Bad Windsheim (epd). Am 4. März startet das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim in seine neue Saison. Ein Höhepunkt wird in diesem Jahr die für den 15. Oktober geplante offizielle Eröffnung der früheren Allersheimer Landsynagoge sein, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Weitere Höhepunkte seien der Tag der Franken am 2. Juli oder auch der Tag des Immateriellen Kulturerbes am 14. Mai. Insgesamt seien für dieses Jahr sechs Sonderausstellungen mit dem Schwerpunktthema "Migration" geplant.

Das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim ist eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken. Es ist das größte Freilandmuseum in ganz Süddeutschland. Gegründet wurde es Ende der 1970er-Jahre und besteht aus sogenannten translozierten Gebäuden - also alten Original-Gebäuden, die an ihrem Ursprungsort abgebaut und auf dem 45 Hektar großen Museumsgelände nahe der Bad Windsheimer Altstadt wieder aufgebaut wurden. Zum Freilandmuseum gehört auch das evangelische "Museum Kirche in Franken" in der Altstadt.

Die im Jahr 1740 errichtete Synagoge aus Allersheim (Kreis Würzburg) ist ein Beispiel für eine schlichte fränkische Landsynagoge, wie es vermutlich viele gab. Ihr äußeres Erscheinungsbild hat sie kaum von einem normalen Bauernhaus unterschieden. Sie beherbergte den Betsaal, die Wohnung des Rabbiners und ein Ritualbad im Keller, die Mikwe. Die Synagoge war vor mehr als acht Jahren - im November 2014 - transloziert worden. Seit vergangenem Jahr wird sie wieder aufgebaut.