Mit »Viva Voce« startet die Landessynode

Die A-Capella-Band Viva Voce hat die Synodalen in Sulzbach-Rosenberg begrüßt. Zuvor gab es einen festlichen Gottesdienst in der Christuskirche in Amberg.

Mit einem festlichen Gottesdienst ist die Herbsttagung der bayerischen Landessynode am Sonntag in Sulzbach-Rosenberg eröffnet worden. In seiner Predigt rief Jack Urame, Bischof der evangelischen Kirche von Papua-Neuguinea, die Christen dazu auf, den Bedrohungen der modernen Welt gemeinsam entgegenzutreten. Der Konsumzwang, politische Ideologien mit Macht und Dominanz bedrohten das Leben und die Gemeinschaft mit anderen Menschen. Egoismus und Materialismus seien die »modernen Formen« des Götzendienstes, sagte der Bischof der Kirche von Papua-Neuguinea, mit der die bayerischen Lutheraner in Partnerschaft stehen. Die Kirche dürfe als prophetische Stimme in der Welt zu diesen negativen Entwicklungen nicht schweigen. 

Landessynode berät über kirchlichen Haushalt

Bei ihrer Herbtsttagung ab Montag im Amberger Congress Centrum müssen die 108 Synodalen den kirchlichen Haushalt für das nächste Jahr mit einem Volumen von rund 923 Millionen Euro beschließen. Wegen der guten Konjunktur gehen die kirchlichen Finanzexperten von einer weiteren Steigerung der Kirchensteuer-Einnahmen auf 751 Millionen aus. Außerdem wird die Synode an dem umfassenden kirchlichen Reformprogramm »Profil und Konzentration« weiterarbeiten. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wird einen Bericht zur Situation der evangelischen Kirche geben.

Partnerschaft zwischen Bayern und Papua-Neuguinea

Zum Abschluss der Synodaltagung am Donnerstag soll eine Partnerschafts-Vereinbarung mit der Kirche von Papua-Neuguinea unterzeichnet werden. Eine Gruppe Synodaler wird Fürnried in der Oberpfalz besuchen, den Geburtsort von Johann Flierl, der 1886 als Missionar nach Papua-Neuguinea ging. Heute leben in Papua-Neuguinea rund 900.000 lutherische Christen.

Die Landessynode ist das Kirchenparlament der rund 2,4 Millionen bayerischen Protestanten mit weitreichenden Befugnissen. Die Synode bestimmt den Kurs der Kirche, verabschiedet die Kirchengesetze und den Haushalt und wählt den Landesbischof. Die 108 Synodalen kommen zu ihren Tagungen zwei Mal im Jahr in unterschiedlichen bayerischen Städten zusammen.

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Für evangelische Christen war Würzburg nicht immer ein gutes Pflaster. Erst das sogenannte Toleranzedikt im Jahr 1803 schuf die Grundlage für eine Gleichberechtigung der Konfessionen in der früheren Residenzstadt der katholischen Fürstbischöfe. Sie konnten nun Bürgerrechte erwerben und waren den Katholiken gleichberechtigt. Die Protestanten blieben in Würzburg stets in der Minderheit - und trotzdem spielt das evangelische Würzburg für die Gründung der heutigen bayerischen Landeskirche eine wichtige Rolle. Entscheidende Impulse für die moderne Kirchenstruktur kamen von dort, die Stadt gilt daher als »Keimzelle« der Landeskirche.
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