Die promovierte Journalistin Liane Rothenberger wird Inhaberin einer neuen Professur für Medien und Öffentlichkeit mit dem Schwerpunkt Migration an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Zu ihrem Aufgabengebiet gehörten Migrationsfragen, Erzählmuster zu Flucht und Migration in der öffentlichen Kommunikation sowie die Produktion und Nutzung von Medien durch Geflüchtete, teilte die Hochschule am Freitag mit.

Die 40-jährige Liane Rothenberger ist nach Angaben der Universität studierte Diplom-Journalistin. Nach dem Studium absolvierte sie ein Volontariat im Laaber-Verlag bei Regensburg. 2008 promovierte sie an der KU mit einer Arbeit über die Programmentwicklung des deutsch-französischen Senders "arte". Noch während der Promotion absolvierte sie Praktika beim Magazin "Spiegel" und dem ZDF. An der TU Ilmenau, wo sie seit 2008 am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft tätig war, untersuchte sie Berichterstattung zu Terrorismus.

Eines ihrer Anliegen sei, sowohl bei Praktikern als auch bei Studierenden und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Gestaltung von Berichterstattung rund um Fragen von Migration zu schaffen, sagte Rothenberger. Dazu wolle sie unter anderem auch mit modernen Methoden der Datenanalyse untersuchen, wie etwa auf den Youtube-Kanälen internationaler Nachrichtensender über Migration berichtet werde und wie Nutzerinnen und Nutzer die Inhalte kommentierten.

An der Finanzierung der zunächst auf fünf Jahre befristeten Professur beteiligen sich das Zentrum Flucht und Migration aus Mitteln des Erzbistums München-Freising sowie mehrere regionale Partner, teilte die Hochschule mit.

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