16.03.2018
Sommerzeit & Winterzeit

Sommerzeit 2018: Tipps für die Zeitumstellung

Haben Sie auch Probleme mit der Zeitumstellung? Warum das so ist - und was dagegen hilft.
Zeitumstellung Himmel Nacht

Ein Viertel der Menschen in Bayern hat Probleme mit der Zeitumstellung. Weitaus mehr Probleme haben damit Frauen als Männer - 29 Prozent gegenüber 16 Prozent. Das ist das Fazit einer Studie der DAK-Gesundheit.

Von denjenigen, denen die Zeitumstellung zu schaffen macht, fühlten sich 76 Prozent müde oder schlapp, 58 Prozent hatten Schlafstörungen, 41 Prozent Konzentrationsstörungen und 28 Prozent fühlten sich gereizt. 14 Prozent gaben an, sogar unter depressiven Verstimmungen gelitten zu haben, wie die DAK weiter mitteilte. 22 Prozent hätten es schon einmal nicht pünktlich in die Arbeit geschafft.

Zeitumstellung halten die meisten Menschen für überflüssig

70 Prozent der Befragten halten die Zeitumstellung laut DAK-Angaben übrigens für überflüssig. Doch nur knapp die Hälfte der Studienteilnehmer glaubt daran, dass die Zeitumstellung eines Tages auch abgeschafft wird. Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden 1.004 Menschen in ganz Bayern befragt.

Zeitumstellung 2018: Wann werden die Uhren umgestellt?

Die Sommerzeit beginnt in diesem Jahr am 25. März 2018. In der Nacht vom 24. auf den 25. März werden die Uhren nachts von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Zwar ist es in der Frühe erst einmal wieder dunkel. Doch sind die Tage länger hell, und wir können mehr vom Sonnenlicht profitieren.

In diesem Jahr erfolgt die Umstellung auf die Sommerzeit am Sonntag, den 25. März. Um 2 Uhr nachts müssen die Uhren eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt werden. Diese Nacht ist also verkürzt – aber das Tageslicht bleibt am Abend länger erhalten. In der Früh dauert es dagegen länger bis es hell wird. Nach und nach verschiebt sich der Sonnenaufgang in den Sommermonaten nach vorne, sodass es dann wieder schnell hell wird am Morgen.

Die Winterzeit wird in diesem Jahr am 28. Oktober 2018 umgestellt. Mit der Winterzeit gilt wieder die sogenannte Normalzeit. Diese wird auch Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genannt und hat eine Differenz von genau einer Stunde zur Weltzeit.

Funkuhren und Smartphones stellen sich von selbst um

Die Funkuhren werden sich in der Nacht von selbst um. Dafür zuständig ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Sie übermittelt über einen starken Sender das aktuelle Zeitsignal an die Funkuhren.

Auch die Smartphones stellen sich automatisch von der Sommer- auf die Winterzeit um. Falls es nicht funktionieren sollte, muss die Zeit unter den "Einstellungen" ausgewählt werden.

EU-Parlament soll Zeitumstellung prüfen

Die Kritik an der Zeitumstellung wird inzwischen sogar im EU-Parlament diskutiert. Die Abgeordneten forderten im Februar 2018 die EU-Kommission auf, Vor- und Nachteile der Zeitumstellung zu prüfen und die bisherige Regelung gegebenenfalls abzuschaffen.

Ein entsprechender Antrag bekam bei einer Abstimmung in Straßburg eine deutliche Mehrheit. "Jetzt muss die Europäische Kommission endlich reagieren", teilte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber mit. Damit steigen die Chancen, dass die Sommerzeitregelung zurückgenommen werde.

Die Sommerzeit wurde in Deutschland im Jahr 1980 eingeführt. Damals sollte mit dieser Maßnahme vor allem Strom gespart werden. Seit 2001 gilt in der EU eine gemeinsame Regelung. Doch ist der Nutzen umstritten: Laut Umweltbundesamt schalten die Menschen mit der Zeitumstellung im Sommer zwar abends seltener das Licht an. Doch wird dafür im Frühjahr und Herbst häufiger geheizt.

Tipps für die Zeitumstellung auf die Sommerzeit

Für alle Menschen, die sich schwer tun mit der Zeitumstellung, gibt es folgende Tipps:

  • Die Zeitumstellung ist eine Art Mini-Jetlag. Wer trotzdem früh aufsteht, kann sich schneller an die Umstellung gewöhnen.
  • Gut ist, möglichst viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen und sich dem Sonnenlicht auszusetzen. Das belebt den Körper und gibt Kraft.
  • Abends sollte auf schwere Mahlzeiten verzichtet werden. Statt dessen lieber mal einen oder zwei Tage früher ins Bett gehen - dann gewöhnt sich der Körper schneller an den Wechsel.
     
Das EU-Parlament hatte bereits im Februar 2018 bei der EU-Kommission eine Prüfung der Zeitumstellung angefordert. Dies wurde bisher aber noch nicht umgesetzt, da es zu keiner Mehrheit kam, wie sie vom Verkehrsausschuss gefordert wurde

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