Markus Springer

Redakteur

Markus Springer ist Redakteur für Kultur, Medien und Netzwelten beim Sonntagsblatt. Zu seinen Leidenschaften zählen Absonderlichkeiten aus der Kirchengeschichte, München und die Marken (Hauptsache Italien) sowie Motorradreisen mit seiner unverwüstlichen BMW G/S 80 (Baujahr 1981).

THEMA-Hefte:

  • »Die Cranachs - Malerwerkstatt der Reformation«
  • »Die Zehn Gebote«
  • »Ehe in der Krise«
  • »Pubertät«
  • »Geld und Gott«
  • »Kinder, Kinder«

 

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»Volkstheater« im Passionsspielort

Die »Geierwally« auf der Freiluftbühne an der Oberammergauer Laberbergbahn (Regie Abdullah Kenan Karaca).
Oberammergau ist ein besonderer Ort. Von Bergen umgebenes Bilderbuch-Bayern, Lüftlmalerei an Häusern und Höfen, dazu das Passionsspiel, das hier seit 1633 alle zehn Jahre stattfindet. Seit 30 Jahren heißt der Passionsspielleiter Christian Stückl (56). Unter seiner Ägide hat sich einiges verändert im Idyll: Oberammergau lebt vor, was »Volkstheater« im besten Sinn sein kann. Sichtbar wurde das gerade wieder in Abdullah Kenan Karacas Freiluft-Inszenierung der »Geierwally«, die gerade Premiere hatte.
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ZEITZEICHEN

»Mensch, wo bist du?« - Plakat mit dem Motto des Kirchentags in Bremen 2009 und dem Graffito »Danke! - da nich für«.
Stell dir vor, es ist Reformationsjubiläum, aber keiner geht hin: »Mensch, wo bist du?« war zwar das Motto des Kirchentags in Bremen 2009, es würde allerdings auch 2017 passen: Mitteldeutsche Kirchentage ohne Besucher, millionenteure, aber leere Reformationsausstellungen, eine Überfülle an Angeboten, die sich gegenseitig »kannibalisieren«. Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, dass die Gottesanbeterin zum »Insekt des Jahres 2017« gekürt wurde?
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Ökumenische Interfilm-Akademie

»Cuori puri« – reine Herzen von Roberto de Paolis mit Selene ­Caramazza und Simone Liberati.
Seit über 30 Jahren vergibt die ökumenische Interfilm-Akademie auf dem Münchner Filmfest den renommierten »One Future«-Ehrenpreis. So lange war auch der evangelische Gautinger »Filmpfarrer« Eckart Bruchner (73) in Personalunion mit dem Filmpreis verbunden. Mit dem diesjährigen Münchner Filmfest (22. Juni bis 1. Juli) ist nun der Stabwechsel zum evangelischen Theologen Peter Marinkovic als Leiter der Akademie abgeschlossen.
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Hiphop-Historie

»All Eyez on Me« von Benny Boom: Demetrius Shipp als Tupac Shakur.
Er gilt noch heute als einer der größten Künstler des Hiphop – ­Tupac Shakur. 1996 wurde er aus einem fahrenden Auto in Las Vegas erschossen. Er wurde nur 25 Jahre alt. Benny Boom hat dem Rapper mit der Filmbiografie »All Eyez On Me« (ab 15. Juni) ein Denkmal gesetzt, das einen zwischen Shakespeare und Schießereien zerrissenen Menschen zeigt. Die spirituelle Seite des radikalen schwarzen Künstlers wurde erst nach seinem Tod sichtbar.
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Filmstart »Alien: Covenant«

»Alien: Covenant«: Michael Fassbender spielt in einer Doppelrolle die Androiden Walter und David.
»Alien« – ein Film, mit dem Regisseur Ridley Scott 1979 Kinogeschichte schrieb. Mit »Alien: Covenant« (ab 18. Mai im Kino) erweitert der bald 80-jährige Scott das Weltraum-Grusel-Epos um eine Vorgeschichte. Es geht um Schöpfer, Geschöpfe, viele weitere religiöse Bezüge – und natürlich fließt wieder eine Menge Blut. Sich selbst zu übertreffen gelingt Scott aber leider nicht.
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Obama auf dem Kirchentag

Yes, he comes - Grafik zur angekündigten Teilnahme Barack Obamas am Kirchentag 2017 in Berlin.
Barack Obama hat als US-Präsident wenig erreicht, manche nennen ihn sogar einen »abgehalfterten Messias«. Dennoch verkörpert er bis heute eine tiefe Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit. Zur aktuellen Politik äußert er sich spärlich. Sein Auftritt am 25. Mai beim Kirchentag in Berlin dürfte auch deswegen sehr spannend werden. Aber was glaubt Barack Obama? Ist er Christ? Bei den Angriffen, denen sich Barack Obama vor und während seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ausgesetzt sah, ging es auch immer wieder um die Gretchenfrage nach der Religion.
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Ostern in der Grabeskirche

Die renovierte Ädikula über dem Grab Christi in der Rotunde der Grabeskirche Jerusalem (Frühjahr 2017).
Mehr als 70 Jahre lang hielt ein hässliches Stahlskelett die »Ädikula«, die Kapelle über dem Heiligen Grab, zusammen. Es musste das marode Bauwerk in der Jerusalemer Grabeskirche vor dem Einsturz bewahren. Rechtzeitig vor Ostern 2017 erstrahlt die komplett sanierte Ädikula nun in neuem Glanz – ein Mammutwerk auch deswegen, weil jede noch so kleine Veränderung in der Grabeskirche Konfliktpotenzial in sich trägt. Der fragile »Status quo«, wer was wann in der Kirche darf, sorgt regelmäßig für Ärger zwischen den christlichen Konfessionen, gerade zu Ostern. Er ist auch das Ergebnis eines fast 1400 Jahre andauernden Ringens der Christenheit mit dem Islam und um Jerusalem.
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Neu im Kino

Die Protagonisten von »Ü100« (im Uhrzeigersinn): Anna (103), Ruja (102), Hella (102), Franz (100), Gerda (100), Theresia (101), Ernst (102) und Erna (104).
Sie sind mutig. Sie sind witzig. Sie sind weise. Und sie sind über 100 Jahre alt. Die bayerische Filmemacherin Dagmar Wagner hat acht Hochbetagten ein sehenswertes Dokumentarfilm-Denkmal gesetzt. Am 6. April kommt der Film »Ü100« in die Kinos.
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Religiöse Feiertage

Hans Leonhard Schäufelein, Abendmahl, 1515, Ulmer Münster.
Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. In diesem Jahr feiert die lateinische und die orthodoxe Christenheit wieder einmal zum gleichen Termin die Auferstehung des Herrn, was nur alle paar Jahre vorkommt. Aber wie berechnet sich eigentlich der Ostertermin? Warum finden das jüdische Pessach und Ostern selten, aber immer wieder gleichzeitig statt? Und warum schert die orthodoxe Christenheit genau dann immer aus einem gemeinsamen Ostertermin aus? Ein Streifzug durch die verzwickte österliche Kalendergeschichte.
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