Leute und Panorama

Asyl und Flüchtlinge

Heute (Dienstag) soll vom Münchner Flughafen aus wieder ein Abschiebeflugzeug nach Afghanistan starten. Unter den betroffenen abgelehnten Asylbewerbern sind nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrats auch solche, die sich bereits in Ausbildung oder der Schule befanden. Der Verband ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer "Unser Veto" plädiert für ein Ende des "bayerischen Sonderwegs" bei Abschiebungen nach Afghanistan.

Die Weltenbummlerfamilie

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Mit dem Schulbus in die Mongolei. Das war Trip Nummer 1. Mit einem Schulbus durch Nordamerika. Das war Trip Nummer 2. Familie Praschel aus der Nähe von Winklarn im Landkreis Schwandorf ist so eine richtige Weltenbummler- und Abenteurer-Familie. Über ihre letzte Reise, den Trip durch Nordamerika hat Heike Praschel ein Buch geschrieben, das nun erschienen ist. Florian Wein hat die Familie besucht.

Ein Zeuge deutscher Geschichte

Pfarrer Dr. h.c. Karl Heinz Neukamm nahm auch im Ruhestand am Leben und Wirken der Rummelsberger Diakonie regen Anteil, ohne sich je einzumischen.
Der frühere Präsident des Diakonischen Werkes, Karl Heinz Neukamm, ist tot. Wie die Diakonie Deutschland mitteilte, ist Neukamm in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 89 Jahren gestorben. Er leitete den zweitgrößten deutschen Wohlfahrtsverband von 1984 bis 1994. In seine Amtszeit fiel die Wiedervereinigung der Diakonischen Werke der Bundesrepublik und der DDR.

Pfarrer und ihre Hobbys

Pfarrer Martin Schulte hat in der Lebensmitte die Berge wieder entdeckt. Für sich, und inzwischen als Kursleiter für andere. Er führt Gruppen in große Höhen, wenn es sein muss, auch mal über einen ausgesetzten Klettersteig. Dort oben erlebt er vertiefte Gespräche und hat Erlebnisse mit Menschen, die sich ihm so im Alltag oder Pfarrbüro nicht anvertraut hätten.

Rummelsberger Diakon in Singapur

Billige Waren aus Fernost per Containerschiff, günstiger tiefgekühlter Seefisch aus dem südchinesischen Meer - all das wird von den Häfen in Singapur aus nach Europa geliefert. Die Seeleute und Fischer stehen unter großem Zeitdruck. Die monatelangen Arbeitsphasen an Bord sind komplett durchgetaktet. Gerade bei den Fischern sind die Bedingungen auf den Schiffen oftmals menschenunwürdig, sagt der Rummelsberger Diakon Michael Hofmann (60), der mit seiner Frau seit eineinhalb Jahren in Singapur bei der Seemannsmission arbeitet. Die Verbraucher seien der Schlüssel, unmenschliche Arbeitsbedingungen weltweit zu beenden.

Wildnisgruppe für Kinder

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Ab in die Wildnis! Fangen spielen im Wald, Beeren pflücken und sogar Brennnesseln essen! Die Kinder der "Wildnisgruppe" der Rummelsberger Diakonie erleben jeden Donnerstag echte Abenteuer in der Natur. Und das tut ihnen richtig gut! Jasmin Kluge hat ihre Trekkingschuhe geschnürt und ist mit gewandert - durch’s kniehohe Gras, über Baumstämme und ins Waldlager.

Obdachlosigkeit

Die Zahl der Obdachlosen in Bayern ist stark angestiegen. Besonders in den Großstädten herrschen alarmierende Zustände. Die Kommunen, die für die Versorgung zuständig sind, fühlen sich im Stich gelassen. Jetzt haben sich aber auch Betroffene und ehemals Wohnungslose zusammengetan. Sie wollen eine deutschlandweite Vertretung gründen. Christian Zimmermann hat es in München wieder geschafft, auf die Beine zu kommen: als BISS-Verkäufer

Evangelische Flughafenseelsorge

Jessica Gürtler Markus Jaehnert evangelische Flughafenseelsorge
Rund 20 Obdachlose leben dauerhaft in den weiten Fluren am Münchner Flughafen, rund 100 weitere bleiben für ein paar Tage oder Wochen. Um sie kümmern sich seit sechs Monaten die Streetworker des Obdachlosen-Programms MOSE, das die evangelische Flughafenseelsorge und die Flughafen München-Gesellschaft (FMG) initiiert haben.

