Der Turm des Ulmer Münsters ermöglicht wieder einen Aufstieg auf über 100 Meter Höhe. Ab 1. Mai wird der weltweit höchste Kirchturm bis zu der Besuchsplattform auf 102 Metern geöffnet. Den Startschuss für diese neue Etappe geben bereits am Dienstag (30. April) der Münsterdekan Torsten Krannich und der Ulmer Oberbürgermeister Martin Ansbacher (SPD). Anschließend ist ein Treppenlauf im Kirchturm geplant.

Wegen Sanierungsarbeiten bei den Treppen war der insgesamt gut 161 Meter hohe Münsterturm in den letzten zwei Jahren nur bis zur Turmstube in 70 Meter Höhe zugänglich. Die Reparatur etwa der Trittstufen und der Einbau von Fenstergittern sei für die Münsterbauhütte eine große handwerkliche Herausforderung gewesen, sagte Dekan Krannich. Außerdem seien Handläufe in den Treppenhäusern angebracht worden, was der Sicherheit bei Auf- und Abstieg diene.

Auf den Münsterturm steigen den Angaben zufolge jährlich 100.000 Menschen. Wie die Leiterin des Besucherbetriebs am Münster, Iris Ettrich, sagte, hätten Touristen täglich gefragt, wann der Turm wieder höher bestiegen werden könne. Denn das sei beim höchsten Kirchturm der Welt immer ein großes Thema. In das Münster selbst, das die größte protestantische Kirche in Deutschland ist, kommen im Jahr rund eine Million Menschen - zu Gebet und Andacht oder Besichtigungen.

Die höchste Besucherplattform des Turms in 143 Meter Höhe wird Dekan Krannich zufolge erst in zwei bis drei Jahren wieder zugänglich sein. Wegen der umfangreichen Bestimmungen des Brandschutzes werde es jedoch auch dann nur einen begrenzten Zugang geben - etwa durch Führungen oder besondere Besuchszeiten.

Der Münsterturm ist im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die wieder eröffnete Plattform in 102 Meter Höhe kann zwischen 10 und 15 Uhr erstiegen werden.

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