Schulferien gestrichen
Statt sich in den Faschingsferien zu erholen, müssen Schüler und Lehrer in Bayern auch in dieser Woche die - virtuelle - Schulbank drücken. Wer die Sonderregelung des Kultusministeriums, das die Faschingsferien wegen Corona gestrichen hat, umgehen will, muss sich der SPD-Landtagsfraktion zufolge vor Petzen hüten.

In einem Schreiben der Bezirksregierung Oberbayern, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, würden Schulleitungen aufgefordert, festgestellten "Unterricht light" an anderen Schulen während der Faschingswoche zu melden.

Wenn diese Anordnung, Schulen, die einen etwas gemäßigteren Kurs fahren, zu verpetzen, vom Kultusministerium selbst komme, sei das "ein Skandal", sagte die SPD-Bildungsexpertin Simone Strohmayr am Montag in München.

Schulpolitik in Bayern

Minister Michael Piazolo (Freie Wähler) fahre derzeit einen "aggressiven Kurs gegenüber Schulen" und habe bereits medial mit der Schulaufsicht gedroht, falls der Unterricht in dieser Woche nicht im verlangten Umfang stattfinde.

Statt dieser "knallharten Linie" hätte es ein Konzept gebraucht, um benachteiligte Schüler aufzufangen und die Ferien für individuelle Förderung zu nutzen.

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