München (epd). Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat zum Verkaufsstart des 49-Euro-Tickets an diesem Montag dazu aufgerufen, das neue Deutschlandticket möglichst bei regionalen Verkehrsverbünden und -unternehmen zu kaufen. "Wer sein Deutschlandticket regional in Bayern kauft, sorgt in jedem Fall dafür, dass die Einnahmen auch in Bayern bleiben", sagte Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG am Montag. Fahrgäste stärkten damit ihre Unternehmen vor Ort, die künftig voraussichtlich auf einen Großteil anderer Ticketeinnahmen verzichten müssten. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert im Auftrag des bayerischen Verkehrsministeriums den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Freistaat.
"Wir sind startklar und auf den Verkauf des Deutschlandtickets gut vorbereitet", sagte der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Das gemeinsame Ziel der bayerischen Nahverkehrsbranche sei es, möglichst viele neue Fahrgäste für Busse und Bahnen in Bayern zu gewinnen.
Das 49-Euro-Ticket gilt ab 1. Mai 2023. Es ist als monatlich kündbares Abo über die Internetseiten oder Apps der Verkehrsverbünde, bei der Bahn und in Kundenzentren erhältlich und bundesweit gültig. Die Fahrgäste erhalten es über eine Smartphone-App oder als Chipkarte, für eine Übergangszeit auch noch als Papierticket.
Am Freitag hatte der Bundesrat der Einführung des Tickets und den Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund zugestimmt, obwohl die Länder weitergehende Forderungen haben. Verkehrsministerinnen und -minister sprachen parteiübergreifend von einem enormen Fortschritt für die Verkehrs- und Klimapolitik - aber auch von einem bisher einmaligen Kraftakt. Zur Finanzierung des Deutschlandtickets ist vorgesehen, dass der Bund den Ländern von 2023 bis 2025 jährlich 1,5 Milliarden Euro zahlt, um die Hälfte der Einnahmeverluste auszugleichen. Die andere Hälfte tragen die Länder.