München (epd). Im vergangenen Jahr haben etwas weniger bayerische AOK-Mitglieder einen Kinderkrankenfall eingereicht als 2024. 2025 meldeten insgesamt 3,4 Prozent aller Frauen und Männer, die bei der AOK Bayern versichert sind und Anspruch auf Kinderkrankengeld haben, mindestens einmal "Kind krank", 2024 waren es 3,5 Prozent, teilte die AOK Bayern am Montag mit. Die Dauer der eingereichten Kinderkrankenfälle verlängerte sich 2025 geringfügig auf 2,4 Tage (2024: 2,3 Tage).
Sind die Kinder krank, übernehmen unverändert vor allem die Mütter deren Betreuung: So wurden im Jahr 2025 in Bayern 77 Prozent der Kinderkrankentage von Frauen in Anspruch genommen und nur 23 Prozent von Vätern. Im Freistaat war die Beteiligung der Väter damit am niedrigsten von allen Bundesländern. Bundesweit beantragten AOK-versicherte Mütter 73 Prozent und Väter 27 Prozent der Kinderkrankentage.
AOK-Bayern-Chefin: Kinderkrankengeld ist wichtige Errungenschaft
Derzeit können Eltern bei einem gesetzlich krankenversicherten Kind unter zwölf Jahren für 15 Arbeitstage im Jahr Kinderkrankengeld beantragen, bei Alleinerziehenden sind es 30 Tage. Familien mit mehreren Kindern können zusätzliche Tage in Anspruch nehmen. Dabei haben sie bei einem Kinderkrankentag einen gesetzlichen Anspruch auf regulär 90 Prozent des ausgefallenen Netto-Gehalts, der über die Krankenkasse beantragt und ausgezahlt wird.
Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, begrüßte ausdrücklich, dass die zwischenzeitlich von der Bundesregierung vorgeschlagene Kürzung des Kinderkrankengeldes kein Thema mehr sei: "So bleibt das Kinderkrankengeld als eine wichtige Errungenschaft der Solidargemeinschaft erhalten." Die Leistung gibt es bereits seit 1974.
Mit rund 4,6 Millionen Versicherten (Stand 2024) ist die AOK Bayern nach eigenen Angaben die größte Kranken- und Pflegeversicherung im Freistaat.