2.02.2018
Fastenzeit 2018

Fastenzeit: Worauf verzichten?

Fiele es Ihnen schwer, eine gewisse Zeit lang kein Fleisch zu essen und keinen Kaffee zu trinken? Wie viele Menschen tatsächlich fasten und worauf die meisten dabei verzichten, hat nun eine Umfrage ergeben.
Alkohol Glas Rosa Fastenzeit Süßigkeiten

Beim Fasten können die Menschen einer Umfrage zufolge offenbar am ehesten auf Alkohol und Süßigkeiten verzichten. Auf alkoholische Getränke können laut Umfrage 48 Prozent verzichten, auf Süßes 47 Prozent. Bei der Umfrage des katholischen Hilfswerks Misereor hatte das Meinungsforschungsinstitut YouGov mehr als 2.000 Personen interviewt. Ein Drittel gab an, bereits gefastet zu haben.

Weitere 30 Prozent der Befragten würden während der Fastenzeit Fleischgerichte vom Speiseplan streichen, 23 Prozent ließen das Rauchen sein, 15 Prozent tränken keinen Kaffee. Am schwersten täten sich die Deutschen den Angaben zufolge mit dem Verzicht auf Handy und Computer (sieben Prozent), das Auto (acht Prozent) und das Fernsehen (neun Prozent).

Als wichtigstes Ziel des Fastens nannten die Befragten Aspekte wie Entgiften oder Entschlacken, gesünder und bewusster leben oder abnehmen. 24 Prozent waren der Meinung, dass man mit dem Fasten auch Gewohnheiten infrage stellen sollte. Nur sechs Prozent betrachteten den zeitweiligen Verzicht als Motiv, um für Menschen in weniger privilegierten Ländern zu spenden.

Die Umfrage wurde vor der diesjährigen Misereor-Fastenaktion präsentiert, die unter dem Leitwort "Heute schon die Welt verändert?" am 18. Februar in München eröffnet wird. Die Aktion wird gemeinsam mit der katholischen Kirche in Indien veranstaltet.

Die Fastenaktion sei eine Gelegenheit, "sich anzuschauen und zu fragen, was jede und jeder beitragen kann, um Armut zu bekämpfen, Ressourcen und Mitwelt zu schonen und einer größeren Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen", sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

 

VERLAGSANGEBOT

Mit Promis durch die Fastenzeit

7 Wochen Sonntagsblatt Fastenabo

In der Fastenzeit geht es nicht nur um Verzicht, sondern auch darum, sich noch mehr auf den Glauben zu konzentrieren. Freuen Sie sich mit dem Kurzabo auf 7 Wochen Seelennahrung – geistige Unterstützung für die Fastenzeit – unteranderem mit Promis wie Stefanie Hertel, Tiki Küstenmacher und Dieter Falk. Ideal auch als Geschenk geeignet!
> 7 Wochen Sonntagsblatt lesen

Thumbnail
Share Facebook Twitter Google+ Share

Weitere Artikel zum Thema:

Ernährung

Professor Michael Macht  vom Institut für Medizinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Würzburg ist Experte für emotionales Essverhalten sowie Essstörungen. Fasten ist seiner Meinung nach nicht dazu geeignet, sein Gewicht dauerhaft zu reduzieren.
Die Fasten- oder Passionszeit ist für viele Menschen, ob gläubig oder nicht, ein willkommener Anlass, ihre Ernährung zu überdenken. Etliche verzichten auf Süßigkeiten, Alkohol oder machen spezielle Fastenkuren. Sie erhoffen sich damit neben dem Verlust einiger Kilos oftmals auch die Reinigung von Körper und Seele. Ob wochenlanges Fasten für den Körper eine gute Idee ist, erklärt Professor Michael Macht vom Institut für Medizinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Würzburg und Experte für emotionales Essverhalten sowie Essstörungen.
Share Facebook Twitter Google+ Share