München (epd). In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Die zusätzliche Stunde wird von vielen gerne angenommen, doch die Umstellung auf die Winterzeit kann auch den Biorhythmus durcheinanderbringen, teilte die Barmer Bayern am Dienstag mit. Zwar gilt sie laut wissenschaftlichen Untersuchungen als weniger belastend als der Wechsel zur Sommerzeit, dennoch könnten Müdigkeit und Konzentrationsprobleme auftauchen.

Die Krankenkasse empfiehlt, auch am Sonntag möglichst zur gewohnten Zeit aufzustehen. "Wer die zusätzliche Stunde nutzt, um deutlich länger zu schlafen, riskiert am Abend Einschlafprobleme", sagte Alfred Kindshofer, der Chef der Krankenkasse in Bayern. Wer empfindlich reagiere, könne bereits einige Tage vorher abends 10 bis 15 Minuten früher ins Bett gehen. Morgendliches Tageslicht helfe dem Körper, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Abends sollte dagegen helles Licht, insbesondere von Smartphones und Tablets, reduziert werden.

Über 1,1 Millionen Menschen in Bayern haben Schlafstörungen

Im vergangenen Jahr wurde bei mehr als 1,1 Millionen Menschen in Bayern eine Schlafstörung ärztlich festgestellt, das entspricht mehr als acht Prozent der Bevölkerung. Besonders betroffen von der Zeitumstellung können Menschen mit Schlafproblemen, Schichtarbeitende, junge Menschen mit spätem Schlafrhythmus und ältere Menschen sein.

Die Uhren werden am letzten Sonntag im Oktober um 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an die neue Zeit. Bei empfindlichen Menschen kann die Anpassung ein bis zwei Wochen dauern.