Kirche und Kirchenpolitik

Zukunft der Kirche

Die bayerische Landeskirche verändert sich. Allein 2016 hat sie rund 48.500 Mitglieder verloren. Gründe dafür sind die demografische Entwicklung, aber auch die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft. Andererseits gehören in Bayern immer noch rund 2,4 Millionen Menschen der evangelischen Kirche an – so viele wie im Jahr 1970. Während die Kirche damals nur 1.400 Pfarrerinnen und Pfarrer zählte, ist die Zahl inzwischen auf rund 2.400 angewachsen. Der Reformprozess "Profil und Konzentration" untersucht diesen Wandel – und möchte Anstoß geben für Veränderungen.

Kirche in Bayern

Über hundert Markgrafenkirchen kann man allein in Oberfranken bewundern. Manche Kirchengebäude zeigen aber neben den typischen Elementen, die auf die Markgrafen als Bauherrn schließen lassen, viele andere Besonderheiten. Wie die Stadtkirche St. Jakobus in Weißenstadt - eine Kirche im markgräflichen Stil, aber mit einer deutlichen Prägung des Ortes in dem sie steht.

Kirchlicher Reformprozeß PuK

Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern hat die neue Kirchenreform "Profil und Konzentration" auf den Weg gebracht. Während in manchen Orten die Sorge um sich greift, Personal oder Ressourcen zu verlieren, fruchten die Impulse zur Reformation im 21. Jahrhundert bereits jetzt in anderen Gemeinden. In der Nürnberger Innenstadt verstärken die Gemeinden St. Sebald und St. Egidien ab dem Frühjahr ihre Zusammenarbeit.

Reformprozesses "Profil und Konzentration"

Martin Brons und Annette Lichtenfeld
Autor
Während sich vielerorts Kirchengemeinden und Geistliche in Bayern fragen, wie man die "Strategischen Leitsätze" des im März 2017 auf der Landessynode in Coburg angestoßenen kirchlichen Reformprozesses "Profil und Konzentration" (PuK) in die Tat umsetzt, bleibt man in Nürnberg gelassen: Vier Gemeinden der Innenstadt setzen schon seit rund zehn Jahren gemeinsame Konzepte in die Tat um.

Fachstelle FrauenWerk Stein

Wegweiser beim FrauenWerk Stein
Autor
Sie hängen derzeit etwas in der Luft, die Damen vom FrauenWerk Stein: Zwar wissen Geschäftsführerin Michaela Wachsmuth und Leiterin Andrea König bereits seit einigen Monaten, dass die seit Jahren in Stein angesiedelte Fachstelle für Frauenarbeit zum 1. Januar 2019 ins Amt für Gemeindedienst nach Nürnberg eingegliedert wird. Wie die Arbeit für die vier Referentinnen dort dann aber weiter geht und wie sich das FrauenWerk neu aufstellen kann – man weiß nur, dass man nichts weiß.

Kirche und Politik

Markus Söder bei der Landessynode 2014 in Regensburg.
Bis April will der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sein Amt an Finanzminister Markus Söder (beide CSU) übergeben. Der Mittelfranke wäre damit der zweite evangelische Ministerpräsident seit 1945. Im Gespräch erzählt Söder, warum ihm sein lutherischer Glaube so wichtig ist und warum er schweren Herzens beschlossen hat, seine Arbeit im evangelischen Kirchenparlament niederzulegen.

NS-Zeit und Flüchtlinge

Björn Mensing ist Pfarrer an der Versöhnungskirche
Soll jeder Flüchtling in seinem Integrationskurs eine KZ-Gedenkstätte besuchen müssen? Für diese Regelung spricht sich die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) aus. Wir haben den Historiker und Pfarrer Björn Mensing von der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau befragt, was er von diesem Vorschlag hält.