München (epd). Wer an den Weihnachtsfeiertagen krank wird, kann den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Daran hat am Dienstag das bayerische Gesundheitsministerium erinnert. Der Dienst sei unter den Telefonnummern 116 117 oder online unter 116117.de erreichbar. Dort werde medizinisch eingeschätzt, welchen Behandlungsbedarf es gibt. Die Behandlung selbst finde in der Regel in einer der nächstgelegenen Bereitschaftspraxen statt.

Für akute Fälle, die offensichtlich nicht lebensbedrohlich seien, gelte diese Nummer außerhalb der Praxiszeiten der niedergelassenen Haus- und Fachärzte. Sie ist auch an Silvester und Neujahr in allen Regionen Bayerns durchgehend erreichbar. Für lebensbedrohliche Notfälle wie bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder bei Symptomen eines Herzinfarkts sollte man dagegen schnell den Rettungsdienst unter der Nummer 112 anrufen. Bayernweit seien an den Leitstellen digital die Bereitschaftsnummer und der Notruf miteinander verknüpft, hieß es. So könnten Patientinnen und Patienten schneller an die richtige Stelle weitergeleitet werden.

Patienten-Navi für eine erste Einschätzung

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) teilte mit, man habe das Personal in den Vermittlungszentralen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel aufgestockt. Es könne aber dennoch zu Wartezeiten ab den Weihnachtsfeiertagen bis ins neue Jahr kommen. Sie weisen auf den Patienten-Navi hin, zu dem man über den Patientenbereich auf der Website der KVB (www.kvb.de) gelangt. Auch dort kommt man zu einer ersten medizinischen Einschätzung.

In Bayern gibt es den Angaben zufolge derzeit 137 Bereitschaftspraxen an 126 Standorten und einen Fahrdienst für Hausbesuche.