München (epd). Die bayerischen katholischen Bischöfe haben im Rahmen ihrer Herbstvollversammlung in München den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Geplant sind Ausgaben in Höhe von rund 41 Millionen Euro, was einer moderaten Steigerung von 2,3 Prozent gegenüber dem Haushaltsplan 2025 entspricht, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Grund für die Fortsetzung der Konsolidierung sei die "weiter kritische Entwicklung der wirtschaftlichen Situation". Über den Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) finanzieren die bayerischen Diözesen und Erzdiözesen ihr gemeinsames überdiözesanes Wirken für kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Zwecke.
Im Jahr 2024 seien mit einem Etat von rund 38 Millionen Euro mehr als 60 Institutionen gefördert worden, hieß es in dem Bericht. Mit 23,4 Millionen Euro floss der weitaus größte Teil der Mittel in die Hochschulen und Universitäten. 4,8 Millionen Euro kamen Schule, Fort- und Erwachsenenbildung zugute. Verbände und Einrichtungen der Seelsorge erhielten 2,5 Millionen Euro, Soziale Verbände und Einrichtungen 1,5 Millionen Euro. Die weiteren Kostenanteile waren Kommunikation und Medien (1,3 Millionen Euro) sowie Gemeinsame Aufgaben (4,2 Millionen Euro).
Wirksamkeitsstudie zur Telefonseelsorge
Im Rahmen der Freisinger Bischofskonferenz, die vom 5. bis 6. November in München stattfand, wurde auch die bereits Ende Oktober veröffentlichte Wirksamkeitsstudie zur Telefonseelsorge in Bayern diskutiert. Die Ergebnisse zeigten der Mitteilung zufolge, dass die Telefonseelsorge in Bayern auch außerhalb kirchlicher Strukturen hohe Wertschätzung erfährt. Die bayerischen Bischöfe baten die Konferenz der Leitungen der Seelsorgeämter, weitere Schritte für eine zukunftsfähige Telefonseelsorge in Bayern zu prüfen.
Bei der Telefonseelsorge in Bayern arbeiten mehr als 1.100 Ehrenamtliche, die 2024 rund 200.000 Gespräche per Telefon, Mail, Chat oder persönlich geführt haben und eine Versorgung rund um die Uhr sicherstellen.