrid Ossing vertritt Kollegen im Berchtesgadener Land
Sie wollen mehr Zeit für Seelsorge, klagen über Burn-out und zu viel Schreibkram: Evangelische Pfarrer, aber auch Kirchenvorsteher und andere Berufsgruppen haben immer wieder gefordert, dass an den Rahmenbedingungen des Pfarrberufs gearbeitet wird. Seit zwei Jahren begleitet der Nürnberger Regionalbischof Stefan Nitsche einen Prozess zum Pfarrerbild in der Landeskirche, damit der Beruf des Pfarrers wieder attraktiv wird.

Fränkisches Seenland

Gottesdienst Schäferwagenkirche Brombachsee
Eigentlich ist Helmut Müller schon fast vier Jahre im Ruhestand. Doch wenn im Sommer die meisten Menschen das Urlaubsfieber packt, zieht es den 67-Jährigen zurück in den Dienst. Schon zu seiner aktiven Zeit als evangelischer Pfarrer hat er in den Sommerwochen als Urlaubsseelsorger gearbeitet. In Markt Oberstdorf etwa oder in Prien am Chiemsee. Heuer ist er zum dritten Mal Urlaubspfarrer am Brombachsee.

Landessynode

Plenum Synode Schweinfurt
Alterspräsidenten haben in den Parlamenten eigentlich eine kaum spektakuläre Rolle. Ihr Amt währt meist nur wenige Stunden, gerade mal so lange, bis ein neu gewählter Stadtrat, ein Bundestag oder eine Landessynode sich ein neues Präsidium gewählt hat. In der Regel beschränkt es sich auf die Abwicklung von Geschäftsordnungsprozeduren. Doch Alterspräsidenten genießen genau aus diesem Grund ein Privileg.

Barmer Erklärung

Die Wuppertaler Schwebebahn.
Was hat die Barmer Theologische Erklärung mit uns zu tun? Auf einer Reise zur Gemaker Kirche in Wuppertal, wo die sechs Thesen im Mai 1934 verabschiedet wurde, will sich eine Pfarrerin aus Marktbreit in Unterfranken für ihren Glauben und das kirchliche Leben in der Gemeinde inspirieren lassen.