Berchtesgaden (epd). Beim Kehlsteinhaus am Obersalzberg in Berchtesgaden hat es am späten Freitagabend einen Vollbrand gegeben. Das Haus, das in der Zeit des Nationalsozialismus Teil des Führersperrgebietes Obersalzberg war, sei "weitestgehend zerstört worden", teilte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage am Samstagmorgen mit.
Es seien durch den Brand keine Personen verletzt worden, aber es sei eine Person vorläufig festgenommen worden, bei der es Anhaltspunkte gebe, dass sie in Verbindung mit dem Brand stehe. Die Kriminalpolizei Traunstein habe die Ermittlungen zur Brandursache, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, übernommen.
Das auf 1.834 Metern gelegene denkmalgeschützte Kehlsteinhaus wird als Berggaststätte genutzt und beinhaltet eine Ausstellung über die Geschichte des Gebäudes. Es biete "einerseits einen einzigartigen Ausblick über die Berchtesgadener Bergwelt und die Gegend um Salzburg, andererseits ist es auch mahnende Erinnerung an die Abgründe der menschenverachtenden NS-Diktatur", heißt es auf der Seite des Kehlsteinhauses.