Was haben Siemens, BMW und Sport Scheck gemein? Sie nutzen vermehrt Schulungen für die Persönlichkeitsentwicklung ihrer leitenden Angestellten. Dazu gehört auch der „SeitenWechsel“, ein Programm „zur ethischen Orientierung im beruflichen Kontext“ des evangelischen „Instituts für Persönlichkeit und Ethik“ in Fürstenfeldbruck und des kda Kirche + Arbeit in München. Die Programmidee stammt aus der Schweiz und beinhaltet, dass Führungskräfte für eine Woche das Arbeitsleben in sozialen Einrichtungen kennen lernen und dabei Menschen, die mehr oder weniger am Rand unserer Gesellschaft leben, begegnen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Dabei treffen sie unter anderem auf behinderte Menschen, Obdachlose, Sterbenskranke, Straffällige, Drogenkranke, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Münchner Filmemacherin Ursula Auginski hat Matthias Rossner, Teamleiter einer Nürnberger Bank bei seinem ganz persönlichen „Seitenwechsel“begleitet. Der 45-Jährige arbeitete eine Woche im Kontaktladen für Drogenkonsumenten „off+“ des Münchner Vereins „condrobs“ mit. Mit welchen Erwartungen er dort hingegangen und mit welchen Erfahrungen er von dort zurückgekehrt ist, darüber wird in einem Abschlussgespräch mit der Personaltrainerin der Bank ausführlich gesprochen. Welche Auswirkungen solche Programme für die teilnehmenden Firmen und die Gesellschaft an sich haben können und in wieweit es moralisch vertretbar ist, Menschen, die diese soziale Einrichtungen besuchen, für deren Zwecke zu benützen, darüber unterhalten sich Lebensformen-Moderatorin Christine Büttner und Studiogast Prof. Dr. Christoph Lütge, Wirtschaftsethiker an der TU München unter anderem im Studio. Studiogast: Prof. Dr. Christoph Lütge, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der TU München Filmbeiträge: Ursula Auginski Moderation: Christine Büttner Redaktion: Heike Springer Programm "SeitenWechsel" kda Kirche + Arbeit München Institut für Persönlichkeit + Ethik Fürstenfeldbruck condrobs e.V. München Peter Löscher-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik, TU München
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