Kultur

Konzertkritik

Stephen Gould und Petra Lang
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Sie hat es wieder getan: Auch beim ersten Aufzug von "Tristan und Isolde" im fünften und letzten Jahr der Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen, schenkt Regisseurin und Katharina Wagner ihrer Isolde nicht den von Uropa Richard Wagner (1813-1883) ins Libretto geschriebenen Liebestod. Und erntet damit - als einzige Mitwirkende - Buh-Rufe. Warum eigentlich?

Konzertkritik

Dresdner Kammerchor im Münster Heilsbronn
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Ein Chor von weltweitem Renomée, eine Organistin mit Lokalkolorit, ein stimmiges Programm "Von Schütz bis Bach", dargeboten im Münster Heilsbronn - die Mischung des Konzerts anlässlich der Ansbacher Bachwoche am Dienstag war super. So gut, dass sie gleich zwei Mal an einem Tag serviert wurde. Die Konzertbesucher erlebten 100 Jahre Leipziger Kirchenmusikgeschichte, die in einer Zeit stattfand, die so weit weg scheint - und doch für anderthalb Stunden greifbar wurde.

Theaterkritik

Geierwally in Feuchtwangen
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Kein alter Heimatschinken, sondern ein modernes Stück über Emanzipation der Frau und einem Mut machenden Bekenntnis zur eigenen Stärke: So könnte man kurz beschreiben, was Regisseur Johannes Kaetzler und seine Darsteller aus Wilhelmine von Hillerns Roman "Geierwally" für die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen gemacht haben.

Oberammergau

"Die Pest" in Oberammergau: Sophie Schuster als Zenz und Cengiz Görür als Vitus.
Seit 1932 gibt es das Oberammergauer "Pest"-Spiel, damals eine Neuerung zur 300-Jahr-Feier des Passionsgelöbnisses 1933. Das Stück erzählt, wie erst die Pest und dann das Passionsspiel in das Gebirgsdorf kamen. Spielleiter Christian Stückl hat es 1999 von antisemitischer Schlacke befreit wieder auf die Passionsbühne gestellt. Seither dient das Spiel vom Passionsgelöbnis dem oberbayerischen Theaterdorf im Jahr vor dem großen Passionsspiel zum Warmlaufen - und zieht Besucher an.

Konzertkritik

Aufführung des "Elias" in der Nürnberger Lorenzkirche anlässlich der Internationalen Orgelwoche Nürnberg
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Der "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) ist zwar mehr als 150 Jahre alt, hat aber keine Relevanz eingebüßt - nicht nur wegen der zeitlosen Musik. Wie bei der Aufführung zur Internationalen Orgelwoche Nürnberg in der Lorenzkirche deutlich wurde, passen auch die Kernthemen des Oratoriums in die Gegenwart.

Felix Leibrock war selbst wohnungslos

Pfarrer und Buchautor Felix Leibrock
Erzählung statt Krimi: In seinem neuen Buch "Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne" schildert Felix Leibrock den Absturz eines Geschäftsmanns in die Obdachlosigkeit. Leibrock weiß, worüber er schreibt: Als Leiter des Evangelischen Bildungswerks München war der Pfarrer selbst zweieinhalb Jahre ohne festen Wohnsitz. Was hat er bei der Zimmersuche erlebt, und was verbindet ihn heute mit Obdachlosen?

Rockmusik

Der Nürnberger Musiker Ernst Schultz
Autor
Deutschrock? "Na klar, mit Udo Lindenberg begann es", denken viele Anhänger rockiger Klänge mit deutschen Texten. Doch die Wiege des Deutschrocks liegt in Nürnberg. Einer seiner Väter ist immer noch musikalisch aktiv: Gitarrist und Sänger Ernst Schultz. Der 75-Jährige tüftelt weiter an neuen Songs, steht noch rund 40 Mal im Jahr auf der Bühne und hütet das Erbe der Songs seiner legendären Band "Ihre Kinder", die 1969 das erste deutschsprachige Rock-Album veröffentlichte.

Motto "Europäische Klänge"

Die fünf Organisten des Münchner Orgelsommers.
Orgelmusik quer durch Europa bietet der Münchner Orgelsommer vom 30. Juni bis 8. September. Bereits zum sechsten Mal laden die evangelischen Innenstadtkirchen kostenlos zu rund 30 Konzerten im Sommerloch ein. Was Wagners Ring mit James Bond zu tun hat, und welcher Special Guest aus Notre Dame erwartet wird, verrät das Programm.