Rosenheim (epd). Im Kampf gegen die Lichtverschmutzung sind alle Bayern eingeladen, an der "Earth Night" am 19. September teilzunehmen. Unter dem Motto "Licht aus: Für eine ganze Nacht" sollen möglichst alle Lampen ausbleiben. Hinter der Aktion steht die Initiative "Paten der Nacht" mit Sitz im oberbayerischen Rimsting (Kreis Rosenheim).
Das Problem der stetig zunehmenden Lichtverschwendung und -verschmutzung entstehe durch "den ungehemmten Kunstlichtkonsum von uns Menschen", schreibt die Initiative auf der "Earth Night"-Website: "Das viele Licht macht unsere Nächte immer heller und schadet damit nachweislich Umwelt, Mensch und Natur."
Wer bei der Aktion mitmachen möchte, soll seine Lichter ab Einbruch der Dunkelheit die ganze Nacht ausgeschaltet lassen oder zumindest deutlich reduzieren, heißt es. Das Ziel, das laut den "Paten der Nacht" aber vermutlich nie erreicht wird, wäre das Erleben einer Nacht auf Erden ohne Kunstlicht - "wie sie bis vor 150 Jahren jede Nacht erlebbar war".
Zuviel Kunstlicht lasse den Sternenhimmel verblassen und mache den Schlaf weniger erholsam, so die Initiatoren. Es irritiere Pflanzen, lenke Vögel auf ihren Zugrouten fehl und töte im Sommer hundertmilliardenfach Insekten: "Ganze Ökosysteme geraten wegen des vielen Lichts zur falschen Zeit aus dem Takt."
Die "Earth Night" findet immer an jenem Freitag im September statt, der der Neumondnacht am nächsten liegt. Teilnehmende Länder sind Deutschland, Österreich, Frankreich und die Schweiz. Zu den Unterstützern in Deutschland zählen mehr als 100 Verbände, Organisationen und Einzelpersonen.