Norwegerin Julia Lindström gewinnt Prix Interculturel

Die Interfilm-Akademie hat den Film »Mamma« der norwegischen Regisseurin Julia Lindström mit den »Prix Interculturel« ausgezeichnet.
Mamma

Der Film »Mamma« der norwegischen Regisseurin Julia Lindström hat den »Prix Interculturel« der ökumenischen Interfilm-Akademie erhalten. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Preisverleihungsgala des 37. Internationalen Festivals der Filmhochschulen in München (»Filmschoolfest Munich« 2017) vergeben.

Lindströms 25-minütiger Spielfilm ist nach Einschätzung der Jury »die kraftvolle Geschichte« von drei Frauen - einer Großmutter, einer Mutter und einer Tochter - auf der Suche nach dem sogenannten normalen Leben, zerrissen zwischen Freiheitsdrang, Hingabe und Verantwortung. Mit »schönem Realismus, unprätentiösen Details und begrenzten Dialogen« zeige der Film, »dass - unabhängig von Kultur und Gesellschaft - die Verhaltensmuster einer Generation auf die nächste vererbt werden können.«

Seit 2005 vergibt die Interfilm-Akademie auf dem internationalen »Filmschoolfest Munich« den »Prix Interculturel«. In diesem Jahr ist der Preis mit 1.500 Euro dotiert. Mit ihm zeichnet die Akademie Nachwuchsarbeiten aus, die nach Ansicht der Jury den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen fördern.

Der international besetzten Interfilm-Jury gehörten in diesem Jahr die iranisch-stämmige Münchner Fotografin Sima Dehgani, die aus Israel stammende Theaterregisseurin Sapir Heller und der in der Türkei geborene Schauspieler Tim Seyfi (»Kommissar Pascha«) an. Vorsitzender ist der evangelische Theologe Peter Marinkovic, Dekan des Prodekanats München Ost, der seit einem Jahr Direktor der Interfilm-Akademie ist.

Seit 1981 ist das Internationale Festival der Filmhochschulen München ein wichtiger Treffpunkt der Regie-Stars von morgen. Sein Gründer Professor Wolfgang Längsfeld leitete es bis 2002. Seit 2011 ist Diana Iljine Leiterin des Festivals. Es gehört zu den bedeutendsten Nachwuchsfestivals der Welt. Im Wettbewerb konkurrierten in diesem Jahr 44 Filme aus 17 Ländern, darunter Spielfilme, Dokumentationen und Animationen mit einer maximalen Länge von 30 Minuten. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von knapp 70.000 Euro vergeben.

 

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