München (epd). Am Sonntag haben die bayerischen HIV-Testwochen begonnen. Bis 30. November gibt es zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, die zur Stärkung der Aufklärung sowie zur Erhöhung der Testbereitschaft beitragen sollten, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Eine HIV-Infektion sei zwar mittlerweile behandelbar, sagte Ministerin Judith Gerlach (CSU). "Eine Heilung wird allerdings nur in äußerst seltenen Ausnahmen beobachtet. Es ist deshalb wichtig, sich bei Risikokontakten so früh wie möglich testen zu lassen." Das ermögliche eine frühzeitige Behandlung.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) infizierten sich im Jahr 2023 circa 280 Menschen in Bayern neu mit dem HI-Virus. Ende 2023 lebten rund 11.800 Menschen in Bayern mit HIV, in Deutschland waren es rund 96.700. Davon sind in Deutschland laut Schätzungen des RKI etwa 8.200 HIV-Infektionen noch nicht diagnostiziert.

In Bayern gibt es der Mitteilung zufolge neun psychosoziale AIDS-Beratungsstellen. Auch die 76 Gesundheitsämter und viele weitere Projekte und Angebote setzten auf Prävention, Beratung und Hilfe. Die Gesundheitsämter bieten das ganze Jahr über kostenfreie, anonyme HIV-Tests an.