Freizeit

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Sommerzeit ist auch Motorradzeit. Gerade in der Fränkischen Schweiz locken viele abwechslungsreiche Touren: Rasante Serpentinenstrecken, idyllische Talfahrten, kurvenreiche Landstraßen. Wem das nicht reicht, der sollte mit einem Grüppchen Oberasbachern auf Spirit-Tour gehen. Sie suchen sich einmal im Monat ganz besondere Ziele aus.

Keine Zeit vor der Urlaubszeit

auf Uhr schauender Mann
Nie hatten Menschen so viel Zeit - nie fühlten sie sich so gehetzt. Und die Zeit vor dem Urlaub erleben viele als besonders stressig, weil vorher noch so viel erledigt werden muss. Woher kommt das? Der Münchner Zeitforscher Karlheinz Geißler lebt seit 30 Jahren ohne Uhr.

Ausstellung

Wer alte Eltern hat, um die er sich kümmern muss, steht oft vor großen Problemen. Wie macht man eine Betreuungsvollmacht? Gibt es ein Testament? Wenn sie nicht mehr zuhause leben können, was passiert mit all den persönlichen Dingen aus der Wohnung? Was bleibt von meiner Mutter, meinem Vater? "Was bleibt" ist der Titel einer Ausstellung, die zusammen mit Gottesdiensten und Veranstaltungen zum Nachdenken über das Thema anregen soll. So wie zum Beispiel das Theaterstück "Das ICH ist verreist".

Diakonie

der Präsident der Diakonie Bayern: Michael Bammessel
Die Diakonie Bayern kritisiert Abschiebungsandrohungen gegen angehende Altenpfleger. Diakoniepräsident Michael Bammessel fordert vielmehr ein Aufenthaltsrecht für junge Flüchtlinge, die in der Pflege arbeiten wollen, heißt es in einer Mitteilung seines Verbandes. Bammessel sagte, junge Menschen würden in der Altenpflege dringend gesucht.

Deutsch-israelische Freundschaft

Israelische und Meringer Jugendliche auf dem Pürschling
Mering hatte im Juni insgesamt 40 Freunde aus der israelischen Stadt Karmiel zu Gast: einen Chor zum Israeltag, den Bürgermeister mit Delegation und 14 Jugendliche. Die beiden Städte pflegen seit über zehn Jahren eine Freundschaft, die bald eine offizielle Städtepartnerschaft werden soll. Die Freundschaftsbande zwischen den beiden Gemeinden werden immer enger. Vor allem zwischen den Jugendlichen, die jetzt wieder nach Hause geflogen sind und sich schon darauf freuen, wenn die Meringer nächsten Sommer nach Karmiel kommen.

Asyl in Zirndorf

In der ZAE Zirndorf: Kreativstunde für die Kinder mit der Künstlerin Sabine Schwarz aus Roßtal
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Weit weg von zu Hause, auf beschwerlichen Wegen nach Deutschland gekommen, schreckliche Bilder im Kopf und Angst im Rücken: Es sind vor allem die Kinder, die in den Zentralen Aufnahmeeinrichtungen (ZAE) für Flüchtlinge Schutz und Halt brauchen. So auch in Zirndorf. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen hier für Schule, Betreuung und Zerstreuung. Doch gerade weil seit einigen Monaten weitaus weniger Kinder in der ZAE ankommen, stehen einige Angebote auf der Kippe. Der Bedarf ist nach wie vor da, es fehlen aber wie so oft die Mittel. Und ob sich an diesem Zustand etwas ändert, wenn die Zirndorfer Einrichtung in wenigen Wochen zu einem von sieben sogenannten Ankerzentren in Bayern wird, ist ebenso fraglich.

