Kultur

Jüdische Feste

Dieses Jahr fallen das jüdische Pessachfest und das christliche Ostern zusammen. Am Karfreitagabend beginnt das achttägige Fest mit dem feierlichen Sederabend. Den hat auch Jesus damals kurz vor seinem Tod in Jerusalem gefeiert. Mit seinen Jüngern versammelte er sich zum traditionellen Seder-Mahl, so wie jüdische Familien das bis heute machen.

Kultur in Nürnberg

Herman van Veen
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Wenn ein 74-Jähriger auf der Bühne Hüftprobleme vortäuscht, von der fehlenden Medizin gegen Einsamkeit im Alter singt, im nächsten Moment aber traumtänzerische Pirouetten dreht und am Klavier clowneske Slapstick-Einlagen abfeuert - dann war wohl wieder mal Herman van Veen in der Stadt. Der niederländische Komponist, Maler, Sänger, Clown, Violinist, Gitarrist und vor allem tiefgründige Entertainer verzauberte bei seinem Konzert in Nürnberg. Und bot dabei sowohl Nahrung für die Lachmuskeln als auch fürs Herz.

Handwerkstradition

Türme des Ulmer Münster
Im Mittelalter galten Bauhütten als Schaltzentrale für all jene, die am Bau einer Kathedrale beteiligt waren. Heute garantieren sie das Fortbestehen großer Bauwerke. Um das Bauhüttenwesen zu schützen, haben es fünf europäische Länder für das UNESCO-Register "Guter Praxis zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes" nominiert.

Stadtmuseum Nürnberg

Nürnberger Beckenschläger
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Von der Kunst der Nürnberger Beckenschläger handelt die Ausstellung "Leuchtendes Messing" im Nürnberger Stadtmuseum im Fembo-Haus. Kurator Ludwig Sichelstiel von den Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg und Leihgeber Klaus Tiedemann stellen darin rund 100 Arbeiten eines Kunsthandwerks vor, dem Nürnberger Metallbearbeiter ihren eigenen Stempel aufdrückten.

"Kirche in Bayern"

Reisen heißt sich öffnen, andere Kulturen kennenlernen, auf fremde Menschen zugehen. Handwerkerinnen auf der Walz leben so, meint die italienische Fotografin Chiara Dazi. Für ihre Fotografien wurde sie vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. zusammen mit weiteren Gewinnern mit dem Lagoispreis ausgezeichnet.

Fränkische Mundart

Johann Müller
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Launige Alltagsbetrachtungen aus dem Steigerwald, verklärte Verse über die verloren gegangene Unbekümmertheit der Jugend und bissige bis nachdenkliche Analysen des Zwischenmenschlichen - all dies gehört seit Jahren zur "Gschicht" von Liedermacher Johann Müller. Und seit zwei Jahren eben auch Depression und Burn out, von denen der 57-Jährige bei seinem ersten Konzert nach langer Krankheitspause in Gnodtstadt freimütig erzählte.

Bestattungskultur

Islamischer Friedhof in Konya Türkei
Der bayerische Landtag diskutiert am Dienstag (2. April) wieder über eine Lockerung der Sargpflicht - diesmal unter veränderten politischen Vorzeichen. Erneut hat die SPD-Fraktion ihren Gesetzentwurf eingebracht, der das bayerische Bestattungsgesetz ändern will, um auch Muslimen eine Bestattung ihrer Angehörigen nach islamischem Ritual zu ermöglichen: ohne Sarg, nur im Leinentuch.

Christliche Pop-Musik

Dieter Falk
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Die Band Pur stürmte in den 1990er-Jahren die Charts und füllte die größten Konzerthallen. Der Mann hinter dem Erfolg hieß Dieter Falk: Der 59-Jährige gilt als einer der erfolgreichsten Musikproduzenten Deutschlands. Was ist dem Komponisten wichtig? Ein Gespräch über christlichen Pop, Holzhammermissionare und Mainstream.

Immaterielles Kulturerbe

Preisträger Lagois 2018/19 Christoph Otto und Chiara Dazi
Bereits zum fünften Mal hat der Evangelische Presseverband für Bayern herausragende fotografische Arbeiten ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 29. März in der Evangelischen Jugendkirche München bekamen Chiara Dazi und Christoph Otto aus Berlin den Fotopreis für ihre Reportagen zum Thema "Immaterielles Kulturerbe weitergeben". Eine Neuheit in der Geschichte des Lagois-Fotowettbewerbs war die Vergabe von drei Preisen für Nachwuchsfotografinnen und -fotografen.

Geschichte und Zukunft

Julia Lehner, Florian Dierl und Annekatrin Fries
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Das "schwierige Erbe" der Jahre zwischen 1933 und 1945, als die Nationalsozialisten Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" auserkoren hatten, gehört zu Nürnberg mindestens genauso wie Albrecht Dürer und die "Drei im Weggla". Das wissen auch Annekatrin Fries vom Nürnberger Kulturreferat und Florian Dierl, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Rund 85 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahrzehnten in das Gelände investiert werden, das als größte bauliche Hinterlassenschaft der Nazis gilt.