Regionale Nachrichten

Landessynode in Amberg

Die evangelische Christuskirche liegt nur einen Steinwurf entfernt von der historischen und heute wieder allein katholischen Stadtpfarrkirche im Herzen von Sulzbach.
Die Landessynode, das »Kirchenparlament« der rund 2,4 Millionen Protestanten in Bayern, tagt vom 26. bis 30. November zwar in Amberg, aber zu Gast ist man im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Beide Städte liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Amberg ist größer, aber Sulzbach-Rosenberg ist der Dekanatssitz. Das hat historische Gründe: Über einen Mangel an konfessionsgeschichtlichen Wechselfällen kann man sich in der Region durchaus nicht beklagen.
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Nationalsozialismus

BLV-Vizepräsident Reinhold Baier, Charlotte Knobloch und "!Nie wieder"-Sprecher Eberhard Schulz bei der Buchvorstellung.
Sie waren begeisterte Fans, großartige Fußballer, fleißige Vereinsmitglieder - doch ab 1933 waren Menschen mit jüdischen Wurzeln in den deutschen Fußballvereinen unerwünscht. Die Initiative »!Nie wieder - Erinnerungstag im deutschen Fußball« hat jetzt gemeinsam mit dem Bayerischen Fußballverband ein digitales »Buch der Erinnerung« ins Leben gerufen. Es soll den in der NS-Zeit verstoßenen, verfolgten und ermordeten Vereinsmitgliedern ein Denkmal setzen.
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Digitalisierung & Kirche

Dekan Professor Albrecht und Anselm
»Digitalisierung und Kirche«: darum geht es an drei Terminen vor Weihnachten in einem Seminar für Theologie-Studenten der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Was bedeutet das Doppelleben vieler Menschen in der realen und virtuellen Welt für den Umgang der Kirchen mit ethischen Themen, für Seelsorge und Gottesdienst?
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Geschichte und Kultur

Der Regensburger Gesandtenfriedhof
Der Gesandtenfriedhof in Regensburg ist kein Friedhof wie jeder andere: Auf ihm gibt es keine Grünflächen, keine Büsche, Blumen oder Kränze. Es kommen auch keine Angehörigen vorbei, um die Gräber zu pflegen und ihre Trauer an einen Erinnerungsort zu tragen. Auf ihm liegen Menschen aus aller Herren Länder, zur letzten Ruhe gebettet in fremder Erde und vor vielen Jahrhunderten.
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Gesundheit

Doktor Arzt Medizin Hand Hilfe
Jedes Jahr erkranken um die 65.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs, die meisten leiden darüber hinaus irgendwann an einer Vergrößerung der Drüse. Trotz dieser Zahlen machen viele Männer aus Scham, Unkenntnis und Zeitmangel einen großen Bogen um Arztpraxen. Die Prostata Hilfe Deutschland, eine neu gegründete Initiative mit Sitz in Würzburg, will das Thema aus der Tabuzone holen und den Betroffenen Orientierung und Hilfestellung bieten.
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Literatur

Buch Märchen Fantasie Traum
Alle zwei Jahre treffen sich Märchenerzähler aus nah und fern in Würzburg, um den Gästen in der Evangelischen Studierendengemeinde (esg) die »Welt der Märchen« näherzubringen. Am 18. November laden die beiden Organisatoren Kerstin Lauterbach und Robert Schneider zur inzwischen »3. Langen Nacht der Märchen« ein. Sie startet um 16 Uhr mit einem Kinder- und Familienprogramm bis 18.45 Uhr, für die erwachsenen Zuhörer geht es ab 19 Uhr für drei Stunden weiter.
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Ökumenisches Projekt

Autor
»Aufs Maul geschaut« und dies künstlerisch verarbeitet haben in Anlehnung an Martin Luthers bekannten Satz im Reformationsjubiläumsjahr 2017 schon viele. Den Blick auf die Bibel richten wollten die christlichen Gemeinden aus Cadolzburg in einem ökumenischen Gemeinschaftsprojekt. Alle Gemeindeglieder wurden aufgerufen, ihren persönlichen Bezug zur Heiligen Schrift für das »Cadolzburger Bibelheft« zu bekunden. Jetzt liegt das kleine Büchlein vor – die Vielfalt begeistert und überrascht.
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Bildung

Die bayerische Landeskirche behält das Wildbad Rothenburg. Nach dem Abschluss der Prüfung hat der Landeskirchenrat beschlossen, die Tagungsstätte weiter als Einrichtung der Landeskirche zu betreiben. Vor ungefähr einem Monat war bekanntgeworden, dass der Landeskirche für das idyllisch gelegene Wildbad von einem vor Ort tätigen Hotelier ein Kaufangebot vorgelegt wurde. Die Kirchenleitung informierte daraufhin die Mitarbeitenden und die Mitglieder des Wildbad-Beirates. Zur Debatte standen neben einem möglichen Verkauf auch eine Kooperation mit dem interessierten Hotelier sowie das Festhalten am Ist-Zustand.
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Ruhmeshalle ohne Reformatoren

Die Walhalla - »Ruhmeshalle großer Deutscher« in Donaustauf bei Regensburg.
Der »Ruhmestempel« Walhalla bei Regenstauf wurde kurz vor dem Reformationstag 1842 eröffnet. Bedeutende Persönlichkeiten »teutscher Zunge« sollten laut bayerischem König Ludwig I. in dem Bauwerk mit einer Marmorbüste oder Gedenktafel geehrt werden. Doch Reformatoren fehlten lange auf der Liste. Noch heute entzündet sich Kritik an der ziemlich einseitigen Auswahl an Feldherren und Germanenführern, die keiner mehr kennt und deren Beitrag zur Geschichte und Kultur zweifelhaft ist.
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Musik & Kirche

Klaus Wedel
Autor
Nachdem Klaus Wedel mit über 40 Dienstjahren der älteste hauptamtliche Kirchenmusiker in Bayern ist, denkt der in Roth lebende Musiker so langsam an die Rente. Aber nur ganz langsam. Denn es gibt noch viel zu tun. Nicht nur mit seinem Kammerchor Roth, mit dem er am 22. Oktober in der evangelischen Stadtkirche Händels »Messias« aufführte. Bald gibt Wedel neue Bücher mit Begleitsätzen für Gesangbuchlieder für Orgel und Posaunenchor heraus. Tiefer gesetzt, weil es nötig ist.
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Reformation

Kuratorin Frederike Schmäschke mit dem Gemälde
Autor
Ob es nun 25 Jahre bis zum nächsten Jubiläumsjahr der Reformation dauert, bis Konrad Weigands Gemälde »Luthers Hochzeit« wieder aus den Archiven der Stadt Nürnberg kommt? Es wäre schade, wenn das riesige Bild von der Wand im Nürnberger Stadtmuseum im Fembo-Haus am 12. November verschwände und lange nicht mehr zu sehen sein würde. Wo es dann eingelagert wird, das gehört zu den bestens gehüteten Geheimnissen der Stadt.
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Frauenstudientag Neuendettelsau

Margaret Obaga (Mitte) an einem Infostand von Mission EineWelt.
Frauen mit Migrationshintergrund sind offenbar besonders häufig von Gewalt betroffen. Deshalb beschäftigte sich in Neuendettelsau ein Frauenstudientag mit Gewalt in Afrika und Deutschland. Die Studienleiterin im Referat Mission Interkulturell bei Mission EineWelt, Margaret Obaga, erklärt, weshalb Gewalt gegen Frauen zwar ein globales Problem ist, Migrantinnen aber auch in Mitteleuropa häufiger als andere Frauen davon betroffen sind.
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