Jenseits von Eden

Michael Bammessel
Bayerns Diakoniepräsident Michael Bammessel hat eine Verschärfung der Armutslage im Freistaat kritisiert. Das Bundesland gelte zwar als wirtschaftlich prosperierend, für manche sei es gar das "Paradies". Dennoch lebten "viele Menschen jenseits von Eden", sagte der bayerische Diakoniepräsident am Montag in Ingolstadt beim Jahresempfang des dortigen Diakonischen Werkes.

Pflege & Beruf

Petra Rahn und Marigona Fazlija von der Diakoniestation Nürnberg.
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Sie kämpfen mit den Erwartungshaltungen von Patienten, mit der Uhr, mit der Straßenverkehrsordnung – und mit Vorurteilen, die Menschen über die ambulante Pflege haben. "Du Arme, das könnte ich nicht", ist einer der häufigsten Kommentare, den die Diakonieschwestern Petra Rahn und Marigona Fazlija aus Nürnberg nicht mehr hören können. Ein Tag mit zwei Frauen, die ihre Arbeit gern machen.

Kirche in Bayern

Freunde sind wichtig. Wer Freunde hat, ist glücklicher. Und wer gute Freunde hat, kommt leichter durchs Leben, heißt es. Filmemacherin Claudia Dinges hat sich auf die Suche nach echter Freundschaft gemacht. Gefunden hat sie Sandkastenfreunde über Generationen hinweg.

Fahrradsicherheit

Ghostbike als Mahnmal für einen tödlichen Unfall
Bei diesem schönen Wetter verzichten viele gerne auf ihr Auto und wechseln lieber aufs Fahrrad. Das ist gesund, hält fit und macht Spaß. Aber leider passieren auch Unfälle. Die meisten hätten verhindert werden können. Darauf weisen weltweit die Ghostbikes hin, die als Mahnmal dort aufgestellt wurden, wo sich ein tödlicher Unfall ereignet hat.

Prominente Protestantin

Margot Käßmann vor dem Thesenportal der Wittenberger Schlosskirche.
Margot Käßmann wird Sonntag (3.6.) 60 Jahre alt. Wenige Wochen später wird die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zuletzt EKD-Botschafterin für das 500. Reformationsjubiläum in den Ruhestand verabschiedet. Hinter ihr liegt eine bemerkenswerte Karriere in der evangelischen Kirche – mit Höhen und Tiefen.

Aktionstag gegen den Schmerz

Unerträgliche Schmerzen
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Etwa sechs Millionen Deutsche leiden an dauerhaften und nicht tumorbedingten Schmerzen. Viele suchen jahrelang vergeblich nach Hilfe. Zum "Aktionstag gegen den Schmerz" am 5. Juni ruft die Deutsche Schmerzgesellschaft wieder in Erinnerung, dass der Anspruch auf Schmerztherapie ein Menschenrecht ist, das aber bis heute nicht eingelöst sei.

Nachhaltigkeit

Es gibt Recyclingpapier, Recyclingflaschen, Recyclingtüten - und neuerdings auch eine Recycling-Orgel. Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums haben das altehrwürdige Kircheninstrument vor dem Müll bewahrt und wieder neu aufgebaut. Wie sie auf die Idee gekommen sind, erzählen die Jugendlichen im Radiobeitrag.

Archiv "Hauptsache Mensch"

Abi Ofarim ist tot. Der deutsch-israelische Musiker erlag am 4. Mai seiner schweren Krankheit. In den sechziger Jahren hatte Ofarim seinen beruflichen Höhepunkt im Duett mit seiner Frau Esther. Im September 2013 war er Gast in der Sendung "Hauptsache Mensch" der Evangelischen Funk-Agentur. Damals plante er gerade sein Jugendzentrum für Senioren. Ein Beitrag aus unserem Archiv.