Leute und Panorama

Pilgerreise nach Jerusalem

Unterwegs im Südosten der Türkei Richtung Syrien: David Britsch (Schatten) wollte nach Jerusalem pilgern.
David Britsch (55) pilgerte im November 2016 von Schwerin aus los. Als gläubiger Christ wollte er zu Fuß nach Jerusalem laufen. Doch in der Türkei wurde er festgenommen und saß über neun Monate in Abschiebehaft. Das Gebet gab ihm in dieser Zeit Kraft. Zuerst war sein Schicksal der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Im Dezember kam er frei und ist jetzt wieder zurück in Deutschland. Im Interview mit Markus Kowalski spricht David Britsch ausführlich über diese Zeit und wie er sich vom deutschen Staat alleingelassen fühlte.

Flüchtlinge

Bild aus der GU für Frauen in Kattenhochstatt
Autor
Sie waren auf der Flucht. Manchmal vor ihren Männern, die sie in der Heimat prostituieren wollten oder sie und die Kinder geschlagen haben. Manchmal aber auch mit ihren Männern und der Familie, wegen dem Krieg. In Deutschland angekommen, verabschiedete sich der Gatte dann. Ohne Schutz in einer Gemeinschaftsunterkunft (GU) bedeutet das für manche Frau den Beginn eines neuen Martyriums. Gut, dass es seit wenigen Wochen das Haus Noomi gibt. Wohl einzigartig in Franken.

Biographie

Obwohl die schrecklichen Ereignisse 55 Jahre zurückliegen, kann Pfarrer August Eckardt sie nicht vergessen. Der ehemalige Gefängnispfarrer von Landsberg am Lech hat 1948 und 1949 insgesamt 65 von den Amerikanern zum Tod verurteilte Kriegsverbrecher auf ihrem Weg zum Galgen begleitet. Der 91-Jährige lebt im Seniorenhof von Neunkirchen am Sand. Die zehn Monate als Gefängnispfarrer in Landsberg sind unauslöschlich in seiner Seele verankert.

Christbaumkauf

Etwa 28 Millionen Christbäume werden nach Angaben des Bund Naturschutz (BN) in Bayern jedes Jahr an Weihnachten verkauft. Die Mehrzahl davon stammt von Intensivplantagen, auf denen Kunstdünger und Pestizide eingesetzt werden. Eine weitere Umweltbelastung sind die langen Transportwege. BN-Waldreferent Ralf Straußberger rät daher zum Kauf eines Baumes, der aus der Region stammt und ökologisch erzeugt wurde.

Rentner als Entwicklungshelfer

Gerhard Liwanetz (rechts) mit dem Leiter der nepalesischen Hilfsorganisation »Faith« bei der Arbeit an einem Kinderspielplatz.
Autor
Nach der Rente ins Ehrenamt – das machen glücklicherweise viele. Nur wenige kommen dabei aber so viel in der Welt umher wie Gerhard Liwanetz. Den ehemaligen Ingenieur für Garten- und Landschaftsbau zieht es immer wieder in die Ferne. Zuletzt baute er für die Organisation "Senior Experten Service" (SES) in Nepal einen Kinderspielplatz aus Autoreifen. Demnächst zieht es ihn aber wieder nach Südasien mit den "Ingenieuren ohne Grenzen", um die Wasserversorgung in dem nepalesischen Bergdorf Lurpung zu verbessern.

Advent prägt Kinder

Für Kinder ist jetzt eine ganz besondere Zeit. Um den Advent und Weihnachten gibt es so viele zauberhafte Bräuche, Kerzenlicht und natürlich Geschenke, die auf der Wunschliste stehen. Manches verstehen sie noch nicht so recht, und so ist es kein Wunder, dass diese Zeit auch besonders viele herrliche Stilblüten von Kindern hervorbringt. Hartmut Press hat sie gesammelt. Elke Zimmermann stellt die besten vor.

Internationale Begegnungen

Der Salvadorianer Fernando Rodríguez im Kinderhaus St. Markus / Kreuzkirche in München-Schwabing.
Fernando Rodríguez (23) ist der erste Freiwillige aus El Salvador, der in einer evangelischen Einrichtung in Bayern arbeitet. Gerade erlebt er im Kinderhaus der Münchner Kreuzkirche seinen ersten deutschen Advent. Mit Kerzenglanz, Schnee und Tannenzweigen. Nur das Feuerwerk an Weihnachten wird ihm vermutlich ein bisschen fehlen.